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BLOG vom 15.06.2014


Trinitatis, Dreieinigkeit: eine illusionäre Religionsgrundlage
Weitergegeben von Walter Hess, Publizist (Textatelier.com), Biberstein AG/CH
 
Gerade vernahm ich, heute, 15.06., werde von den Christen Trinitatis gefeiert", schrieb mir Gabriele Röwer aus Mainz D. Bei der Trinitatis handelt es sich um die Dreifaltigkeit beziehungsweise das Fest der Dreieinigkeit (Gottvater, Gottsohn und Gott Heiliger Geist). Frau Röwer schrieb dazu, das ihrer Ansicht nach Beste aus der satirischen Feder des am 08.04.2014 verstorbenen Karlheinz Deschner (Autor der 10-bändigen „Kriminalgeschichte des Christentums“) sei bei der Überreichung des Alternativen Büchner-Preises (am 13.06.1993 in Darmstadt D) vorgetragen worden: „Unsere tägliche Illusion gib uns heute“ (Titel nach einem Zitat von Wilhelm Raabe).
*
Auch zum 10. Band von Karlheinz Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“ ist wieder eine Begleitbroschüre erhältlich. Diese gibt es online auf der Website des Rowohlt-Verlags.  Dort können Interessierte ab Seite 23 den Wortlaut dieses Texts vom 13.06.1993 lesen, der nicht die kriminelle Geschichte der Kirche beleuchtet, sondern deren zutiefst fragwürdige Glaubens-Grundlagen (siehe auch „Abermals krähte der Hahn“, 1962, „Der gefälschte Glaube“, 1971, 1998, 2004; Band 3 der „Kriminalgeschichte des Christentums“). Der nachstehende Text ist die dramatisierte und gekürzte Fassung eines früheren Beitrags („Vom Belügen der Leute – Ein Vorwort“) von Karlheinz Deschner für eine von Beate Kuckertz 1992 herausgegebene Anthologie: „Gotteslohn, Die Kirche und ihre ungehorsamen Diener“).
 
                                                                                                                      TxA, wh.
 
Unsere tägliche Illusion gib uns heute!
Von Karlheinz Deschner
 
Es war einmal ein alter Herr. Der lebte, mit vielen, vielen Jahren auf dem Buckel, lange ganz allein. Er lebt, schwer vorstellbar, doch finden wir uns damit ab, schon ewig, ohne Anfang, ohne Ende, im Vollgefühl der Allmacht, seines Wissens, seiner Güte.
 
Doch plötzlich hat er, gottweisswarum, das dauernde Alleinsein satt, die wenn auch noch so souveräne Solitüde, das Dolcefarniente tagaus, tagein, das ja auch unsereinem nicht bekommt. Ja, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. Oder wie Georg Büchner den Leonce sagen lässt: „Müssiggang ist aller Laster Anfang.“ Offenbar musste sich die Omnipotenz endlich betätigen, bestätigen. Brauchen doch auch wir immer wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Und er hatte es nie!
 
Und seine grenzenlose Güte? Wohin damit? Und wollte er nicht auch verehrt, ein wenig angebetet sein, verherrlicht? War nicht, wer weiss, ein bisschen Eitelkeit im Spiel? Ein wenig Rachsucht gar, ein Zorn, hochheilig, sicher, der freilich einmal raus, der einfach sich entfalten, entladen musste? Wie seine grenzenlose Güte? Beides zusammen, liebevoller Vater und Folterknecht in perpetueller Kooperation?
 
