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BLOG vom 27.07.2013


Datensammlerei: Globaler Sklavenaufstand gegen USA fällig
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Die Kommunikationsgesellschaft kommuniziert ununterbrochen. Handys sind immer dabei, das Telefon läutet häufig und verlangt nach einer vorrangigen Behandlung. Papierene und elektronische Medien decken uns mit Geschwätz, Bildern und Buchstaben ein, und neuerdings haben die Sozialmedien wie Facebook und Twitter einen wachsenden Stellenwert erlangt. Ein Jekami. Bald ist jedermann ein Journalist, wobei ungeahnte Talente zum Vorschein kommen. Die etablierten Medien braucht es nur noch als Zulieferer von Grundinformationen; die Kommentare brauen sich Hobby-Journalisten aus dem Volk, die keiner redaktionsinternen Zensur unterstehen und sich somit freier und origineller äussern können. Hier gewinnen ganz neue Talente, originelle Denker und Kommentatoren, Oberhand. Auf Neuigkeiten wird unverzüglich hingewiesen.
 
Bei all dem Dauer-Kommunizieren fragt man sich, ob denn da noch ein Bedarf für den Datenschutz vorhanden sei; die Menschen, viele unter ihnen von verbalem Durchfall dauergepeinigt, erzählen alles aus der Familie, schmücken ihre Krankengeschichten aus und geben intime Informationen bekannt. Besonders krass sind Auftritte TV-geiler, gestrauchelter Menschen am Gefühlsfernsehen, wo rührselige Storys über die eigenen Probleme und das eigene Versagen an ein beliebig grosses Publikum herangetragen werden, und mag das eigene Ansehen darunter noch so sehr leiden.
 
Bei diesem komplex-konfusen Sachverhalt fragt man sich, ob es den Datenschutz überhaupt noch brauche. Die Antwort ist klar: mehr denn je.
 
Im Normalfall gibt es 2 Arten von Daten: Solche, die ich freigiebig an irgendeine der grossen Glocken hänge, so zum Beispiel meine Ansichten zur weltweiten und lokalen Vorgängen, also politische Äusserungen. Ich hatte noch nie Mühe, zu meinen Ansichten, die einem liberalen Geist entsprungen sind, zu stehen. Auch mein bescheidenes Wissen gebe ich gern weiter, wiewohl ich selber dankbar dafür bin, gute, nützliche Informationen, die meinen Lebensstil verbessern, zu empfangen. Und das sind auch die rein privaten Daten.
 
Wenn ich Daten bewusst auf die eine oder andere Weise öffentlich mache, dann muss und werde ich auch hinnehmen, dass sie meiner Kontrolle entgleiten und verbreitet werden. Was ich ins Internet stelle und von Google suchmaschinentauglich aufbereitet wird, kann jedermann abhören, auch die Behörden und die Geheimdienste. Ich weiss das und kann mich darauf einstellen.
 
Daneben existiert die Sphäre des Persönlichen und damit der Geheimhaltung, deren Rayon von mir selber bestimmt wird: familieninterne Probleme, Auseinandersetzungen, Geldangelegenheiten, Gesundheitsaspekte, Begebenheiten, die mir von Freunden anvertraut worden sind, und dergleichen mehr gehören dazu. Bedenkt man die Oberflächlichkeit, ja Hohlheit der meisten privaten Telefongespräche, kommt man zum Schluss, dass diesem Persönlichkeitsschutz voll Rechnung getragen wird. Die persönlichen und damit heiklen Themen sind ausgeblendet oder zu Erfolgsmeldungen umfunktioniert. Ich lese doch nicht irgendjemandem mein Kassenbuch oder meine Steuererklärung vor und schlage nicht Zustände aus der engeren Verwandtschaft oder Bekanntschaft breit, von denen ich dank persönlicher Nähe erfahren habe. Und auch meine individuelle Lebenshaltung ist meine Privatsache – sie hat von Natur aus Geheimnischarakter.
 
