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BLOG vom 05.09.2005


Reaktionen auf Blogs (19): Pharmahörige Abwracker am Werk

Präsentation der Leserpost: Walter Hess

Der Umstand, dass viele heilbare Zivilisationskrankheiten nur therapiert, verschleppt und in chronische Krankheiten umgewandelt werden, müsste eines der zentralen Themen in der krankheitspolitischen Diskussion sein. Denn da geht es einerseits um Fehlbehandlungen (in der Medizin-Branche beschönigend als „Kunstfehler“ bezeichnet) und anderseits um die Veranstaltung von Milliardenkosten.

Im Blog „Das süsse Milliardengeschäft mit den Zuckerkranken“ habe ich mich am 31. 7. 2005 aufgrund von Unterlagen des Forschers und Ernährungswissenschaftlers Dr. Johann Georg Schnitzer mit solchen Aspekten befasst. Diese Arbeit hat eine unwahrscheinliche Resonanz entfaltet, die bis heute angehalten hat, so dass es angezeigt schien, dieses Tagebuchblatt ausschliesslich den Nutzer-Reaktionen auf jene Darstellung und die thematischen Folge-Blogs (9. 8. 2005: „Reaktionen auf Blogs 16: Ärzte, die nicht heilen wollen“; 20. 8. 2005: „Reaktionen auf Blogs 17: ‚Götter in Weiss’ angeschwärzt“) zu widmen. An brisanten Zuschriften fehlt es nicht.

Gesunde Arztferne

Der Tenor der Zuschriften läuft darauf hinaus, dass ein möglichst arztfernes Leben die besseren Gesundheitschancen bietet. Mit „Arztfern leben“ überschrieb „Der Spiegel“ schon vor mehr als 2 Jahrzehnten (Nr. 39, 1982, S. 248−249) einen Bericht über eine grosse amerikanische Bluthochdruck-Langzeitstudie, die kurz zuvor im „Journal of the American Medical Association“ veröffentlicht worden war. Bei der Studie hatte sich herausgestellt, dass die Unbehandelten bessere Überlebenschancen hatten als die Behandelten.

Die Studie lief 10 Jahre mit 12 866 Probanden und kostete 115 Millionen USD. Überraschender Befund: In der intensiv medizinisch betreuten Gruppe gab es im beobachteten Zeitraum rund 65 % mehr Todesfälle als in der Kontrollhälfte mit gleichem Ausgangsbefund, aber arztferner Lebensführung.

Die konsternierten medizinischen Experten: Dieses Ergebnis sei zurückzuführen auf „eine möglicherweise ungünstige Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten bei bestimmten, aber nicht allen an der Studie beteiligten Patienten mit Bluthochdruck.“ „Der Spiegel“ hierzu: "Wenn es zuträfe, dass diese Mittel, die den Herztod bremsen sollen, ihn in Wahrheit bei bestimmten Patienten beschleunigt herbeiführen, wäre das eine weitere Katastrophe der modernen Medizin.“

Die amerikanischen Experten hielten dies, aufgrund der eben abgeschlossenen Studie, für wahrscheinlich („most likely“). Der Verdacht, erklärten sie, müsse alsbald „genauer untersucht werden“. Damit schliesst der Artikel. Davon, dass der Verdacht danach genauer untersucht worden wäre, hat man nie mehr etwas gehört oder gelesen.

Dass die übliche Behandlung des Bluthochdrucks tatsächlich „eine weitere Katastrophe der modernen Medizin“ ist, und dass anderseits der Bluthochdruck durch Ausschaltung seiner Ursachen und ohne die einträgliche Pillenbehandlung in wenigen Wochen geheilt werden kann, geht aus den Auswertungen der im Internet auf Dr. Schnitzers Website laufenden Bluthochdruckstudie hervor:

http://www.dr-schnitzer.de/bluthochdruckstudie02-auswertungen.html

Lebensrettende Ärztestreiks

Dazu passt auch dieses bekannte Kollateral-Ergebnis eines Ärztestreiks im grössten Hospital in Israel, auf das mich Dr. Schnitzer kürzlich hinwies:

„Gemäss einer im ‚Britisch Medical Journal’ vom Juni 2000 veröffentlichten Untersuchung gingen nach 3 Monaten Streik der israelischen Ärzte die Todesfälle massiv im ganzen Land zurück. In Jerusalem berichtete das grösste Bestattungsunternehmen von nur 93 Todesfällen im Monat Mai, gegenüber 153 Todesfällen im Vorjahr (1998: 133; 1997: 139).

