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BLOG vom 29.09.2006


Thalheim–Schinznach-Dorf: Schenkenbergertal-Geschenke
Autor: Walter Hess, Biberstein CH
 
Weil er wusste, dass einige Wanderer vorbeikommen würden, stellte sich der betagte, ehemalige Rebbaufachmann (Weinbaugenossenschaft Schinznach) Hans Wernli an der Alten Gasse in Schinznach-Dorf AG mit einem Körbchen süsser Riesling×Sylvaner-Trauben auf und fragte die Passanten: „Wänd Si ä no en Trübu?“ (Wollen Sie auch noch Trauben?). Sie griffen beherzt zu. Und in Thalheim, 2 Dörfer weiter oben im Schenkenbergertal, waren vor dem Eingang eines grossen Bauerngehöfts Obst (Zwetschgen und Äpfel, einige mit kleinen Schäden) auf einem Tisch mit dem Vermerk „Gratis. Bitte bedienen Sie sich. En Guete. (Ungespritzt)“. Der Hof war nicht zugänglich, und den Namen der Bauersleute kenne ich nicht; ich werde ihn hier noch einfügen, wenn ich ihn noch erfahren sollte.
 
Diese Geschenke erhielten wir am Ende einer Wanderung mit der Regionalorganisation Dreiklang.ch durchs gastfreundliche Schenkenbergertal am 23. September 2006, dem etwa 5 km langen Tal zwischen Schinznach und der Staffelegg (Jura-Übergang zwischen Aarau/Küttigen und Frick AG). Die Freigiebigen mögen Nachfahren der Schenken von Schenkenberg sein, den ehemaligen Schlossherren, die gleichzeitig Dienstherren der Habsburger waren. Das passte zum Thema: Dreiklang.ch hatte zu einem Schlemmerparcours in 8 Gängen in einer sanften, hügeligen Landschaft mit ihren Dörfern (Thalheim, Oberflachs und Schinznach-Dorf), ihren historischen Bauwerken (Ruine Schenkenberg, Schloss Kasteln) und den selbstbewussten Bauernhöfen eingeladen. Da ich auf der anderen, südlichen Juraseite wohne, interessierte es mich, was sich sozusagen hinter meinem Rücken, im Schenkenbergertal eben, tut. Dieses Tal kannte ich von Spaziergängen auf die Gislifluh (Gisliflue) und weiter Richtung Thalheim oder vom Vorbeifahren flüchtig, aber noch nie hatte ich mir die Zeit genommen, es einen ganzen Tag auf einer etwa 7,5 km langen Wanderung kreuz und quer zu erkunden.
 
Die Ruine Schenkenberg
Von Thalheim führt ein angenehmer Feld- und dann Waldweg (momentan an vielen Pilzen vorbei) hinauf Richtung Norden; weiter nördlich würde man auf den Zeiher Homberg gelangen. Der Höhenunterschied zwischen Thalheim und der Ruine Schenkenberg macht knapp 200 m aus und lässt sich in etwas mehr als einer halben Stunde problemlos überwinden; ein Trampelpfad dient als Abkürzung. Aber nicht immer wird man dort oben mit Käseschnitten aus dem Restaurant Weingarten in CH-5112 Thalheim und Chalöfner Cuvée oder Kalina-Wein von Claudio und Kathrin Hartmann aus CH-5107 Schinznach-Dorf begrüsst, wie bei der besagten Exkursion. Statt des historischen Pulverdampfs schwebte ein feines Käseparfum zwischen und über dem Kalkstein-Gemäuer.
 
Der Aargauer Archäologe Peter Frey belebte rund um den Bergkegel die Vergangenheit bei dieser grössten Aargauer Ruine wieder, die zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Habsburgern zur Absicherung ihres Machtbereichs erstellt worden ist – und zwar nicht etwa als Ruine, sondern als stolze Burg. Doch das Ruinöse war sozusagen vorbestimmt. Der Besitz wechselte unter verschiedenen Gefolgsleuten der Habsburger häufig. Insbesondere nach der Niederlage des Herzogs Leopold III. von Österreich gegen die Eidgenossen (1386 bei Sempach) kam es zu ständig wechselnden Besitzverhältnissen.
 
