Textatelier
BLOG vom: 02.02.2014

Träumen, etwas wagen: Ausstellung Dora Wespi in Luzern

Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com) 
 
Da ich selber ein zeichnerischer Banause bin, habe ich eine umso grössere Ehrfurcht vor Leuten, die mit ein paar Strichen und Farbkombinationen mehr und treffsicherere Aussagen zustande bringen als ich mit einer halben A4-Seite Text. Als „Natürlich“-Redaktionsleiter habe ich aus eben diesem Grunde immer mehrere Illustratoren beschäftigt und versucht, ihren Stil und die Thematik einer publizistischen Arbeit in Übereinstimmung zu bringen, wobei beides aufgewertet wurde. Zu dieser zeichnerischen Elite gehörte Dora Wespi, die manchmal eigene gastronomische Erinnerungen bildlich verklärte oder die Serie „Früchte und Gemüse“ von Heinz Scholz mit ihren schwungvollen und von Augenzwinkern begleiteten Illustrationen bereicherte.
 
Von Frau Wespi, die sich am Telefon immer als „Wäschpi“ anmeldete, habe ich dieser Tage die Einladung zu einer Ausstellung „Bild und Bilder“ in der Kornschütte am Kornmark 3, Luzern, erhalten. Der Anlass dauert vom 06. bis 23.02.2014 und steht unter dem Patronat des Grossen Stadtrats der Stadt Luzern. Ich wünsche der Veranstaltung viel Erfolg.
 
Der gedruckten Einladung mit den tachistischen, lyrisch inspirierten Illustrationen lag eine Glückwunschkarte bei, welche auf die Welt der Illustratorin Wespi schliessen lässt. Kleine alltägliche Dinge und Geschehnisse sind es, die ihre Aufmerksamkeit wecken, sie erfreuen und ihr zu einem erfüllten Leben verhelfen. Ich möchte sie unserer Leserschaft nicht vorenthalten; vielleicht kann jemand beim Polieren an seinem Lebensstil daraus Nutzen ziehen. 
Glück haben ...
Sich freuen
Träumen und Etwas wagen
Auf jemanden warten
Gut kochen und fein essen
Schnell laufen
Hoch hinauf steigen
Auf der Höhe ausruhen
Regentage geniessen
Lauschen und lächeln
Die Zeit vergessen
Geschichten erfinden
Briefe schreiben
Unbeschwert spielen
Gelobt und geehrt werden
Ziellos wandern
Den Weg wieder finden
Nicht stolpern
Papiere sorgsam falten
Hüpfen und springen
Daheim sein
Putzen und wedeln
Hoffen und staunen
Sich bücken und finden
Schon wieder gewinnen
Weggehen und zurückkommen
Der Stille lauschen
Neues erlernen
Strecken und biegen
Geduld üben
In die schönste Stadt reisen
Ein Gedicht lesen
Den Kuckuck hören
Feldblumen pflücken
Der Sonne zublinzeln
Bernerrosen ernten
Rosskastanien sammeln
Im Laub rascheln
Schneebälle werfen
Der vierte König sein
Einem Kaminfeger begegnen 
Hinweise
Begleitveranstaltungen:
06.02.2014 (an der Vernissage), 18 Uhr: Einführung in die Ausstellung von René Stettler, Gründer und Direktor der Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik.
15.02.2014, 15 Uhr: Ein Gespräch mit Dora Wespi. Moderation: René Stettler
  
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