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BLOG vom 26.07.2006


Nahost-Kriegsopfer: Anklage mit roten Protestballons!
Autor: Emil Baschonoga
 
Arg verspätet trafen sich am Mittwoch, 26. Juli 2006, die europäischen Aussenminister, auch die Vertreter von Israel und Libanon, ausgenommen die Hezbollah (Hisbollah), diese asymmetrisch kriegsführenden Terroristen, in Rom, um einen Waffenstillstand zu erzielen. Auch Condoleezza Rice nimmt daran teil. Eines ist klar: Im letzten Augenblick haben die USA das Arsenal Israels mit einem Schub von Waffen bereichert, damit die Hezbollah-Bunker gesprengt werden können. Wie viele dieser Sprengkörper werden irrtümlich in Wohnquartieren landen und weitere Zivilisten treffen?
 
Eben wurden 4 Uno-Beobachter im Südlibanon durch einen Fehlbombenabwurf durch die Israelis getötet. Wären es „bloss" Zivilisten gewesen, hätte dies keinen Staub aufgewirbelt. Israel hat inzwischen 400 Zivilisten im Libanon ermordet, die Hezbollah rund 40. Solche Opfer zählen nicht, weder in Irak, im Gaza-Streifen, in Afghanistan oder anderswo, wo die Amerikaner unter dem Banner der Demokratie in den Krieg gezogen sind und jetzt Israel freie Hand gewähren, gegenwärtig von den Briten, d. h. von Tony Blair, unterstützt. Bezeichnenderweise äusserte sich Tony Blair wie folgt: Es macht keinen Sinn ,Waffenstillstand’ zu schreien, es sei denn, es bestehe ein Plan, diesen Waffenstillstand zu sichern.“ So ein Quatsch! Jeder Waffenstillstand ist eine Grundlage für Verhandlungen. Jeder Tag ohne Waffen sichert Leben, selbst wenn der Krieg nachher wieder aufflackern sollte.
 
Somit gewinnt Israel weiterhin Zeit, um sich noch aggressiver als bisher zu „verteidigen“. Ich gehe dabei von der Annahme aus, dass aus Rom nichts ausser hohles Geschwätz an die Medien gelangen wird.
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Proteste gegen diese Nahost-Kriege in Amerika, Grossbritannien, selbst Israel und anderswo in der Welt verpuffen wie immer wirkungslos.
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Welches ist der längste Kanal in der Welt? Der Tränenkanal der Hinterbliebenen auf allen Seiten der Konflikte, worunter auch die unschuldigen Opfer der Bombenattentäter in London.
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Gibt es einen Protest, der VIELLEICHT wirksam sein könnte und erst noch wenig kostet? Tagtäglich, schlage ich vor, sollten rote Protestballone landauf landab aufsteigen – wie rote Bluttropfen. An jeden Ballon könnte ein Zettelchen mit einer Protestbotschaft angehängt werden. Würden erst noch nationale Sammelstellen für diese Botschaften von gelandeten Ballons eingerichtet und diese nachher ausgewertet und die Ergebnisse veröffentlicht, könnte dies möglicherweise den Druck des weltweiten Protests enorm steigern und dazu beitragen, dass Bomben entschärft und die krasse Missachtung der Menschenrechte wenigstens abgeschwächt werden.
 
Wer als Soldat in den Krieg zieht, weiss worum es geht. Die Zivilbevölkerung muss vor solchen Kriegsverbrechen verschont werden.
 
Ich kann möchte hier Arthur Schopenhauer aus dem Gedächtnis zitieren und sinngemäss seinen folgenden Gedanken wiedergeben: Jeder Vorschlag (er meinte damit jede Wahrheit) wird 1. lächerlich gemacht, 2. als abwegig angefochten und 3. als offensichtlich akzeptiert. Dieser Ballon-Vorschlag wird wohl bestenfalls den 1. Punkt erreichen. Dennoch bitte ich die Ballon-Hersteller einen gehörigen Vorrat von roten Protestballons bereit zu halten. Ein weltweiter Protest muss sein!
 
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