Als wir zum Publikum stiessen, das dem Vortrag von Peter Frey interessiert zuhörte, war der Referent gerade im Jahr 1431 angelangt, als König Sigismund den Verkauf der Burg an Freiherr Thüring von Aarburg guthiess. Die Herrschaft Schenkenberg erstreckte sich damals von Thalheim bis Mönthal und Villigen und von Bözen bis Stilli. Auf der Burg lebten 20 bis 60 Personen, je nach Bedarf. Der neue Besitzer hatte ständig finanzielle Schwierigkeiten und keine männlichen Nachkommen. Am 11. November 1451 verkaufte Thüring von Aarburg die Burg und auch die Herrschaft Schenkenberg an seinen Schwiegersohn Hans von Baldegg und dessen Bruder Markwart für 7100 Gulden; hinzu kam noch die Übernahme von bestehenden Verpflichtungen im Betrage von 5300 Gulden. Markwart verhielt sich konsequent anti-eidgenössisch, war also den Habsburgern zugetan, was zu einem schlechten Verhältnis mit Bern führte. Berner Truppen besetzten 1460 die Herrschaft Schenkenberg im Pulverdampf und vertrieben Markwart ausser Landes. Die Berner Herrschaft dauerte bis 1798, und die Burg war im Zerfall begriffen. Die Ruine ging dann an den jungen Kanton Aargau (1803) über, war nach dem Verkauf an einen dubiosen „Herrn von Schenkenberg“, der irgendwo verschwand, lange herrenlos und wurde 1918 von der Aargauischen Vereinigung für Heimatschutz für 50 Franken ersteigert; die Aargauer Regierung ihrerseits hatte damals für Heimatschutzaufgaben gerade 250 Franken pro Jahr zur Verfügung
 
Ein gutes Geschäft war das ja nicht, denn es mussten laufend Renovationen durchgeführt werden. Der Kalkstein, der für das Mauerwerk an Ort und Stelle gewonnen worden war, ist oft brüchig, und die grosse, 4 m dicke Schildmauer war von den Geschossen aus Wurf- und Schleudermaschinen beschädigt. Auch der Pulverdampf aus den Kanonen und Doppelhakenbüchsen richtete laut Frey Schäden am Mauerwerk an. Das waren noch handwerkliche Kriegsführungen. Die Kanonen konnten nur horizontal oder nach oben schiessen, wäre das Kanonenrohr abwärts gerichtet worden, wäre die Kugel aus dem Lauf gerollt. Es brauchte Geschick und Beweglichkeit, wie sie den Guerillakämpfern zueigen sind. Frey erinnerte augenzwinkernd daran, dass die Appenzeller die Schlacht am Stoos nur deshalb gewonnen hätten, weil sie die Schuhe ausgezogen hatten ... Auf den Ledersohlen rutschte man eben leicht aus. Ein Zuhörer warf ein: „Wahrscheinlich des Geschmacks wegen.“ Und Frey trieb den Spass weiter voran: „Dieser ist auch das Geheimnis des Appenzeller Käses.“ Und so war man zum Verzehr einer weiteren Käseschnitte motiviert.
 
Die Ruine Schenkenberg, die von Eiben, Farnen und vielen Pflanzen, die sich auf Schutthalden wohlfühlen (Schöllkraut, Beifuss, Brennnesseln, Weiden, Holunder usf.) umgeben ist, wirkt noch immer als stattliches Bauwerk, der Überrest einer lebhaften Geschichte.
 