Ähnliche Zahlen wiesen die anderen Städte auf. Einzige Ausnahme war Haifa. Dort gibt es nur ein Spital, und das Personal beteiligte sich nicht am Streik. Deshalb gab es dort gleich viele Todesfälle wie in den Vorjahren.

Die Jerusalemer Beobachtung war bei weitem kein Einzelfall: Bereits 1983 konnte man denselben Effekt bei einem 4,5 Monate andauernden Ärztestreik in Israel feststellen. Und im Jahr 1973 gingen während eines 1-monatigen Streiks in ganz Israel ebenfalls die Todesfälle um 50% zurück. Als Grund gaben die Ärzte an, sie hätten nur noch Notfälle behandelt und ihre ganze Energie auf die wirklichen Kranken konzentriert.

Es bleibt jedem selbst überlassen, sich seine Gedanken dazu zu machen.“ (Bericht mit freundlicher Genehmigung von AEGIS-Schweiz) http://www.homoeopathie-bernhardt.de/Nachrichten.htm

Die Beerdigungsinstitute konnten nach Streikende wieder aufatmen: Ihre Geschäfte erholten sich alsbald nach Wiederaufnahme der ärztlichen Tätigkeiten auf das gewohnte Niveau.

System mit Pharma-Überbau

Wahrscheinlich macht man es sich allerdings zu einfach, wenn man die Ärzte allein für die unhaltbar gewordenen Zustände in Form eines offensichtlichen Gesundheitszerfalls verantwortlich macht. Es gibt gute Ärzte, die ihr Mögliches in Sachen Heilung tun, und zudem sind die Mediziner in ein System eingebunden, in dem auch die pharmazeutische Industrie (auch via die Arztausbildung) eine wesentliche Rolle spielt.

Richard Rathsmann (E-Mail: Ricrathsman@aol.com) äusserte sich engagiert zu solchen Fragen; er ist Maschinenbau-Ingenieur, hat sich aber auch zu Gesundheitsfragen tiefschürfende Gedanken aufgrund persönlicher Erfahrungen gemacht:

„(...) Und ich zweifle noch, ob Ärzte nicht heilen wollen oder nicht heilen können. Vielleicht sind sie gesetzesmässig zu pharmaverschreibenden Bürokraten im engen billigen zulässigen Pharmaspektrum und zulässigem Budget verkommen, in Sorge um die Existenz ihrer Praxis. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ein Arzt heute noch auf die Idee kommt, ein einfaches wirksames altes Hausmittel anzuordnen − ohne Nebenwirkungen.“

Die „Big Pharma“ wirkt mit

Im Blog „Nicht die Gewinne von Big Pharma sind unethisch ...“ (25. 7. 2005) wurde von Lislott Pfaff der bezeichnende Begriff „Big Pharma“ geprägt, der einen Anklang an den „Big Brother“ hat. Mit den Wirkungen dieser Grossmacht setzte sich Richard Rathsmann ebenfalls auseinander:

„Ich weiss schon, dass ‚Big Pharma’ so etwas wie eine Mafia ist, deren ‚Soldaten’ die Aufgabe haben, einflussreiche Gesundheits-Personen in Medizin und Politik von ihnen abhängig zu machen – im Grunde durch Bestechungen zu kaufen −; sie schwimmen ja im Geld. Das geschieht leider nicht nur europa-, sondern weltweit. (Angesichts des Verhaltens von Big Pharma können wir froh sein, dass es Trinkwasser noch rezeptfrei gibt. Schottisches Gebirgswasser ist oder war schon rezeptpflichtig − das ‚Rock Water’ aus der Reihe der Bach-Blüten.)

