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BLOG vom 02.04.2014


Was den unausweichlichen Alterungsprozess bestimmt
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein.
Redensart
*
 
„Altern – Bürde oder Segen?“ war der Titel eines Vortrages von Frank Hiepe anlässlich eines verkaufsoffenen Sonntags der Firma Anton Hübner GmbH&Co. KG am 30.03.2014 in Kirchhofen D. Den oben erwähnten Spruch zur Widersprüchlichkeit des Altwerdens stellte Hiepe am Anfang seiner Erläuterungen vor.
 
„Schönheit von innen und aussen“, „Müde, schlapp, ausgelaugt? Übersäuerung und ihre Folgen“ und der erwähnte Vortrag von Hiepe waren Höhepunkte der Veranstaltung.
 
Wir werden immer älter
Apotheker Frank Hiepe, ein versierter Kenner der Pflanzenwelt und Co-Autor unseres Heilpflanzenbuches „Arnika und Frauenwohl“, betonte zu Beginn seines Vortrags, dass die Menschen immer älter würden. So beträgt heute die durchschnittliche Lebenserwartung 77 Jahre (Männer) und 82 Jahre (Frauen). Die zunehmende Lebenserwartung sei die Folge der besseren Ernährung, des medizinischen und pharmazeutischen Fortschritts und der geringen Säuglingssterblichkeit.
 
Immer wieder wird über Personen berichtet, die angeblich ein hohes Alter erreichten. Oft ist es so, dass Geburtsdaten in Gemeindeaufzeichnungen falsch dokumentiert wurden. Vor einigen Jahren soll ein Mann laut Radio Moskau mit 190 Jahren gestorben sein. Diese „Methusaleme“ gehören ins Reich der Legenden.
 
Es gibt in verschiedenen Ländern (Russland, Bulgarien, Japan, China) Menschen, die ein Alter über 110 Jahren erreichten. Am 06.03.2014 wurde in diversen Zeitungen gemeldet, dass Misao Okawa, Seniorin aus Osaka im Westen Japans, mit 116 Jahren die älteste Frau der Welt sei und sie ihr langes Leben auf gutes Essen (Lieblingsessen: Sushi) und Entspannung zurückführe.
 
Das theoretisch erreichbare Alter des Homo sapiens wird mit 130 Jahren angegeben. Dieses ergibt sich aus dem Vergleich mit Säugetieren, die etwa 6 Mal solange leben wie sie wachsen. „Und da der Mensch bis zum 22. Lebensjahr wächst, ergibt sich die Zahl von 6x22 = 132 Jahren. Das bedeutet, dass die Lebensdauer Grenzen gesetzt sind, die unabhängig von den äusseren Einflüssen von der Anlage her bedingt sind“, erklärte Hiepe.
 
Verschiedene Theorien über das Altern
Über die Ursachen des Alterns gibt es viele Theorien wie beispielsweise Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, Einfluss der aggressiven freien Radikale (diese beeinträchtigen Stoffwechselprozesse), Erbanlagen und Nachlassen wichtiger Reparaturmechanismen im Organismus. Auch spielen Umwelteinflüsse wie Strahlen, Umweltgifte, Zigarettenrauch, chemische Substanzen, nachlassende Zellteilungen wichtige Rollen.
 
Hiepe: „Die Reaktionsfähigkeit nimmt im Alter ab, die Muskelmasse schrumpft, die Knochensubstanz baut sich ab. Mit zunehmendem Alter verarmt der Mensch an Wasser, das Bindegewebe verfestigt sich, das wiederum zu einem schlechten Stoffaustausch, einem verminderten Abtransport von Schlackenstoffen und zu einer verminderten Zufuhr von Nährstoffen führt.“
 
Hiepe ging auch auf die Telomere ein. Mit jeder Teilung der Zelle verkürzen sie sich. Diese Verkürzung ist eine grundlegende Form der Alterung, die der Lebenskraft von Zellen Grenzen setzt. Dem Verschleiss der Telomere, so Hiepe, wirke ein Enzym, die Telomerase, entgegen. Man fand heraus, dass sportlich aktive Menschen einen höheren Telomerasewert haben. Es gibt jetzt Forschungen, die das Ziel haben, die Verkürzung der Telomere aufzuhalten. Eine Erhöhung der Lebensalterzeit wird wohl nicht so schnell gelingen, da noch viele andere Faktoren bei der Alterung verantwortlich sind.
 
