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BLOG vom 30.12.2015


Kuriositäten 2015. Granate in Kartoffeln, Ebola-Scherz

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D


Auch in dem zurückliegenden Jahr konnte man sich an kuriosen Ereignissen, die
Publik wurden, ergötzen. Bemerkenswerte und amüsante Kuriositäten – einige habe ich von 2014 hineingeschmuggelt -  sind in diesem Blog zusammengefasst.

Schuhe geschont
Ein ranghoher Parteifunktionär namens Wang war in der Provinz Jangxi in einem Überschwemmungsgebiet unterwegs. Er wollte partout nicht seine Schuhe dreckig machen. Er kam auf eine aberwitzige Idee: Er liess sich von einem Beamten huckepack herumtragen. Der Beamtenritt wurde in einem Foto festgehalten und im ganzen Land verbreitet. Da gleichzeitig nach 3 Kindern, die in einen Fluss gefallen waren, gesucht wurde, war die Empörung riesig.  Herr Wang war bald darauf seinen Job los.

Schlechter Ebola-Scherz
Wie dumm kann man nur sein, wenn man auf einer Flugreise mit Ebola droht. Während eines Flugs von den USA in die Dominikanische Republik, verbreitete ein Passagier Angst und Schrecken als er rief: „Ich habe Ebola, ihr seid alle geliefert.“ Nach der Landung wurde er angeblich Erkrankte von Gesundheitsbehörden in Schutzanzügen abgeführt. Gegenüber des US-Senders CNN sagte der Bursche: „Ich habe nur Spass gemacht, ich bin nicht aus Afrika.“ Nichts war es mit dem Urlaub in der Dominikanischen Republik. Er wurde in die USA zurückgeschickt.

Stichflamme bei Kuh-Pups
Wer unter Blähungen leidet, der kann eine ganze Portion Methan in die Luft jagen. Dies passiert regelmässig bei Kühen. In einem Stall in Rasdorf (Landkreis Fulda) pupsten und rülpsten 90 Milchkühe und verursachten eine höhere Methankonzentration in der Luft des Stalles. Beim Einschalten einer Massagemaschine gab es eine Stichflamme. Das Dach wurde beschädigt und eine Kuh erlitt eine leichte Verbrennung.  Die Feuerwehr und ein Gasmesstrupp waren im Einsatz. Nun wissen wir, dass Kühe grosse Mengen des klimaschädlichen Gases Methan freisetzen.

Gottvertrauen eines Schlangenpastors
Eine Schlange biss den 42-jährigen Schlangenpastor während des Gottesdienstes in die rechte Hand. Der Pastor lehnte eine Behandlung ab und starb an diesem Gift. Er hatte zu viel Gottvertrauen an den Tag gelegt. In den 100 pfingstkirchlich  geprägten Gemeinden der USA werden Giftschlangen hochgehoben und weitergereicht.  Begründet wird das mit einem Vers im Markus-Evangelium: Gläubige würden in Zungen reden, Schlangen hochheben und tödliches Gift trinken und dabei nicht zu Schaden kommen. Angehörige dieser Kirche sind nun überzeugt, ihr Pastor sei jetzt im Himmel.

Amüsante Todesanzeige
In der „Badischen Zeitung“ wurde am 02.12.2014 diese Todesanzeige abgedruckt:

„Ich bin noch einmal umgezogen. Meine neue Adresse lautet: B. O., Zolloberamtsrat a. D., Goethestrasse, Hauptfriedhof, Rheinfelden. Über Ihren Besuch würde ich mich freuen…“

Unbekannter gab Todesanzeige auf
In einer Bonner Tageszeitung dementierte ein Bauunternehmer per Anzeige seine eigene, von unbekannter Seite zuvor aufgegebene und veröffentliche Todesanzeige:

„Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Es hat bisher dem allmächtigen Gott in seiner Güte und Weisheit gefallen, keine Grundlage für die gestern an dieser Stelle abgedruckte, mich betreffende Todesanzeige zuzulassen. Ich lebe daher weiter, dem einen zur Freude und manchem zum Verdruss.“

„Fröhliche“ Gesichter
„Die haben aber fröhliche Gesichter“, sagte meine Frau, als sie mir ein Zeitungsfoto aus dem Regionalteil der „Badischen Zeitung“ am 08.12.2015 unter die Nase hielt. Beim Betrachten des Fotos musste ich lauthals lachen. Auf dem Bild waren 3 Männer und eine Frau, die ihre grossen Ehrenurkunden eines Vereins in den Händen hielten. Alle 4 machten ein dermassen missmutiges Gesicht, als hätten sie Magenkrämpfe oder hätten eine besonders schlechte Nachricht erhalten. Waren Sie mit dieser Ehrung nicht zufrieden?

Da erinnere ich mich an einen früheren Arbeitskollegen, der bei seinem Abschied eine billige Uhr vom Chef in die Hand gedrückt bekam. Auch dieser war sichtlich „gerührt“, das heisst, sein Gesicht bekam einen etwas säuerlichen Ausdruck.

Probeliegen im Sarg
Eine bizarre Therapie soll Arbeitnehmer in Südkorea vom Suizid abhalten. Wie der Sender BBC berichtete, müssen sich suizidgefährdete Teilnehmer eines Seminars in einen Sarg legen. Die Teilnehmer sehen sich auch Video von Menschen an, die trotz schwerer Krankheiten oder Behinderungen ihr Leben in Freude meistern.
Ein Leiter sagte, das Seminar solle helfen, persönliche Probleme als Teil des Lebens zu akzeptieren. Sich in einem Sarg einschliessen zu lassen, sei für die Teilnehmer eine „derart schockierende Erfahrung, dass sie ihr Bewusstsein auf Null setzen für einen völligen Neustart“.

Granate in Kartoffeln
Ein Mitarbeiter eines Chips-Herstellers in Spreitenbach (Schweiz) entdeckte in einer Kartoffellieferung aus Frankreich eine aus dem Ersten Weltkrieg stammende Handgranate. Es gab Untersuchungen des Forensischen Instituts Zürich. Die Untersucher  betonten, von dieser Granate gehe keine Gefahr aus. Die Granate wurde vernichtet. Der Chips-Hersteller betonte schnell, 97 % der in der Fabrik pro Jahr verarbeiteten 20 000 Tonnen Kartoffeln würden aus der Schweiz stammen. Das hört sich so an, dass dann keine Granate in Schweizer Kartoffeln hineinkämen.

Bei dieser Gelegenheit erinnerte ich mich an einen Vorfall während meiner Bundeswehrzeit von 1966-1968. Ein Kamerad lud uns eines Tages in sein Haus ein. Er zeigte uns mit voller Stolz einen mit Sand und kleinen Muscheln verborgenen Gegenstand, den er als Kerzenständer umfunktioniert hatte. Wie er betonte, fand er das Gebilde an einem Strand in Spanien. Später stellte sich heraus, dass es eine Granate war.

Wischmopp und Besen als Waffe
Ein maskierter Täter mit einer schwarzen Pistole wollte die Kasse einer Tankstelle in Singen ausrauben. Wie dpa berichtete, kam die „toughe Frau“ ihrer Kollegin zu Hilfe und prügelte mit dem Holzstiel des Wischmopps auf den Unbekannten ein. Der war so perplex (verprügelt), dass er ohne Beute das Weite suchte.

Eine 80-jährige Reinigungsfanatikerin hatte sich zur Lebensaufgabe gemacht, öffentliche Parkplätze in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) zu säubern. Als eine 32-jährige Autofahrerin nicht umparken wollte, wurde die Betagte renitent. Sie schlug mit ihrem Besen auf den Kopf der Autofahrerin ein. Auch der Hund der Umparkunwilligen bekam etwas ab. Er wurde mit dem Kehrbesen traktiert. Die verletzte Frau zeigte die Renitente an.