Auch ich habe erlebt, dass Fachärzte mit eigener Praxis lediglich untersuchen, jedoch nicht therapieren und tatsächlich nach dem dummen Grundsatz gehen: Nur ein kranker Patient ist ein guter Patient. Und er wird nur im äussersten Notfall in eine Klinik überweisen.“

Vorbehalte gegenüber Blutdrucksenkern

Rathsmann befasst sich in seinem Schreiben auch mit den Blutdrucksenkern und deren Folgen:

„Als Betroffener habe ich besondere Vorbehalte gegenüber den Blutdrucksenkern: Die von den Kardiologen höchstgelobten Betablocker, welche das Herz insbesondere vor Stress schützen sollen, führen nach meiner Erfahrung zur koronaren Herzerkrankung, Verdickung der Herzwände und damit schliesslich zu Vorhofflimmern, Schlaganfall, Augenthrombose usw. Eine Folge ist die Markumar-Abhängigkeit mit Knochenschäden. Jeder, der Betablocker einnimmt, hat erlebt, wie schlecht durchblutet zum Beispiel die Finger im Winter sind; er beginnt leicht zu frieren.

Für Schwangere sind Betablocker verboten, weil sie die Versorgung des Fötus durch Verengung der Blutgefässe der Placenta und Nabelschnur sehr beeinträchtigen. Das Gleiche passiert bei deren Einnahme natürlich auch mit den Herzkranzgefässen! Mein Freund hat als Nebenwirkung die ‚Induratio Penis plastika’ bekommen, die bei alten Betablockern im Beipackzettel als Nebenwirkung aufgeführt ist − nicht aber bei den ‚guten neuen’ Betablockern, die besser sein sollen. Bei denen sind die bekannten Nebenwirkungen von Betablockern einfach nicht aufgeführt; denn sie müssen von den Patienten ja erst noch getestet werden − kriminell. Und, so viel ich weiss, hat unsere (gekaufte??) Gesundheitsministerin in Deutschland als Sparmassnahme die Prüfung aller Medikamente neuerdings auf die Pharmaindustrie übertragen − also gar keine Kontrolle mehr! Freie Fahrt für Big Pharma!

Einige Kalziumantagonisten (können, individuell verschieden) zur Ablösung des Zahnfleisches von den Zähnen führen − wie bei mir. Zusammenwirkend mit Markumar ist das fatal. Man kann sich praktisch nicht mehr ohne Blutbad die Zähne putzen. Das Ergebnis auf einen Nenner gebracht: Zahnausfall durch diese Bluthochdrucksenker!

Welcher Patient kennt denn schon diese Zusammenhänge? Und für die Kardiologen gibt es keinen menschlichen Organismus, sondern einzig und allein nur das Herz: ‚Nehmen Sie mal genau dieses Medikament immer weiter − alle Blutdrucksenker haben keinerlei Nebenwirkungen.’ Das hat mir ein autoritärer Kardiologe gesagt.

Als ich meinem guten Hausarzt (nicht meinem Kardiologen) sagte, ich verliere meine Zähne − sie wackeln schon −, substituierte er versuchsweise einen meiner Blutdrucksenker durch das neue Medikament Verapimil retard ratiopharm mit dem Erfolg, dass diese Zahnfleischablösung von den Zähnen nicht mehr stattfand, obwohl auch diese mögliche Nebenwirkung auf dem Beipackzettel von Verapimil stand − es ist eben individuell verschieden.