Eine wichtige Rolle am Alterungsprozess spielen auch Hormone. So sinkt der Spiegel des Wachstumshormons im Laufe des Lebens. Das betrifft auch die Geschlechtshormone Testosteron beim Mann und das Östrogen bei der Frau. Es folgt eine Reduzierung der Muskelkraft, der Knochenfestigkeit und der Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Die Substitutionen dieser Hormone – als Hoffnungsträger bei Anti-Aging propagiert −  waren nicht so erfolgreich, um Altersprozesse aufzuhalten oder zu verlangsamen.
 
Der ältere Mensch wird von Alterskrankheiten geplagt. Dazu gehören Prostataleiden, die Osteoporose, der graue und grüne Star, Alterssichtigkeit, Makula-Degeneration, Alterschwerhörigkeit und eine verstärkte Pigmentierung der Haut.
 
Bestimmte Krankheiten, wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Diabetes, sind neben einer gewissen erblichen Veranlagung auf unsere falsche Ernährung und ungesunden Lebensweise zurückzuführen. Hier können wir Einfluss nehmen.
 
Gesund alt werden
„Senioren (2): Wie es gelingen kann, gesund alt zu werden“ war der Titel eines Blogs, der aus meiner Feder stammt. In diesem Blog vom 28.01.2013 erwähnte ich schon Strategien, die den Altersprozess hinauszögern könnten. Man sollte sich bemühen:
-         schädigende Einflüsse auszuschalten und die Bildung von freien Radikalen so weit wie möglich zu unterbinden,
-         durch die Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel ausreichend die wichtigen essenziellen Nährstoffe aufzunehmen,
-         sich durch ein ausgewogenes körperliches Training fit zu halten
-         und auch bei fortschreitender Alterung den Geist zu trainieren.
 
Frank Hiepe brachte diese wichtigen Punkte ebenfalls zur Sprache. Neben einer gesunden Ernährung empfahl er auch das Trinken eines Glases Rotweins. Als Hiepe das einmal in einem anderen Vortrag erwähnte, sagte eine Frau, das müsse sie gleich ihrem Hausarzt erzählen. Da fiel mir ein Witz ein, der so lautete: Ein Patient kommt zum Arzt. Der Mediziner fragt: „Haben wir heute schon getrunken?“ Der Patient: „Ich wusste gar nicht, dass sie auch trinken.“
 
Hiepe betonte, man solle sich im Alter nicht isolieren, sondern mit Freunden Veranstaltungen und Kurse der Volkshochschule besuchen, aber auch Spaziergänge oder Wanderungen unternehmen. „Denn das körperliche Wohlbefinden ist sehr stark vom seelischen Wohlbefinden abhängig. Und dieses wird nicht besser, wenn man sich in seine 4 Wände vergräbt. Der Mensch ist ein geselliges Wesen und braucht den Partner zum Gedankenaustausch.“
 
Wichtige Ergänzungsmittel
Nach diesen interessanten Ausführungen fuhr Hiepe mit der Vorstellung von einigen Produkten aus dem Hause Hübner, die sich für Ältere besonders eignen, fort.
 