2 komische Vögel in einer Nacht
Ein Mann wollte im Gasthaus „Adler“ in Hausen (Wiesental) eine Wirtin um ihre Einnahmen bringen. Die Gäste und Wirtin schlugen jedoch den Dieb in die Flucht. Was tat die Wirtin? Sie wollte nicht auf die Polizei warten, sondern verfolgte den Flüchtenden mit dem Fahrrad. Bald darauf war jedoch wie vom Erdboden verschwunden. Ein Zeuge, der vorher in der Wirtschaft war, sah kurze Zeit später einen verdächtigen Mann, nicht in dunkler sondern in weisser Kleidung. „Schon der zweite komische Vogel in einer Nacht“, dachte sich der Zeuge. Wie sich später herausstellte, war es derselbe Mann. Er hatte sich nämlich innert kurzer Zeit umgezogen. Der Täter, so wurde später ermittelt, war psychisch krank.

Er hortete Schuhe
Kaum zu glauben, dass es auch Männer gibt, die Schuhe sammeln. In Australien entdeckte die Polizei in der Wohnung eines Mannes 1000 Paar gestohlene  Schuhe. Sie waren in einem grossen Schrank versteckt. Wie die Polizei mitteilte, sei der Mann harmlos, er war einfach sehr fasziniert von Schuhen. Der Dieb lief jedoch immer mit denselben Schuhen herum.

Anonymer Dollarspender
Rolf Hess hat mir einen TV-Bericht von CBS News überspielt. In dieser Filmreportage wird über einen „Secret Santa“ aus Kansas (USA) rapportiert, der jedes Jahr 100,000 Dollar an arme Leute in verschenkt. In diesem Jahr wurde die Spende in Höhe von 100 Dollar-Scheinen über Sheriffs verteilt. Man sieht in dieser Reportage, wie überrascht die Autofahrer reagierten, ganz besonders, weil sie zuerst mit Sirene und Rot-Blaulicht verfolgt worden waren. So mancher Sheriff wurde umarmt. Hier kam eine echte Weihnachtsstimmung auf.

Wenn man schlecht hört
Rita Lorenzetti-Hess und ihr Mann Primo hören nicht mehr so gut. Da kommt es schon vor, dass das Gesagte falsch verstanden wird.
Während einer Fahrt mit der Tram nach Tiefenbrunnen, erhob sich Primo kurz vor der Haltestelle Höschgass, schaute eine Weile rückwärts und sagte zu ihr: „Chunsch (= kommst Du, im Dialekt gesagt) trotz Demenz?“
Rita Lorenzetti-Hess: „Als wir die Tram verlassen hatten, fragte ich, was denn dieser freche Spruch bedeute. Es stellt sich heraus, dass er ein Plakat wahrgenommen hatte, auf dem geschrieben stand: KUNST trotz Demenz.“

Weiteres Futter aus der Kuriositätenkiste von Heinz Scholz
08.12.2012:  Kuriositäten: Weiche Papsteier, turmspringende Schweine
03.07.2011: Kuriositäten: Windelkontrolle, Diktatorentoilette, Kirchensex
27.12.2008: Kuriositäten aus aller Welt: Das Schlafen und Hüpfen für Gott
07.01.2008: Kuriositäten vom Sport: „Wir haben mit Weissbier gedopt"
07.10.2007: Kuriositäten: Klage gegen Gott. Seidenhöschen im Vatikan
17.09.2007: Priester-Geschichten (II): Domherr baumelte am Glockenseil
28.08.2007: Priester-Geschichten (I): Wenn US-Pfarrer sexuell ausrasten
02.06.2007: Kuriositäten: Fussball auf Gletscher, Waffenlizenz für Baby
07.06.2006: WM-Kuriositäten: Halbzeitpizza, Fussballwurst, Knusper-Ball

 


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