Landwirtschaft beim Schloss Kasteln
Auf weiteren historischen Spuren wanderten die rund 150 Personen weiter über die Gebiete Eich und Chalm in den Hof des barocken Schlosses Kasteln (Gemeinde Oberflachs, westlich des Dorfs), aus Mägenwiler Muschelkalk erbaut, in dessen hangseits vorgelagertem langgestrecktem Bauernhaus die Familien Danièle und Bruno Stadler sowie Clelie und Christof Brechbühl seit 2003 biologisch vielfältig wirtschaften. Sie bauen Reben, Weizen, Gerste an und pflegen Kleegraswiesen für Mutterkühe, ihre Kälber und einen Stier. 130 Hochstamm-Obstbäume bereichern die Landschaft, ebenso wie Gänse, Pfauen-Geissen, Enten, Kaninchen und Katzen; eine davon verteidigte gerade ihr Revier gegen den Hund eines Wanderers; da kam ihre Raubtier-Vergangenheit zum Durchbruch.
 
Hier gab man sich dem Genuss eines Spatzes hin, der zu den Suppen (Gemüsesuppe mit Rindfleisch) gehörte und nicht etwa zur Ornithologie, und ich probierte einen vollmundigen „Blauburgunder Barrique 2003“ mit angenehmem, leicht adstringierendem Holzton, wie es sich gehört. Der weisse Sauser war ein süsses Vergnügen.
 
Die Kunst des Trockenmauerbaus
Im Schenkenbergertal sind ausgesprochen viele Trockenmauern vorhanden, die zum Teil im Zerfall begriffen sind und durch die Aargauer Pro Natura aus den Erträgen der Schoggitaler-Aktion 1996 mit Kalksteinen aus Franken D restauriert werden. Zivildienstleistende finden hier ebenso eine befriedigende wie anspruchsvolle Tätigkeit. Im Aargau gibt es nirgends so viele Natursteinmauern wie hier im Schenkenbergertal. Offenbar sind die vielen Trockenmauern ein Werk von Menschen aus der Lombardei, die sich an den ausgeprägten Südlagen des Schenkenbergertals seinerzeit niedergelassen hatten.
 
In der Nähe des Schlosses Kasteln erläuterte Christoph Flory das Geschehen an einer Restaurationsstelle. 1 Tonne Frankensteine (aus der Nähe von Stuttgart), wie sie dort verarbeitet werden, kostet etwa 300 CHF, und sie reicht für etwa 1,5 Quadratmeter. Eine Person kann pro Tag etwa ½ bis 1 Quadratmeter aufmauern, weil viele Steine mit dem so genannten Setzer (ein breiter Meissel) zugeschnitten werden müssen, so dass sich ein Preis von 500 bis 1000 CHF pro Quadratmeter ergibt. Die Fassade (das Mauergesicht) ist trocken hintermauert, und die unsichtbare hintere Mauer dient als Drainage. Besonders aufwändig ist der Bau des breiten, oft abfallend verlaufenden Kronenbereichs. Doch diese Werke sind ansprechend; sie bereichern das Landschaftsbild, und die Hohlräume werden von Pflanzen und Tieren geschätzt, sogar von Mauereidechsen fressenden Würgschlangen, die den Blindschleichen ähnlich sind. Eine Natursteinmauer kann bis 500 Jahre lang ihren Dienst versehen; sie ist dank einer gewissen Beweglichkeit sogar stabiler als eine Betonmauer.
 