Die Mariendistel wird als die beste Leberpflanze bezeichnet. Sie schützt die Leberzellen vor Giften. Nach 2 Wochen Einnahme der Früchte oder eines Präparats verbesserte sich das Allgemeinbefinden. Zubereitungen der Pflanze wirken bei Übelkeit, Fettunverträglichkeit, Blähbauch und bei mangelndem Appetit. Wichtig ist zu wissen, dass die Pflanze eine der wenigen ist, die auch bei längerer Anwendung keine Nebenwirkung hat.
 
Der Weissdorn wird heute gegeben bei beginnender Herzleistungsschwäche, Altersherz, Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, leichten Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen und Schwindel. Hiepe erwähnte dazu ein Beispiel: Bei einem Vortrag vor Senioren wurden die Zuhörer gefragt, wie ihnen Weissdorn geholfen habe. Einer sprach von einem „Wundermittel“. Er könne nach der Einnahme wieder Treppen besser steigen und auch eine längere Wegstrecke ohne Beschwerden laufen.
 
Gelenknährstoffe: Nahrungsergänzungsmittel mit neuseeländischem Grünlipp-Muschelkonzentrat, D-Glucoasamin, Chrondroitin, L-Prolin, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Weihrauch sind bei Gelenkproblemen wie Arthrose gut wirksam.
 
Die Inhaltsstoffe des Weihrauchs (Boswelliasäuren) entfalten eine entzündungshemmende, schmerzstillende, antimikrobielle, antirheumatische Wirkung.
 
Eine Zuhörerin, die sich am Schluss des Vortrags meldete, berichtete, sie könne nach Einnahme von Gelenkschutzstoffen ihre arthrotisch veränderten Fingergelenke wieder schmerzfrei bewegen.
 
Eine Podologin mit Handarthrose schilderte mir bei anderer Gelegenheit, welche Mittel sie bisher anwandte. Sie nimmt Gelenkschutzstoffe und Hagebuttenextrakt und eine Vollwertkost auf, macht Dehn- und Beugeübungen. Sie hält ihre Schmerzen in Zaum. Sie ist heute froh, dass sie ihren verantwortungsvollen Beruf weiter ausführen kann. Ein Orthopäde hatte ihr eine Versteifung der Handgelenke empfohlen. Hätte sie den Rat befolgt, wären Fussbehandlungen und Massagen nicht mehr möglich gewesen. Diesen Patientenbericht publizierte ich in meiner Arbeit „Alternative Wege bei Arthrose“ in der Zeitschrift „Podologie Schweiz“ (Heft 02/2014).
 
Isoflavone: Ein spezieller Soja-Isoflavon-Depot Komplex mit Eisen und Zink eignet sich für Frauen in den Wechseljahren. Die Firma Hübner bietet auch ein Produkt mit Cranberry-Extrakt und Mineralstoffen zur Unterstützung der Blasengesundheit an.
 
Bittermelonen: Das diätetische Lebensmittel zur Behandlung von nicht insulinpflichtigen Diabetikern Typ II enthält Bittermelonenextrakt. Studien mit diesem Extrakt ergaben das Folgende: Hemmung der Glucose-Aufnahme aus dem Darm, Unterstützung der Bauchspeicheldrüse bei der Insulinproduktion. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise geregelt.
 
Wirkstoffe für Gefässe: Vitalstoffkombination mit einem hohen Gehalt an L-Arginin, L-Citrullin und Vitaminen. Zur diätetischen Behandlung von Arteriosklerose, gefässbedingtem Bluthochdruck und Diabetiker-Durchblutungsstörungen.
 
Kaktus: Der Bio-Direktsaft hat ein antioxidatives Potential. Anwender berichten über eine Steigerung des Wohlbefindens. Der Nopal-Kaktus war schon bei den Azteken sehr beliebt und galt wegen seiner Vielseitigkeit als heilig.
 
Erkältungsinfekte: Hübner bietet einen Infektblocker mit Zistrosenextrakt an. Die Zistrose enthält einen hohen Anteil an Polyphenolen. Diese fördern die Immunabwehr und wirken gegen freie Radikale. Präparate mit diesem Extrakt eignen sich zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten. Die Polyphenole legen sich wie ein Schutzschild über die Mund- und Rachenschleimhaut. Erkältungsviren werden abgewehrt.
 