Meine Zähne waren allerdings schon hin und schmerzten; für das Kauen hatte ich nur noch wenige schadhafte schmerzende Molaren. Ich besann mich auf die indische Notfallmedizin nach Ravy Roy und nahm einige Globuli Mercurius solubilis Hanemanni in der hohen Potenz C 200 unter die Zunge und liess sie dort zergehen, dabei etwas meditierend. Obwohl ich gar kein Amalgam (Mercurius) an den Zähnen habe, wirkte erstaunlicherweise dieses Mittel total, und ich bin schon lange schmerzfrei. Solche unglaublichen heilsamen Wirkungen faszinieren mich! Und obwohl es mir als nüchterner Ingenieur sehr schwerfällt, an homöopathische Mittel zu glauben, helfen sie mir zuverlässig auch in anderen Situationen. Dabei komme ich mir vor wie der Zauberlehrling.

So muss nun meine Zahnärztin nun nicht immer weiter ruinierte schmerzende Zähne ziehen, und ich habe noch etwas Zeit bis zum künstlichen Gebiss.

Diuretika (ganz besonders Lasix) senken anfangs den Blutdruck, aber entziehen dem Herzen die ‚herzaktiven Nährstoffe’ ( L-Carnitin, Coenzym Q 10 und Nikotinsäure) durch Weitstellen der Nieren. Folge: Noch schwächeres Herz: Dicke geschwollene Wasserfüsse, Wasserunterschenkel mit schwarzverfärbter Haut! Gegenmassnahme des Kardiologen, Hautarztes, Phlebologen: Gummistrümpfe! Die Fachärzte kommen mir damit vor wie fantasielose pharmahörige Abwracker. Sie sind der Ansicht: Mit diesen gesundheitlichen Gebrechen eines Herzschadens gibt es keine andere Überlebensalternative.

Die Diuretika habe ich nun ersetzt durch Petersilien-Presssaft aus dem Reformhaus, den ich mir zu Eiswürfeln einfriere und täglich einen Würfel auftaue und einnehme.

Noch etwas anderes, was mir gerade einfällt: Der Grenzwert für schädliches Blutfett (LDL) wurde deutlich gesenkt, um mehr Blutfettsenker verkaufen zu können. Dies geschah mit der Erwartung auf das Folgegeschäft aus der Nebenwirkung der Blufettsenker: Dem Verkauf von Chemotherapieprodukten für Krebskranke. Denn die Blutfettsenker bedingen glücklicherweise als Nebenwirkung Krebs ... In den USA soll dieser Grenzwert für schädliches Blutfett noch deutlich höher liegen als bei uns.

Meine frühere Heilpraktikerin Ulla Kinon vertrat diese Ansicht: Es gibt keine Normalwerte, die Grenzwerte sind individuell verschieden. Allerdings hatte sie auch feinere unmittelbare Untersuchungsmethoden über Elektroakupunktur und die Mora-Therapie. Sie weihte mich in ihre Arbeit ein, und ich konnte es kaum glauben, was möglich ist − so wie ich auch heute immer noch an der Wirkung homöopathischer Mittel zweifle, obwohl mir deren Anwendung in Notfällen (Indische Notfallmedizin) zuverlässig hilft.

Bei aller meiner Kritik an den Pharmafirmen muss ich allerdings eingestehen, dass es unverzichtbare lebensrettende Medikamente gibt.“

Mit freundlichen Grüssen, Richard Rathsmann

Ungeheuerliche Vorgänge statt Berufsethik

Solche Berichte bezeichnete Dr. Johann Georg Schnitzer in einem Rundschreiben einmal als „Zeugenaussagen zu einem ebenso ungeheuerlichen wie logischen Vorgang: Wirtschaftsgruppen, die von Krankheiten und deren Ursachen leben, verschweigen und verhindern Heilungsmöglichkeiten. Ungeheuerlich, weil der Vorgang durch den falschen Heiligenschein medizinischer ‚Berufsethik’ verschleiert und mit ‚wissenschaftlichen Studien’ abgedeckt wird, die in Wirklichkeit Studien über die Entwicklung des Krankheitsmarktes sind.

Die involvierten Wirtschaftsgruppen werden das florierende und weiter wachsende Geschäft mit den Krankheiten nicht von sich aus aufgeben. Auch die Politik − da durchsetzt von den Interessenvertretern jener Wirtschaftsgruppen − wird nichts dagegen unternehmen. Es wird also noch viel schlimmer werden, bevor es besser werden kann.