In der Buschwirtschaft und darum herum
Die nächste Station war die Buschwirtschaft Chalmstübli von Konrad und Sonja Zimmermann an der Rebbergstrasse in CH-5108 Oberflachs. Eine Buschwirtschaft ist im Prinzip dasselbe wie eine temporär geöffnete Besenwirtschaft; doch wird in diesem Falle eben ein Busch vors Haus gestellt, der anzeigt, dass die gastliche Stätte geöffnet ist. Hier stand ein delikater Gemüsestrudel auf dem gestronomischen Programm, eine Art Roulade. Und von den Weinbauern Stefan und Brigitte Käser-Härdi vom „Bächlihof“, Oberflachs, konnten Weine aus bekannten (Blauburgunder und R×S) und weniger bekannten Rebsorten wie der roséfarbene „Schiller“ probiert werden – naturbelassene Weine ohne Verschnitt. Und etwas weiter hangaufwärts hat der Verein der Reb- und Weinfreunde Schinznach auf dem Gemeindegebiet Oberflachs einen bemerkenswerten Reblehrpfad (Rebsortenpfad mit etwa 30 verschiedenen Sorten) eingerichtet. Zeitbedarf: mindestens 1 Stunde. Auch in Schinznach-Dorf ist ein Reblehrpfad neben Degustationsmöglichkeiten vorhanden.
 
Oberhalb der erwähnten Buschwirtschaft gabs von Birchmeiers Rebgut im Kalm (Stefan und Susanne Birchmeier) und den Weinbauern Petra und Peter Zimmermann zu Fischburgern Oberflachser, Schenkenberger und Blanc de Noir oder die nach Zitrusfrüchten duftende Spezialität Doral oder den Strohwein aus Trauben zum Probieren, die an der Sonne getrocknet worden sind und der ein ausgewogenes Süsse-Säure-Verhältnis hat. Man lässt sich also etwas einfallen und sorgt auch durch Mengenbegrenzungen für beste Qualitäten.
 
Schinznach-Dorf
Auf dem Weg in Richtung Schinznach-Dorf kredenzten Emil und Elisabeth Hartmann sowie Dora und Ruedi Kohler aus Schinznach-Dorf ihre sortentypischen Weine und ein breites und in jeder Hinsicht (auch mit Gold-Diplomen) ausgezeichnetes Spirituosensortiment aus der hofeigenen Brennerei vom Mandellikör bis zum Chrüter (Kräuterdestillat) und zu sortentypischen Apfelbranntweinen (Berner Rosen, Brugger Renette, Gravensteiner, Bohnapfel).
 
Der Emmer Gemüseeintopf
Ein Emmer Gemüseeintopf aus der Wirtschaft zum Hirzen, betrieben von Lisbeth und Dieter Keist, Schinznach, schmeckte vorzüglich. Hier das Rezept:
 
250 g Emmer, geschrotet,
8 dl Gemüsebouillon,
250 Gemüse in kleinen Würfeln,
1 kleine Zwiebel, gehackt,
100 g Reibkäse (Sprinz)
1 dl Rahm
1 dl Riesling×Sylvaner
50 g Butter
 
Zubereitung: Das geschrotete Korn und die Zwiebeln in der Butter kurz andünsten. Mit der Hälfte der Gemüsebouillon und dem Weisswein auffüllen und 15 Minuten kochen lassen. Die Würfeli von Sellerie, Karotten und Lauch dazugeben und 10 Minuten weiterkochen. Mit dem Rahm und dem Reibkäse verfeinern und bei Bedarf mit den Rest der Gemüsebouillon verdünnen.
 
Falls noch Kapazitäten vorhanden waren, konnte noch Hörnli und Ghackets (Hackfleisch an Sauce) aus Reh- und Wildschweinfleisch aus dem Gasthof Bären von Fritz und Ursula Amsler, Schinznach-Dorf, verzehrt werden – fabelhaft. Die Weinbaugenossenschaft Schinznach rundete das Essen mit ihren runden Weinen glänzend ab.
 
Emmerpfannkuchen
Der letzte und 8. Posten war dann in Schinznach-Dorf, wo der Förderverein Werkstatt Schenkenbergertal und noch einmal das Restaurant zum Hirzen als Gastgeber auftraten, diesmal mit gefüllten Emmerpfannkuchen (der Emmer ist eine uralte, glücklicherweise wiederbelebte Getreidesorte, eine Vorläuferin des heutigen, oft überzüchteten Weizens, ein Spelzgetreide) zu einem Süsswein.
 