Hier ist jener heikle Bereich, in dem jedermann etwas zu verbergen hat, und möge er ein noch so untadeliges, gesetzkonformes Leben führen und den hintersten Rappen seiner finanziellen Einkünfte und Lagerbestände versteuern. Deshalb ist es unzumutbar, wenn ein Staat wie der Oberschurke USA mit technischen Tricks das Privatleben der Menschen weltweit ausspioniert oder ausspionieren lässt, und es ist geradezu unerträglich, wenn betroffene Länder solch kriminellen Akten von Diebstahl von allem Greifbaren nicht eindeutig den Riegel schieben.
 
Die USA sind eine ausgesprochene Erpressernation – wer sich ihr nicht unterwirft, wird militärisch oder wirtschaftlich ruiniert, kaputtgemacht. Was amerikanischen Banken erlaubt ist, wird etwa den schweizerischen verboten. Steuerschlupflöcher müssen nur ausserhalb der USA gestopft werden, und der euphemistisch sogenannte Automatische Informationsaustausch (AIA) entpuppt sich als Einbahnstrasse nach Amerika. Es stellt sich die Frage, weshalb sich die unterjochte Restwelt nicht die historischen Sklavenaufstände zum Vorbild nimmt, wie sie es im alten Rom, im 9. Jahrhundert im Irak, 1791 auf Haiti und mehrfach in den USA gab. Die Antwort: Sie wurden und würden noch heute von der Machthaberin USA blutig niedergeschlagen. Aber zumindest die Einleitung von Straf- und Boykottmassnahmen gegen eine Nation, deren Arroganz keine Grenzen kennt, wäre zwingend.
 
Der Datenschutz bezieht sich also auf die gesetzlich verbürgte Privatsphäre, auf die jedermann Anspruch hat. Das war in früheren Jahren unbestritten, und die Praxis war darauf ausgerichtet. Doch dann ermöglichte die Digitaltechnik eine exzessive Datensammlerei, auch von solchen aus der Privatsphäre und der Industrie (Industriespionage). Das Bestreben läuft darauf hinaus, einen Menschen, eine Gruppierung oder ein wirtschaftliches Unternehmen als Gesamtheit zu erfassen und zu katalogisieren, um das Gesamtbild dann für beliebige eigene Zwecke ausnützen zu können. Die Katalogisierten leben in Gefahr.
 
Mit den neuen Informationstechnologien hat sich hier ein regelrechter neuer Kriegsschauplatz ergeben, der in seiner Bedeutung und Tragweite noch nicht annähernd erkannt ist, wie das oft mit neu auftauchenden Phänomenen so geht. Erst wenn Beeinträchtigungen und Schäden offensichtlich sind, werden einschneidende Massnahmen ergriffen – in der Regel zu spät.
 
Die Qualität der Politik im Allgemeinen und der Politiker im Besondern kann u. a. mit Bezug auf ihre Haltung zum Datenschutz und ihren Forderungen (oder dem Ignorieren) für greifende, harte Massnahmen im Interesse des Datenschutzes und damit des Schutzes der Privatheit des Individuums beurteilt werden. Wo nach alledem, was bisher aufgrund fadenscheiniger Begründungen (Terrorabwehr!) geschehen ist, nicht alle Sturmglocken läuteten, ist der Beweis erbracht, dass die Herausforderungen dieser Gesetze umgehenden, ja Gesetze brechenden Welt der Globalisierung nicht erkannt sind.
 
Die Entwicklung läuft auf ein weltumspannendes 4. Reich als einheitlicher Überwachungs- und Polizeistaat. George Orwells Roman „1984“ mit seiner Vision von einem totalitären Präventions- und Überwachungsstaat ist bereits überholt. Aktueller ist das im Sommer 2009 vom US-Amerikaner Jim Marrs veröffentlichte Buch „The Rise of the Fourth Reich: The Secret Societies That Threaten to Take Over America“, in welchem es um den Aufbau eines Vierten Reiches geht. Man wird geradezu an die Vier-Reiche-Lehre aus dem biblischen Buch Daniel erinnert, worin dem babylonischen König Nebukadnezar in einem Traum das 4. Reich offenbart wird, das so stark wie Eisen sein wird – es wird die ganze Erde zermalmen und auffressen.
 
Das Bild ist stark. Doch einige Überlegungen, was daran zutreffend sein könnte, drängen sich schon auf.
 
 
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