Die einzige Kraft, die etwas gegen diese beherrschende ‚Matrix’ und für die natürliche Gesundung und Gesundheit der Bevölkerung und des Nachwuchses tun kann, ist jedermann ganz persönlich. Wenden Sie deshalb das Ihnen zugängliche Wissen in Ihrer Familie an, und informieren Sie Ihre Freunde und Kollegen.“

Ein Trost, dass es solch einsichtige Menschen bereits gibt. Zum Blog „Kranksein als Bürgerpflicht: Therapieren statt heilen“ (5. 7. 2005) schrieb Ronald Luckmann (E-Mail: ronluck@gmx.de):

„Hallo, Herr Hess, auch dieser Beitrag, auf den ich beim Blättern in Ihren Blogs stiess, ist plausibel und aufschlussreich.“

Ist Kranksein Bürgerpflicht?

Der auf die Schnitzer-Homepage zurückgehende Begriff vom „Kranksein als Bürgerpflicht“, der ins Blogatelier im Zusammenhang mit den unterlassenen Heilungsbemühungen Eingang fand, wurde vom „Forum Ernährung“ aufgegriffen. Harry Biber hatte die Texte verlinkt und zur Diskussion gestellt:

www.dr-schnitzer.de/kranksein-buergerpflicht.html
oder auch:

www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=1026
www.dr-schnitzer.de/medicusquovadis-d.html

... und Biber schrieb dazu, das seien Beiträge „... zum Thema Volksverarschung durch unsere Obrigkeit − ohne Krankheiten bricht unser Wirtschaftssystem zusammen.“

Hier die darauf eingetroffenen Forumsbeiträge:

„Ich habe in meiner engeren Verwandtschaft zwei Diabetiker vom Typ II. Der eine hält sich an die Empfehlungen seines Arztes und der ‚Ernährungsberater’; der andere hält sich an die von mir empfohlene Low-Carb-Ernährung. Diese ist nichts anderes als die Schnitzer Normal- bzw. Intensivkost.

Ergebnis: Ersterer muss sich ständig hohe Dosen von Insulin spritzen, um seinen Blutzuckerspiegel im Griff zu halten. Der Zweite kommt mit einer Tablette täglich aus. Was dazu kommt: Er muss nicht auf die von ihm heiss geliebten Haxen und Schwenkbraten verzichten.

Ich beschäftige mich jetzt seit 1 Jahr intensiv mit dem Thema Ernährung und deren Folgen. Das Wichtigste, das ich bisher gelernt habe, ist: Wenn jemand etwas zu dem Thema Ernährung sagt, muss man als Erstes herausfinden, welche Interessen hinter dem Gesagten stehen. Ohne dies zu wissen, kann man mit der Aussage nichts anfangen. Ernährung ist halt ein Riesengeschäft!

Thunderdog

03.08.05 22:52

Riesengeschäft Ernährung: Du sagt es − fast alle wollen (ab)kassieren. Dr. Schnitzer allerdings, da kannst Du sicher sein, bestimmt nicht, habe selten einen so selbstlosen ‚Aufklärer’ gesehen (die gleichnamige Firma, die Gesundheitsartikel vertrieb, hat er bereits vor Jahren verkauft).

Harry

04.08.05 15:12

„Thunderdog“ fügte dann noch bei, es sei egal, wie man eine gesunde Ernährung benenne, die Hauptsache sei, sie sei gut und helfe. Und er brachte es auf den Punkt:

„Fantastisch ist doch, wie man mit sehr einfachen Mitteln Riesenerfolge erzielen kann!“