Aber Hölle und Himmel beweisen es. Beide gleich vis-à-vis, damit man von diesem – Herrgott, wofür ist man Engel! wofür singt man Halleluja! – ganz bequem in jene gucken und sich in all dem Teufelselend gehörig auch ergötzen kann, durch alle Ewigkeit, wie höchste Kirchenleuchten lehren. Alles schwer vorstellbar für unsern schwachen menschlichen Verstand. Aber es ist so. Die nackte Realität, Kurz und gut, so haut er eines Tages auf die Pauke, – haut – warum erst jetzt? Warum nicht früher schon? Nicht später? Warum, warum! In seiner Weisheit wusste er warum, ja, jetzt, jetzt wollte er, nach langer Lethargie ein ungeheurer Tatendrang, und haut, in schöpferischer Schaffenslust, das Universum kühn heraus; ob gleich komplett, ob erst im Ei, ob mit grossem Knall, ob ohne, das alles, gott, ist eitles Klügeln, Spintisieren, vage Wissenschaft von Menschenköpfen, heute so und morgen so. Was zählt, sind Fakten. Und Faktum ist: alles war bestens geraten. Authentisch bezeugt. Und bloss Fieslinge, Mieslinge, zehnmal scheiterhaufenreife Kerle, denen nichts wunderbar, nichts heilig ist, selbst das Heiligste nicht, können da leugnen. Denn war der alte Herr allmächtig, konnte er alles. War er allgütig, wurde auch alles gut – ein sonnenklarer Fall.
 
Doch – der Mensch denkt, und Gott lenkt. Die ganze Sache, wie bekannt, ging restlos in die Binsen. Ja, obwohl alles von dem Allerbesten, Allermächtigsten, Alleswissenden, obgleich es ganz und gar aus ihm und nur aus ihm, aus wem auch sonst, direkt emanierte, kam einfach Furchtbares, Erschreckendes heraus. Kaum zu glauben, wahrhaftig! Die Sterne zwar leuchteten edel, die Sonne schien ohn‘ Fehl und Arg – aber darunter: Hurerei und Greuel, Ungehorsam, Apfelbiss, Schlangengift, Erbschuld etc. etc. Und der alte Herr, der all dies ja seit Ewigkeit vorausgewusst, der es, spielend, hätte verhindern können, doch nicht verhindern wollte in seiner Weisheit, der ersäufte, der Allerbarmende, die ganze Chose, die missratene, Mensch und Tier (das ja unschuldig war: oder biss auch das Tier, ein weibliches vielleicht, ins Obst?!), ja, ersäufte alles kurzerhand, ein göttliches Spektakel ohnegleichen, die erste und bis heute radikalste Endlösung der Welt.
 
Doch schliesslich, er hatte sich genug gelangweilt: Auch Geduld gezeigt genug, fürwahr, einmalige Geduld. Überhaupt: Einmalige Umstände: Denn sonst, ich meine – die braunen Bestien wurden in Nürnberg gehängt. Und Stalin marschiert als Bluthund durch die Geschichte. Und sie alle, samt und sonders, hatten doch nur einen, ich meine bloss, vergleichsweise kleinen Teil unserer Rasse liquidiert – der gute alte Herr aber alles, die ganze Menschheit, mit Stumpf und Stiel, alles hinab in den Orkus... er, der Beste, der alles so gut macht.
 
„Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl“ – jawohl, sehr wohl: Noah jedenfalls, Käptn Noah samt Family und Viehstall, alles, danke, bestens wohlauf. Und so beginnt alles von vorn. Und alles, weissderteufel, missrät wieder, trotz Allmacht und Allgüte und Allwissenheit – ein grosses Mysterium des alten Herrn ist dies, mit dem unser Verstand nicht fertig wird.
 
Immerhin kommt nun kein globales Ersäufnis mehr, denn der alte Menschheitsmörder, der Vollkommene, hat aus dem Fehlschlag gelernt. Und da er voraussieht, dass er im Vergleich mit den erwähnten Starbanditen schlecht abschneidet, was sage ich, katastrophal, versucht er es statt des grossen Ersäufnisses jetzt mit der grossen Erlösung. Nicht mehr die ganze Menschheit wird liquidiert, nein, nur einer, ein wahrhaft göttlicher Ausgleich. Der Massakerist wird nun Wohltäter, der Sadist Seligmacher, erst alles in die Pfanne, dann alles wieder rausgehauen, Noahs Nach­kommen natürlich nur, der traurige Rest seit der Sintflut, durch den lieben Heiland gerettet.
 
