Textatelier
BLOG vom: 15.10.2013

Aphorismen zum Tag: Mehr Blech als Gold und Silber

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Der Jasmin ist mir das Sinnbild der Sanftmut.
 
Die Wahrheit kann auch jene, die sie suchen, erdrücken.
 
Gäbe es doch den Satz, der Gegensätze verbindet.
 
Glück gewinnt, wer andere glücklich macht.
 
Wer kein Glück hat, ist auf den Verstand angewiesen.
 
Man kommt doch mit sich selbst am besten aus.
 
Loyalität ist zur Scheidemünze entwertet.
 
Aus Einsichten entwickeln sich Aussichten.
 
Aus einem Gedankensplitter entwickelt sich manch’ guter Gedanke.
 
Ob frisch gewagt halb gewonnen ist, bleibt fraglich: Zuviel Halbes macht wenig Ganzes.
 
Leidenschaft ist eine Eigenschaft, die es zu zügeln gilt. Das erspart viel Leid.
 
Gut bedacht ist gescheiter gefahren.
 
Auch Wortgeschosse können verletzen.
 
Die Seelenruhe wird leicht mit Stumpfheit verwechselt.
 
Kleine Sorgen weichen grossen. Das gilt auch umgekehrt.
 
Wer sehen will, muss schauen können.
 
Vergebliche Liebesmühe? Die Mühe sollte kräftigen, nicht schwächen.
 
Wer sich selbst kennt, erkennt sich leichter in anderen.
 
Was birgt sich unter den Fittichen der Tugend? Viel Sittenloses.
 
Der Zeit auf den Zahn fühlen? Vorsicht, dieser Zahn beisst.
 
Die Toten erhalten die Bestatter am Leben.
 
Eine Pflaume macht noch kein Mus.
 
Finden heisst erfinden. So wird man in manchen Lebensbelangen fündig.
 
In Prinzipien haust viel Starrsinn.
 
Schandflecke lassen sich schwerlich tilgen.
 
Das Leben fliesst durch ein Knäuel von Blutgefässen. Auch das Leben ist verknäuelt.
 
Die Politiker wechseln von Portfolio zu Portfolio, worüber sie herzlich wenig wissen, wie von ihren hohlen Phrasen bezeugt.
 
Wenig ist aus Gold und Silber. Blech herrscht vor.
 
Lass dich allenfalls ziehen, doch nicht stossen.
 
Reue schleicht sich ein, um Sünden zu tilgen.
 
Die Natur liefert dem aufmerksamen Beobachter die Zutaten zu Zitate.
 
Das, was als nicht des Aufhebens wert erachtet wird, sollte gewürdigt werden, wie etwa ein schön geformter Kiesel.
 
Stille deine Gedanken nicht mit Erwartungen.
.
Wehmut. Nimmer/nimmermehr werde ich sie wiedersehen.
 
Wer von wannen kommt, gelangt nach dannen.
 
Bitte einsteigen ins Thema ihrer Wahl.
 
Das Schattenbild bedingt das Sonnenlicht.
 
Die Schaffensfreude lob’ ich mir. Sie hält mich froh und munter.
 
Das Dilemma verharzt die Entscheidungskraft.
 
 
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