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BLOG vom 24.04.2015


Going Bananas: Kleine Geschichte und Aphorismen
 
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
 
„Going Bananas”.
Auf Deutsch: ausflippen, durchdrehen. Die Banane ist dem Obst zugeordnet, und ihr Genuss unterstützt die Verdauung, stärkt das Hirn und ist ein Energiespender. Die Affen sind auf Bananen erpicht. Frühmorgens habe ich eine Banane geschält und gegessen und bin etwas verrückt geworden. Die Folgen sind hier nachvollziehbar.
*
 
Im lokalen Markt liege ich mit anderen Bananen zusammen gebündelt zum Verkauf auf. Entzückt weist ein Kind mit dem Zeigefinger ausgerechnet auf mich: „Das ist die schönste Banane. Die muss ich haben.”
 
„Die Bananen verkaufe ich nicht stückweise”, sagt der Händler  zur Mutter, „der Bund von 6 Bananen kostet bloss £ 1.”
 
„Diese Banane hat keine braunen Flecken”, beharrt das Kind. Der Händler lässt sich erweichen und schenkt dem Mädchen genau diese Banane. „Ich werde sie meiner Puppe schenken!” entschied sich das Mädchen. Das 5-jährige Kind heisst Marlene und ihre Puppe Erika.
 
Marlene ist ein pfiffiges Mädchen. Es spricht nicht nur mit ihrer Puppe, sondern unterhält auch Zwiesprache mit Vögeln, Katzen, Hunden und Fröschen. Damit erweitert es seinen Kreis von Freunden und Bekannten.
 
„Du bist ja durchfroren!” stellt Marlene fest, währenddem sie die Banane in der Hand hält. „Ich muss frisch bleiben”, antwortet die Banane, „sonst kriege ich braune Flecken.”
 
„Mach dir keine Sorgen. Zuhause kommst du in den Kühlschrank.”
„Bitte nicht! Dort reife ich nicht”, protestiert die Banane.
 
Marlene sieht dies ein: „Du kommst in den Puppenwagen und kannst dich mit Erika unterhalten.”
 
Tags darauf besteht ihre Mutter darauf, dass sie die Banane essen müsse. Das sei gesund, betont sie.
 
„Besser, du folgst deiner Mutter”, mischt sich die Banane ein. „Du solltest täglich eine Banane essen, besonders wenn du traurig oder gehässig bist. Nach diesem Genuss wirst die wieder munter und fidel, das verspreche ich dir.“
 
„Aber was soll ich mit den Bananenschalen tun?” fragte sie.
 
„Im Garten habe ich einen Rosenbusch gesehen. Lege die Schalen rund um den Busch. Du wirst ein Blütenwunder erleben.“
 
 
Und zum Dessert noch einige neue Aphorismen
 
Höhenflüge sind gut, solange man bodenständig bleibt.
 
Was man alles nicht weiss, ist wissenswert.
 
Selbst der Ärger hat seine gute Seite: Man kann nach Herzenslust schimpfen – am besten auf sich selbst bezogen …
 
Gleich den Fixsternen am Firmament sind die übrigen Fixpunkte im Leben: Sie bieten Halt – Gedankenhalt im Fluss der Zeit.
 
Er verlor das Wesentliche und bemerkte nicht einmal dessen Verlust.
 
Es ziemt der Grösse, sein ich bescheiden klein zu schreiben.
 
Massstäbe setzen? Ja doch, auf sich selbst zugeschnitten!
 
Gegenständlich denken und sich gefühlsmässig äussern: Das belebt das Gegenständliche.
 
Er blieb sachlich an seiner Sache kleben.
 
Alle können gut sein – doch nicht alle auf einmal.
 
Nur noch im Traum kann ich Purzelbäume schlagen.
 
Davor sei gewarnt: Der Schleim fliesst; der Leim klebt.
 
  
Hinweis auf weitere Aphorismen
 
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