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BLOG vom 06.07.2016


Gifte sind überall: Quellen und natürliche Entgiftung

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

 

Unsere Gesundheit wird von zahlreichen Schadstoffen bedroht. Die Luft, das Wasser, die Böden und die Nahrungsmittel sind mit giftigen Schwermetallen, Schädlingsbekämpfungsmitteln und anderen schädlichen Substanzen angereichert und gelangen so in den menschlichen Körper. In vielen Ländern wurden die Gefahren, die von diesen Schadstoffen ausgehen, unterschätzt. Industriebetriebe gingen häufig den bequemsten Weg zur Beseitigung der Abfälle und leiteten sie einfach in Flüsse, Seen und Meere. Die Folgen waren erschreckend. Menschen und Tiere erkrankten und starben oft qualvoll. So gibt es immer wieder Fälle von unkontrolliertem Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden in der Landwirtschaft. So wurde Cadmium im Reis, Arsen im Wasser und Quecksilber im Fisch nachgewiesen.

Dazu einige Beispiele: Micro Trace Minerals unter der Leitung von Dr. Eleonore Blaurock-Busch, untersuchte zwischen 2008 und 2009 die Haare und den Urin von 150 Personen, die in Punjab, Indien leben. Eingeschlossen in der Studie waren körperlich und geistig behinderte Kinder. In dieser Studie wurden erhöhte Mengen an Strontium in den Haargeweben nachgewiesen. 80 % zeigten eine Uranbelastung.

In den Jahren 2012 und 2013 wurden Tests bei Krebspatienten, die auch in Punjab leben, durchgeführt. Das Besondere war, dass auch gesunde Menschen, die mit den Krebspatienten im gleichen Haushalt lebten, untersucht wurden.  Fast alle zeigten hohe Werte an Barium, Blei, Strontium, Mangan und Uran.

Es wurden auch Menschen in Mexiko-City, in Südafrika, Indonesien, Hong Kong, Taiwan, Australien, Südamerika und Europa untersucht. Auch hier waren toxische Expositionen weit verbreitet. „Metallbelastungen sind das Erbe der Industrierevolution und die gesundheitlichen Auswirkungen sind zwar bereits sicht- und spürbar, aber noch nicht absehbar“, berichtete Dr. Eleonore Blaurock-Busch.

Schadstoffwege zum Menschen
Regen, Staub, Wind, Nahrung, Trinkwasser, Zigarettenrauch. Pflanzen, die auf mit Phosphatdünger behandelten Böden wachsen, können Arsen, Kadmium, Blei enthalten. Eine weitere Belastung stellt das Herauslösen von Quecksilber aus Amalgamplomben dar.

Akute Vergiftungen mit den toxischen Elementen sind aufgrund der Arbeitsschutzbestimmungen bei uns selten geworden, die chronischen Vergiftungen jedoch sind immer noch häufig.

Toxische Schwermetalle binden bevorzugt an die Funktionszentren von Enzymen und Eiweissstoffen. Da die Bindungsfähigkeit der toxischen Schwermetalle höher ist als jene der Spurenelemente Zink, Kupfer, Mangan, verdrängen sie die lebensnotwendigen Elemente. Die Folge ist ein Funktionsverlust der Enzyme. Organschäden stellen sich ein. Besonders anfällig sind Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse und das Zentralnervensystem.

Enzymsysteme wichtig für die Entgiftung
Es wird immer die Frage gestellt, warum Menschen durch Toxine mehr geschädigt werden als andere. Warum das so ist, wird so erklärt: In unserem Körper gibt es genetische Entgiftungssysteme, die eine schützende Funktion ausüben. Leider besitzen nicht alle Menschen von Geburt an ein gut funktionierendes Enzymsystem. Bei diesen ist die Tendenz zur Anreicherung radikaler oder toxischer Substanzen erhöht. Studien wiesen nach, dass bei einem Drittel bis zur Hälfte aller Europäer das wichtige Entgiftungsenzym GSTM1 (Glutathion Transferase T1) fehlt. Bei anderen Menschen sind zwar weitere Entgiftungssysteme vorhanden, die jedoch nicht funktionsfähig sind.
Laut amerikanischer  Studien fehlt bei 23 bis 41 % der Bevölkerung mit afrikanischer Herkunft und bei 32 bis 53 % der asiatischen Bevölkerung eines der wichtigen Entgiftungsenzyme.
„Fehlen Enzymsysteme, so muss der Körper stärker vor Umweltgiften geschützt werden und die nicht vollständig funktionierende interne Entgiftung muss gezielt unterstützt werden“, so Dr. Eleonore Blaurock-Busch.

Hinweis: Micro Trace Minerals bestimmt die im Blut vorhandenen Detoxifikations- und Antioxidativen Enzyme.

Nur wenn man die genetisch verursachten Entgiftungsfähigkeiten kennt, kann man den Körper entsprechend schützen. Micro Trace Minerals: „Wir können präventive Massnahmen ergreifen wie z. B. Expositionen vorbeugend vermeiden oder deutlich reduzieren.“
Dadurch ist es möglich, die körpereigene Entgiftungsfähigkeit zu unterstützen und zu stärken. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch ein Nachweis, ob bestimmte Nährstoffdefizite  (z. B. Kupfer, Zink, Mangan) vorliegen. Diese müssen beseitigt werden.