Im Prinzip hat er Recht; aber die Low-Carb-Diät (Abkürzung für „wenig Kohlenhydrate“) hat mit der Schnitzerkost wenig am Hut. Sie steht der fleischlastigen Atkins-Diät im Zeichen des Pleitegeiers schon näher, welche nach Mitteilung von Dr. Schnitzer zu einem prädiabetischen Zustand mit erhöhter Ketonkörperbildung führt, und durch die so bewirkte Appetitlosigkeit in einer Art Teufelskreis eine gefährliche Art des Abnehmens erzeugt. „Schnitzer-Kost“ hingegen ist eine natürliche, artgerechte, pflanzlich basierte Ernährung, die auf der frugivoren (Frucht im Sinne dessen, was auch heute noch der Bauer als Frucht im weitesten Sinne bezeichnet) Urnahrung des Menschen beruht (“zivilisierte Urnahrung“ – siehe http://www.dr-schnitzer.de/sin001.htm) Von „Haxen und Schwenkbraten“ rät Dr. Schnitzer dringend ab, weil solches jegliche Heilungsaussichten zunichte macht.

Die kritische Masse

Wenn sich ein Grossteil der Bevölkerung die von ihr teuer bezahlte Schulmedizin in der beschriebenen Form nicht mehr bieten lässt, wird auch die Politik reagieren müssen. Doch wann wird die „kritische Masse“ endlich erreicht sein. Klaus Dolling (E-Mail: dolling@t-online.de):

„Wie in Ihrem Beitrag ‚Das süsse Milliardengeschäft mit den Zuckerkranken’ richtig dargestellt wird, ist die Informiertheit der Bevölkerung das wichtigste Instrument im Kampf gegen das Pharmakartell.

Da sich die am meisten konsumierten Massenmedien aber in den Händen des ‚Gegners’ befinden, bleibt den Informierten hauptsächlich die Mund-zu-Mund-Propaganda. Wie mühselig es ist, die Menschen aus ihrer traditionellen Lethargie des Glaubens an die ‚Götter in Weiss’ zu befreien, kenne ich aus eigener Anschauung, seitdem ich zur gesunden Lebensweise gefunden habe.

Wichtig wäre es daher, alle Kräfte zu bündeln und die einzelnen Erkenntnisse z. B. von Dr. Schnitzer, Dr. Matthias Rath, Franz Konz und den vielen anderen zusammenzuführen. Solange wir uns gegenseitig noch widersprechen, können Versuche von Faktenverdrehung der Gegenseite besser einschlagen. Die Zeit für ein konzertantes Auftreten der positiven Kräfte ist gekommen. Wir sollten sie nutzen, bevor es zu spät ist.“

Baut sich die notwendende kritische Masse auf, oder ist, abgesehen von vielen Ausnahmen zwar, die verblödende Masse im Zunehmen begriffen? In einer E-Mail schrieb mir Dr. Schnitzer dazu:

„Ich glaube zunehmend, dass es nicht auf den Prozentsatz in der Gesamtbevölkerung ankommt, sondern auf den Prozentsatz innerhalb jener höheren Bevölkerungsschicht, welche ‚tonangebend’ ist und von der Gesamtbevölkerung als nachahmenswertes Vorbild betrachtet wird.

Stellen Sie sich einmal vor, wie viel weitreichender die Nachahmungswirkung wäre, wenn z. B. die (sich übrigens exzellent und mit Humor vermarktende) Barbie-Ikone Paris Hilton sagen würde: ‚Hi, nice to meet you − I'm a Vegetarien, just because it's ‚in', and because I don't like animals to be killed to feed me by their meat’ − als wenn das z. B. der Kassierer der Gemeindekasse äussern würde.

Zur ‚verblödeten Masse’ hat Albert Einstein Folgendes gesagt: ‚Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind: Das Universum und die Dummheit der Menschen. Bei ersterem bin ich mir nicht ganz sicher.’

Was Albert Schweitzer zu diesem Thema sagte, können Sie bereits auf Ihrer eigenen Website nachlesen:

http://www.textatelier.com/print.php?id=3&typ=3&navgrp=3&link=435&print=1 .“

Was ist von Dr. Matthias Rath zu halten?