Hier erwähnte Hiepe das „Tannenblut“. Der damalige Zeller Stadtapotheker Dr. Eduard Hiepe (Grossvater von Frank Hiepe) entwickelte auf Empfehlung von Pfarrer Josef Hurst von Häg dieses Heilmittel. Damit konnten die Atemwegsbeschwerden der Textilarbeiter gelindert werden. Damals waren Arbeitsschutzmassnahmen noch weitgehend unbekannt. Die Arbeiter litten unter Reizungen, Husten und Bronchitis.
 
Heute gibt es dieses Mittel in etwas anderer Zusammensetzung. Es kommen Koniferensprossen (junge Triebe von Nadelholzgewächsen), weitere Kräuter und Tannenhonig in den Bronchial-Sirup. Dieser wird zur Unterstützung der Schleimlösung im Bereich der Atemwege eingesetzt. Eine solche Kräuterkombination enthält u. a. viele ätherische Öle, die Reizungen in Hals, Rachen und Bronchien lindern.
 
Rezept gegen die Frühjahrsmüdigkeit
Frank Hiepe stellte in der Serie „Achtung Pflanze“ der „Badischen Zeitung“ (www.badische-zeitung.de) in einem Video das folgende Rezept – auch im Vortrag erwähnt − gegen die Frühjahrsmüdigkeit vor:
 
Zutaten: Brennnessel, Löwenzahnblätter, Giersch, Gänseblümchen, Milch, Banane, Orangensaft.
Zubereitung: Frische junge Brennnesselblätter, Löwenzahnblätter, Gierschblätter und Gänseblümchen mit einem Messer vorzerkleinern, dann in einen Mixer geben, die Blätter weiter zerkleinern, dann Milch, Orangensaft und Bananenschnitze hinzufügen und kurz mixen.
 
Freuen Sie sich an schönen Dingen
Wichtige Worte brachte Hiepe am Schluss zu Gehör. Er sagte: „Wichtig ist es, dem Leben nicht nur Jahre anzuhängen, sondern die gewonnenen Jahre sinnvoll zu gestalten und mit wahrem Leben zu erfüllen. Erfreuen sie sich an den vielen schönen Dingen des Lebens. Freude ist ein Lebenselixier von allerbester Güte. Das sollte der Mensch zur Bewältigung von Stress, Ärger und sonstigen Negativem immer wieder sich aneignen. Und das Lachen ist der Ausdruck von Freude: Lachen ist die beste Medizin.“
 
Diese Schlussworte von Hiepe wurden von den Zuhörern besonders aufgenommen.
Das merkte ich auch am Ende des Vortrags, als ich einen Spruch zum Besten gab, der alle zum Lachen brachte. Georg Bernhard erwähnte, das Alter habe 2 Vorteile: „Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.“
 
Anhang
Aktive Firma
Die Firma Hübner bot an diesem Tag sehr viel für die Besucher. Neben einem offenen Betriebsverkauf mit Beratung, Verkauf und Verkostung (ab einem Einkaufswert von 10 Euro gab es ein Überraschungsgeschenk), wurde auch Attraktives für Gross und Klein geboten wie Creme-Herstellung für jedermann, Kinderschminken, Dosenwerfen, Glücksrad drehen und ein ADAC-Jungend-Fahrrad-Turnier vom Radsportverein Ehrenkirchen. Es gab auch Führungen durch das Werksgelände und leckere Verkostungen (Crépes, Kuchen, Würste und Getränke, Silphion-Sekt und Punsch). Besonders originell gekleidet waren die Mitarbeiter. Sie trugen ein rotes T-Shirt mit der Aufschrift „Eisen Vital®“, bezugnehmend auf ein Produkt der Firma.
 
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