Durch wen?
Na, durch den Jungen des alten Herrn, den Sohn. Der gerät erst jetzt ins Zwielicht der Geschichte, in Wirklichkeit aber, in Wirklichkeit ist der Junge so alt wie der Alte, wie der Ersäufergott, denn er ist eigentlich der Ersäufergott. Und ist doch der Ersäufergott nicht. Nicht ganz und doch ganz. Oder vielmehr: ein ganz anderer und doch derselbe.
 
Ein grosses Geheimnis wieder. Aber wäre alles so klar, so glatt, so platt, wer sollte es denn dann noch glauben. Es wäre ja gar keine Kunst mehr zu glauben. Na eben. Doch so ist es eine Kunst. Zwei Personen, aber gleichsam in einer. Und da alle guten Dinge drei sind, wird die Zweite Person durch eine Dritte Person gezeugt, die freilich schon die Erste Person ist. Auch die Erste. Ebenso die Zweite. Und doch bringt die Dritte die Zweite hervor – durch das Schwängern einer Schreinermeistersgattin in Palästina. Ob nun durch‘s Ohr oder durch andere Kanäle: Die Wege des Herrn sind wunderbar.
 
Um so wunderbarer, als ja die Frau jenes Zimmermanns, laut Bibel, nicht nur die Zweite Person, sondern noch weitere (allerdings viel profanere) Personen gebar und gleichwohl, längst nichts Neues mehr damals, Jungfrau blieb, Jungfrau und Mutter, und ihre eigene Mutter, die hl. Anna, derart, heiligemutteranna, die Grossmutter der Ersten Person, des Weltschöpfers, die Grossmutter Gottes wurde, Jesusmariaundjoseph!
 
Ein weites, ein wunderbares Feld. Doch wie auch immer: die besondere Begabung der Dritten Person, ihre ganz spezifische, ist das Schwängern, das Befruchten, auch im Geistigen, geblieben. Zum Beispiel das Erleuchten der Schreiber des Neuen Testaments. Ganz „irrtumslos“ wurde es so, wie durch die hl. Väter und die Theologen „einmütig“ bezeugt und vom kirchlichen Lehramt wiederholt bekräftigt. Oder das Erleuchten der Jünger Jesu an Pfingsten, worauf sie, die Analphabeten, alle Sprachen beherrschten (vielen auch bloss besoffen schienen). Die Dritte Person hätte die ganze Welt erleuchten, bekehren können, mit einem Schlag, nur durch einen Willensakt. Doch das wollte die Dritte Person nicht, obwohl es das Einfachste gewesen wäre und so viele gerettet hätte für immer, die nun für immer verdammt sind und Höllenqualen leiden, die Ärmsten. Dafür aber haben nun die Prälaten ihre Pfründe, das ist viel wichtiger. Ja, die Dritte Person erleuchtete nur Auserwählte. Manchen heiligen Papst, zum Beispiel. Oder manchen heiligen Inquisitor, der dann desto eifriger die Scheiterhaufen zum Erleuchten brachte, ein besonders schöner Erleuchtungsakt.
 
Alle jedenfalls wollte der alte Herr nicht erleuchten, auf keinen Fall – wofür hatte er schliesslich, seit Ewigkeit, die Hölle geplant mit all ihren Einrichtungen. Nein, nur keine Fehlinvestitionen mehr. Bloss kleinere Wunder liess er den Sohn, die Zweite Person, wirken, ein bisschen auf dem Wasser wandeln, Tote auferwecken und so, alltägliche Mirakel fast, von vielen seinerzeit vollbracht – statt einfach alle zu bekehren, durch ein gewaltiges Miraculum, was, wie gesagt, der Menschheit viel erspart hätte. Und dem Sohn auch. Doch den liess der Allgütige, was kaum ein anderer Vater getan, stracks ans Kreuz nageln und sterben, wofür die Juden, die »Gottesmörder«, schwer büssen mussten. Ganz zu Unrecht. Haben ja gerade die Juden so die Erlösung erst ermöglicht und den ewigen Dank der Christenheit verdient.
 