In verschiedenen Stellungnahmen, die dem Textatelier zugegangen sind, tauchte der Name Matthias Rath auf. Ich bat Dr. Schnitzer, mir seine Meinung über diesen spektakulär wirkenden, unkonventionellen Vitamine-Propagandisten mitzuteilen. Hier seine Stellungnahme:

Dr. Rath setzt den Ansatz des Nobelpreisträgers Linus Pauling fort (dessen Schüler er auch ist), der mit hoch dosiertem Vitamin C Heilwirkungen erzielte. Dr. Rath erweiterte diesen Ansatz um weitere Vitamine, was logisch und konsequent ist. Ich halte die Ergebnisse von Dr. Rath bei Schwerkranken für beachtlich, und sein Ergebnis, wie durch Kombination mit Lysin und Substanzen aus grünem Tee die Metastasenbildung bei Krebs verhindert wird, für beachtlich.

Lysin ist eine jener essentiellen Aminosäuren (Eiweissbausteine), die beim Kochen von Gemüsen und Obstsorten, welche Zucker enthalten, ab 70 °C aufgrund der Maillard-Reaktion eine unlösliche, unverdauliche und nach meiner Beobachtung schädliche Verbindung eingehen − wodurch das wichtige Lysin für die Regeneration des Organismus und dessen Gesundheit nicht mehr zur Verfügung steht und Schadwirkungen entstehen (z.B. werden Kapillaren brüchig).

Unter anderem deshalb rate ich vom Kochen von Obst und Gemüse ab, mit der Ausnahme von Kartoffeln, die keinen Zucker, sondern nur Stärke enthalten (mit welcher diese Reaktion nicht abläuft).

Die Medien behandeln Dr. Rath in einer bösartigen, niederträchtigen Weise, die jeglichem journalistischem Anstand Hohn spricht und ausserdem einen wichtigen journalistischen Grundsatz vermissen lässt: ‚Audiatur et altera pars’ − ‚auch die andere Seite muss gehört werden’. Man geht gegen Dr. Rath mit versteckten Kameras und mit Äusserungen seiner schulmedizinischen Gegner vor, während diesem keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegen erhobene Vorwürfe und Unterstellungen gegeben wird. Die Medien machen sich hier zu Lobbyisten jener Wirtschaftsgruppen, deren Existenzgrundlage die künstlich chronisch und ‚unheilbar’ gehaltenen Krankheiten sind.

Zu dem von Klaus Dolling ebenfalls erwähnten Klaus Konz:

In Bezug auf die Getreide irrt Konz; er ignoriert sowohl die historischen und prähistorischen Tatsachen als auch die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und praktischen Erfahrungen; siehe z.B. den ‚Schnitzer-Report’ und unsere aktuelle Bluthochdruckstudie:

http://www.dr-schnitzer.de/intrasearch.html#Schnitzer-Report

http://www.dr-schnitzer.de/intrasearch.html#Bluthochdruck

Man lese hierzu ausserdem:

Prof. Dr. med. Werner Kollath: ‚Getreide und Mensch, eine Lebensgemeinschaft’

http://www.dr-schnitzer.de/kollath-getreide-und-mensch.htm.“

Soweit die Stellungnahme aus Friedrichshafen.

Zu Mathias Rath äusserte sich Richard Rathsmann seinerseits so:

„Stellenweise habe ich mich (im oben wiedergegebenen Kommentar) auf Dr. Rath bezogen, dessen überaktives, vielleicht auch überselbstbewusstes Engagement (nun sogar mit seiner eigenen Partei) penetrant erscheint, jedoch glaube ich dennoch, dass er die europaweiten / weltweiten gesundheitspolitischen Vorgänge durchschaut.“

Ja, das Durchschauen ist heute eine existenziell wichtige Tätigkeit. Das wäre die Grundlage, um das schwer krank darniederliegende Krankheitswesen (das nichts mit einem Gesundheitswesen zu tun hat) zu heilen. Oder ist es etwa bereits im komatösen Stadium der Unheilbarkeit angelangt?

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