Die Enzyme bestehen aus einem grossen Eiweisskörper, den man Apoenzym nennt, und einem kleinen Teil der Wirkgruppe oder dem Koenzym. Wichtige Koenzyme sind Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe (Mengenelemente). So wären beispielsweise etwa 300 Enzyme ohne Magnesium  wirkungslos. Auch die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Kobalt, Selen und Zink sind wichtig für den Aufbau von bestimmten Enzymen. So ist die selenhaltige Glutathionperoxidase in der Lage, die Bildung „freier Radikale“ zu unterbinden oder diese zu zerstören. Das Spurenelement Zink aktiviert 70 für den Menschen wichtige Enzyme.

Sanfte Entgiftung mit Nährstoffen
In der Vergangenheit kamen zur Entgiftung Lebensmittel mit schwefelhaltigen Inhaltsstoffen wie Knoblauch und Bärlauch zur Anwendung. Heute sind Monosubstanzen üblich. Die Nährstoffe müssen jedoch in ausreichenden Mengen zugeführt werden, um eine effektive Metallbindung zu gewährleisten.  „Das alles erfordert eine individuelle Behandlung, die zwar ein orthomolekular-therapeutisches Wissen und Zeit erfordert, aber keineswegs teuer sein muss“, betonte Dr. E. Blaurock-Busch.
Betrachten wir einmal die Nährstoffe für die effektive Entgiftung näher.

Vitamin C (Ascorbinsäure):  Vitamin C ist ein universeller Aktivator des Zellstoffwechsels. Es ist beteiligt an der Energiegewinnung, am Aufbau bestimmter Substanzen und an Entgiftungsprozessen. Raucher, Schwangere, Stillende, Sportler und gestresste Personen benötigen mehr Vitamin C. Auch nach operativen Eingriffen wurde ein erhöhter Bedarf nachgewiesen. Umwelttoxine erhöhen den Vitamin-C-Bedarf. Eine erhöhte Einnahme von Vitamin C reduzierte die Blutbleiwerte erwachsener Raucher erheblich. Dieser Effekt wurde in Studien auch  bei kleinen Kindern und Erwachsenen festgestellt.
„Der Vitamin-C-Spiegel korreliert mit dem Blutbleigehalt“, bestätigte Prof. Dr. med. Joel Simon. „Die kausale Beziehung ist der Beweis, dass Vitamin C auch Bleivergiftungen vermeiden kann.“

Bioflavone oder Bioflavonoide: Diese Pflanzenstoffe (Flavonoide) wirken antioxidativ und unterstützen die Funktion von Vitamin C. Wichtig ist die Aufnahme von bioflavonhaltigen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse. Die Stoffe kommen besonders reichlich in Zwiebeln, rote Paprika, Broccoli, Beeren oder Zitrusfrüchte vor.

Alpha Liponsäure: Die schwefelhaltige Fettsäure spielt eine wichtige Rolle als Coenzym bei vielen Stoffwechselvorgängen und bei der Abwehr freier Radikale im Körper. Die Fettsäure ist vor allem in Leber, Niere, Herz und in pflanzlichen Produkten wie Spinat, Reiskleie, Brokkoli und Tomaten vorhanden.

Vitamin E (Tocopherol): Das fettlösliche Vitamin wirkt als Antioxidans. Vitamin E hemmt die Entstehung schädlicher Stoffe, schützt die Bausteine der Zellmembranen vor Zerstörung durch Sauerstoff und Umweltgifte. Es verlangsamt Alterungsprozesse und schützt vor Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Vitamin verbessert die Aufnahme von Selen und unterstützt die Entgiftung von Quecksilber.

Schwefelhaltige Aminosäuren:  Cystein und Glutathion spielen bei der Entgiftung eine wichtige Rolle. Das Cystein bzw. in Form von N-Acetylcystein dient als Therapeutikum bei Silber-Vergiftungen und vorbeugend bei Strahlenschäden. Das Antioxidans Glutathion spielt bei der Entgiftung von Metallen eine wichtige Rolle. So ist es befähigt Quecksilber und Blei zu binden und die Giftigkeit von Schimmelpilzgiften und Nebenwirkungen von Medikamenten zu vermindern.

Entgiftungsprotokolle und Beispiele
Entgiftungsprotokolle auf Nährstoffbasis für Erwachsene und Beispiele aus der Praxis sind in dem Buch „Sanfte Entgiftung“ aufgeführt. Spezielle Therapeuten werden sicherlich nach diesen Vorschlägen vorgehen.

Als Beispiele wurden genannt: Olivers Bleibelastung und wie Haarmineralienanalyse-Ergebnisse sein Leben rettete (s. Blog vom 29.06.2016: Giftige Metalle im Körper: Nachweis und Entgiftung) oder eine Quecksilberentgiftung, die Hautprobleme beseitigte. Auch wurde die Ursache von kreisrundem Haarausfall mittels Haarmineralanalyse erkannt. Bei dieser Frau kam es zu einer hohen Bleibelastung durch Wasser, das durch Bleileitungen floss. Sie wurde erfolgreich mit Nährstoffen entgiftet.

Internet
www.microtrace.de

Literatur
Blaurock-Busch, Eleonore: „Sanfte Entgiftng“ (Die natürliche Entgiftung), Micro Trace Minerals GmbH, Hersbruck 2014-2015.
Blaurock-Busch, Eleonore:  „Orthomolekulartherapie in der Praxid“ (Mit Nährstoffen heilen), Natura Med Verlag, Neckarsulm 1995.
Busse, Wolfgang; Scholz, Heinz: „Das ABC der Vitalstoffe“, Haut Verlag, Heidelberg 2001.
Scholz, Heinz: „Vitamine“, Kneipp-Verlag, Bad Wörishofen 1988.

Hinweis auf einen Blog über Nachweis und Entgiftung
29.06.2016: Giftige Metalle im Körper: Nachweis und Entgiftung

 


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