Der Römer Pilatus wollte den Sohn nicht umbringen, nein. Er wollte – wir wären um alles gekommen! – ihn laufen lassen und wusch seine Hände in Unschuld. Und auch der Sohn wollte nicht sterben. Nein, er betete zu Gott, zu sich selber, dass diese blutrünstige Sache an ihm vorübergehe. Doch nichts half, und so gehorchte die Zweite Person der Ersten und, darf man vermuten, wohl auch der Dritten, obgleich das ohnedies alles eins ist, Jacke wie Hose, auch wenn nur die unglückselige Zweite den Kopf dafür hinhielt. Nicht für ihre Schuld bekanntlich, für unsere!
 
Dadurch aber erlöste sie die Menschheit. Das heisst nicht jene, die schon vordem starb. Pech gehabt. Doch auch die mit der Gnade der späten Geburt fuhr danach zum grössten Teil noch weiter hinab in die Hölle, trotz aller Erlösung, die der Allwissende, Allgütige, Allmächtige auch für sie vorgesehen. Die Erlösung. Und die Hölle. Beide. Gott denkt weiter. Das ist es. Und trotzdem: selbst für die grosse Mehrheit das Blut, das kostbare, umsonst verspritzt. Denn noch der Rest auch jetzt nicht ganz erlöst. Gar viel bedurfte es noch immer an Sakramentalem und Heilstaten, an Riten und Raten (in natura oder bar) für jene, für die doch nur eines not sein sollte. Ja, der Taufe, zum Beispiel, bedurfte es noch, der hl. Beichte, der hl. Kommunion, des Messbesuchs am Sonntag wenigstens – HEILIGE MESSE, so signalisieren manche Orte heute gleich am Eingang ihre Geisteskraft. Auch der hl. Ölung etwa bedarf es noch (der „Abschmierung“, interner Sprachgebrauch), zuletzt wenigstens, zum guten Schluss, sozusagen. Ja, vieles kam hinzu, wahrhaftig, wovon wenig oder gar nichts in der Bibel steht, kein Wort.
 
Wer jedoch immer wieder Abweichungen vom Evangelium beklagt, verkennt, dass Jesus und seine Jünger theologisch noch in den Kinderschuhen steckten und erst viel später die Päpste deutlich zu sagen vermochten, was der Erlöser und seine Apostel eigentlich gemeint, was sie vielleicht nicht so gesagt oder ganz anders gesagt oder überhaupt nicht gesagt haben, weil sie es noch nicht besser oder gar nicht sagen konnten, aber sicher sagen wollten und auch gesagt hätten, wären sie schon so schlau gewesen wie die Päpste.
 
Die Päpste freilich hatten mit der stets weiteren Verbreitung der Frohen Botschaft immer mehr zu tun. Sie mussten, zum Beispiel, immer mehr Juden verfolgen, immer mehr „Ketzer“ und „Hexen“ verbrennen, mussten riesige Besitzungen, Burgen, Schlösser, Städte, ganze Herzogtümer für ihre Verwandten rauben, denn viele bekundeten einen vorbildlichen Familiensinn. Und auch ihre Mätressen wollten befriedigt werden durch die Heiligen Väter.
 
Auch mussten sie mit Helm, Panzer und Schwert immer wieder in den Krieg, oder wenigstens ihre Generäle, ihre Soldateska, in die Schlachten schicken, immerhin bis 1870, alles für das Evangelium. So hatten sie für dessen Verkündigung selbst, seine Auslegung usw., kaum Zeit und viele auch keine Lust. Sie überliessen das immer grösseren Kadern speziell ausgebildeter, wenn auch oft wenig gebildeter akademischer Knechte, Konfratres auf den untersten Stufen des Höhern.
 
