Textatelier
BLOG vom: 01.04.2005

Farewell: Himmelfahrt mit Knalleffekt statt Beerdigung

Autor: Emil Baschnonga

Zuerst dachte ich, es handle sich um einen Aprilscherz. Der Artikel – betitelt: „Going out with a bang“ – erschien jedoch am 31. März 2005 in der englischen Presse. Also musste es stimmen, dass die Asche des eben mit 83 Jahren verstorbenen Ronald Cook von seiner Frau mit Raketenknall Richtung Himmel abfeuerte wurde. 

Der gute Mann, ein ehemaliger Schreiner, lebte sehr häuslich, am liebsten vor seinem Fernsehapparat. Er wich höchst ungern von seiner Routine ab. Diese Himmelsfahrt vollzog sich auf einem Spielplatz im Beisein der ganzen Familie und Verwandtschaft. Anschliessend gingen sie allesamt zum Leichenschmaus, tranken und assen fröhlich zur Feier des Tages, wie es sich schickt, wiewohl von einer Leiche keine Rede mehr sein konnte. 

Diese Glanzidee stammte von der Firma „Heavens Above“. Dieses lobenswerte Unternehmen bietet 3 Sorten von Himmelsfahrten an: die spektakuläre Abschiedsnahme, die Erlösung mit einem Knall und das sanfte „Farewell“. Die Zeremonie kann mit Abschiedsklängen aller Art synchronisiert werden und kostet von £ 1500 an aufsteigend. 

Der Inhaber von „Heavens Above“ erklärte: „Das Feuerwerk ist eine Metapher. Es sprüht Farbfunken und ist in Kürze vorbei, ganz genau wie das Leben auch.“ 

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