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BLOG vom 21.10.2014


Recherchen (17): Was hilft bei dünner, älterer Haut?
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
„Man sagt oft, jemand sei dünnhäutig, wenn er empfindlich ist. Der Vergleich ist gut. Denn es gibt die dünne Haut, meistens bei älteren Menschen, tatsächlich. Ich selber habe das Gefühl, die Haut werde auf dem Weg zum 80. immer dünner und empfindlicher. So habe ich gestern eine mit Schling- und Kletterpflanzen wie der lianenartigen Gemeinen Waldrebe (Clematis vitalba, bei uns Niele genannt) überwucherte Stelle im Garten gerodet. Ich habe die bis 10 m langen, relativ reissfesten Stängel (Ranken) um die mit einem offenbar zu dünnen Gartenhandschuh geschützte rechte Hand gewickelt und kräftig zu mir herangezogen. Abends sah ich, dass die Handoberfläche blutunterlaufen war; das war mir früher nie passiert, ein Zeichen, dass die Haut empfindlicher geworden ist (die Verfärbung bildet sich langsam wieder zurück).“
H.Sch.
 *
Der Schreiber aus der Schweiz bat mich um Tipps, die bewirken, dass das Bindegewebe gestärkt wird. Diesen Wunsch erfülle ich gerne, soweit mir das möglich ist.
 
Leider ist es so, dass sich mit zunehmendem Alter die verschiedenen Hautschichten verändern. Die Haut schrumpelt nicht nur, sondern wird trockener und dünner. Die Fettschichten nehmen ab, ebenso die Kollagenfasern und die elastischen Fasern. Sogar die eingelagerten Schweissdrüsen reduzieren sich im Alter. Die Haut wird weniger durchblutet und damit geht die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen zurück.
 
Durch diese altersbedingten Veränderungen wird die Haut auch leichter verletzbar. Das Infektionsrisiko ist höher. Wunden heilen langsamer.
 
Hier einige Empfehlungen
Was können wir tun, um unsere Haut wieder fester werden zu lassen oder zumindest das Dünnerwerden unseres Schutzorgans hinauszuzögern? Wir können eine Menge tun; es ist aber eine persönliche Anstrengung notwendig.
 
Die Haut benötigt Vitalstoffe, um ihrer Schutzfunktion gerecht zu werden. Und die ausreichende Zufuhr des Körpers mit solchen Vitalstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen sorgt nicht nur für eine gesunde Haut, sondern auch für kräftige Fingernägel und weiches, glänzendes Haar.
 
Feuchtigkeit: Die Haut braucht Feuchtigkeit. Wasser ist nämlich ein wichtiger Bestandteil der Zelle. Es sorgt für eine natürliche Spannkraft der Haut, fördert die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und reguliert zusammen mit den Ballaststoffen die Darmfunktion. Bekommt der Körper zu wenig Wasser angeboten, dann holt er sich das Wasser aus den Geweben bzw. der Haut. Daraus resultiert eine Austrocknung und Faltenbildung.
 
Gerade ältere Menschen trinken zu wenig. 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es schon sein.
 
Eiweiss: Ohne Eiweiss gäbe es keine Zellen, ohne Zellen keine Haut. Bausteine des Eiweisses sind die Aminosäuren. Sie sind wichtig für die Bildung von Kollagen, Elastin, Keratin und Myosin als sogenannte Strukturproteine, ferner für die Produktion der wichtigen Enzyme, die alle Stoffumsätze im Organismus in Gang setzen.
 
Das Kollagen verbessert Elastizität, Kapillarfunktion, Feuchtigkeit und glättet die Oberflächenstruktur der Haut. Führen wir zu wenig Eiweiss zu, dann holt sich der Körper Reserven aus dem Bindegewebe.
 
Fette: Fette sind wichtige Energielieferanten und Trägerstoffe fettlöslicher Vitamine. Fette schützen die Haut vor Kälte und Austrocknung. Ausserdem sind sie wichtige Baustoffe für die Zellmembran. Ohne Fett könnten sich die erneuernden Hautzellen nicht bilden. Von besonderer Bedeutung sind Lecithine (Phosphatide) und essentielle Fettsäuren, wie beispielsweise die Linolsäure.
 
Vitamine: Folgende Vitamine sind für die Haut bedeutungsvoll: Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C, Panthothensäure/Panthenol, Biotin.
 
Biotin ist als Coenzym wichtig für den Traubenzucker-, Fett- und Eiweissstoffwechsel. Biotin ist notwendig für den Aufbau von Haut, Haaren und Nägeln.
 
Mineralstoffe: Wichtig für die Haut sind Zink, Eisen, Magnesium, Kupfer, Kalzium und Silizium.
 
Ich empfahl dem Leser ein Silizium- bzw. Kieselsäure-Präparat zur Stärkung des Bindegewebes. Wichtig ist, dass das Präparat gut resorbierbar ist. Ein entsprechendes Gel hat eine Resorptionsquote von 99 %, während das Kieselgel-Pulver (Diatomeenerde) nur zu 1 % resorbiert wird. Ein Präparat, das auch wir erfolgreich anwenden, ist der Original Silicea Balsam von Hübner (www.huebner-vital.de).
 
Weitere Empfehlungen: Wichtig ist, dass wir unsere Haut auch im Alter von innen und aussen im Sinne der Ganzheitskosmetik pflegen.
 
Jeder, der sich falsch ernährt, wenig schläft und viele Genussmittel konsumiert, wird Veränderungen zuerst an seiner Haut feststellen. Sie wird bei den täglichen Fehltritten schlecht durchblutet und sieht entsprechend ungesund aus.
 
Die richtige kosmetische Pflege der Haut ist sehr wichtig. Die Fachkosmetikerin ist dank ihrem Wissen in der Lage, bei Fragen und Problemen weiterzuhelfen. Bei einer zu trockenen Haut wird eine Creme empfohlen, die fettreich ist.
 
Es bleibt zu hoffen, dass durch meine Empfehlungen der Mann wieder eine festere Haut bekommt und bei seiner Gartenarbeit wieder mit heiler Haut herauskommt.
 
 
Literatur
Scholz, Heinz: „Was die Haut verrät“ (Schön bis ins hohe Alter), Midena Verlag, Küttigen/Aarau 1993.
Scholz, Heinz: „Vitalstoffe für eine gesunde Haut“, „Kneipp-Journal“, 06/2013.
 
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