Diese Leute, Theologen genannt, vermehrten sich allmählich auf diese oder jene Weise. Sie unterrichteten neue Theologen, zeugten neue Theologen, schrieben mehr oder weniger dicke Bücher, um das Licht der göttlichen Wahrheit zu verbreiten, das Gott selber, weissgottwarum, nicht selbst verbreiten wollte und will. Und so treiben sie es noch heute, gerade auch jene besonders flinken Zungenverdreher, die den göttlichen Sendungsauftrag der Gegenwart angepasster erfüllen möchten, um die etwas wacheren Gläubigen etwas aufgeklärter hinters Licht führen zu können; man nennt dies „zeitgemässe Glaubensverkündigung“ – übrigens ein viele Jahrhunderte alter Vorgang, der sich jetzt nur noch in Form von Rückzugsgefechten abspielt, schon im Schatten der endgültigen Niederlage. Lediglich das Aberwitzigste, das bloss noch die Masse der Engstirnigen, Plattköpfigen hinnimmt, die sancta sim-plicitas, möchten sie, mit Verlaub, in Zweifel ziehen, einschränken dürfen – aus rein pastoraler Sorge, versteht sich, das heisst, um die schon aufmuckenden, aufgescheuchten Schäfchen noch bei der Stange halten, um sie auch künftig gängeln, weiden, scheren zu können. Das Fortbestehen ist entscheidend, vor allem ihr eigenes, mit Amt, Pension, mit Pfründe, mit ihrer kleinen mickrigen Herrlichkeit. Schon Lichtenberg schrieb: „So viel ist ausgemacht, die christliche Religion wird mehr von solchen Leuten verfochten, die ihr Brot von ihr haben, als solchen, die von ihrer Wahrheit überzeugt sind.“
 
Sie üben Kritik mit gebotener Devotion, sie löcken gegen den Stachel, aber mit aller Dezenz. Sie möchten nicht den Papst, die Bischöfe, preisgeben, nicht die Heilige Schrift, nicht Taufe, Abendmahl, die Auferstehung und das ewige Leben, das schon gar nicht, am allerwenigsten; und die Erste Person nicht, die Zweite, die Dritte, nicht die ganze Trinität und die volle Gottheit des Sohnes, den Weg, die Wahrheit und das Leben und tausend andere Heilsgüter und -früchte und -früchtchen nicht.
 
Nein, um gotteswillen, nur keine Wunschträume aufgeben, keine Lebenslügen: Unsere tägliche Illusion gib uns heute!
***
 
Hinweise
Dramatisierte, vom Autor gekürzte Fassung nach: Karlheinz Deschner: „Vom Belügen der Leute – Ein Vorwort“. Aus: Gotteslohn, Die Kirche und ihre ungehorsamen Diener. Herausgegeben von Beate Kuckertz. Heyne Sachbuch Nr. 19/230. München: Wilhelm Heyne Verlag 1992. Rezitiert von dem Schauspieler Joseph Lorenz.
 
Der Alternative Büchnerpreis soll an den politischen Büchner erinnern, auch an den Literaten, vor allem aber an den Demokraten. Er will nicht als Gegenposition zum Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verstanden werden. Die Verleihung des Alternativen Büchnerpreises 1993 an Karlheinz Deschner fand am Sonntag, dem 13. Juni 1993, in Darmstadt statt. Der mit 10 000 DM dotierte Preis wurde in jenem Jahr von einem Mäzen auf 60 000 DM aufgestockt.
 
Der von dem Darmstädter Bürger Walter Steinmetz gestiftete Preis wurde erstmals am 19.02.1990, Georg Büchners Todestag, an Walter Jens verliehen. Die weiteren Preisträger sind der Kabarettist Dieter Hildebrandt (1990), der Schriftsteller Gerhard Zwerenz (1991) und der Zukunftsforscher Robert Jungk (1992).
 
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