Das Rezept für die Pfannkuchen (8 Personen):
150 g Emmermehl
5 dl Milch
3 Eier
1 Prise Salz
30 g Zucker
1 Esslöffel Baumnussöl
3 Esslöffel Sonnenblumenöl
 
Die Zubereitung: Alle Zutaten mit dem Emmermehl zusammen gut verrühren. Bratpfanne erhitzen. Portionenweise in die Pfanne geben und auf beiden Seiten goldgelb backen.
 
Das Rezept für die Birnelfüllung:
150 g Baumnüsse
8 Esslöffel Birnel (Birnendicksaft, der wie Honig schmeckt)
150 g Weinbeeren
1 dl Wasser
1 dl Riesling×Sylvaner
 
Die Zubereitung: Alle Zutaten in eine Pfanne geben, aufkochen und um die Hälfte einkochen. Die Hälfte auf die Pfannkuchen verteilen, einrollen und auf eine Platte geben. Mit dem Rest die Rollen übergiessen und vor dem Servieren bei 90 °C 5 Minuten in den Ofen stellen. Die Pfannkuchen können mit Vanilleglacé serviert werden.
 
Der Förderverein „Werkstatt Schenkenbergertal“ setzt sich seit 1999 für die nachhaltige Entwicklung des Schenkenbergertals ein, wobei die Schonung der Lebensgrundlagen und der Respekt vor der Natur- und Kulturlandschaft im Vordergund stehen. Das geschieht auch über die Mithilfe bei der Vermarktung regionaler Produkte. Aber auch die Kulturdenkmäler wie die Mittlere Mühle in Schinznach Dorf gehört zu den Anliegen des Vereins. Frau Gemeindeammann Dora Farrell-Amsler stellte ihre 1189 erstmals erwähnte Gemeinde in temperamentvollen und sympathischen Worten vor – ein Ort, in dem die Kirche wirklich noch mitten im Dorf steht und wo es 31 Hektaren Rebfläche gibt. Ein Heimatmuseum ist seit 1961 ein Bestandteil zur Stärkung des lokalen Selbstbewusstseins. In dessen „Heisterabteilung“ (mit Fossilien aus dem Geotop Heister, einem Kalksteinbruch nördlich des Rebbergs) können sich die Besucher ein Bild davon machen, wie es im Schenkenbergertal vor rund 165 Millionen Jahren ausgesehen hat. Das Museum beherbergt eine weltweit einmalige Echinodermen-Ausstellung (Versteinerungen von Seesternen, Seeigeln, Seegurken und Seelilien), aber auch von ländlichem Kulturgut wie Haushalt- und Handwerksgeräten
 
Bilanz
Die Vereinigung Dreiklang.ch (Aare−Jura−Rhein) mit ihrem Geschäftsführer Peter Bircher, CH-5063 Wölflinswil, leistet eine vorbildliche Arbeit bei der Förderung des Regionalbewusstseins und der kulturellen Eigenarten, was in dieser Zeit der fatalen und fatalistischen Globalisierung mit ihrer Banalisierung nach US-Muster auf Tiefstniveau besonders wichtig ist. Als Bundesparlamentarier war Bircher führend bei der Regionalplanung, die er auch als Massnahme zur Erhaltung der kulturellen Werte verstand und versteht. Bircher ist der Inwertsetzer des bereits Vorhandenen, das von dieser Zeit des Loslassens, des Wegwerfens und der blindwütigen Innovationen ohne solche Gegenbewegungen noch bedrohter wäre als es ohnehin ist.
 
Bei meinen regionalen Exkursionen erlebe ich immer wieder zu meiner grossen Freude, dass gerade auch von landwirtschaftlicher Seite ein ausgesprochener Wille zur Neubelebung traditioneller Werte (auch Sorten) aufbricht – und damit eine Rückkehr zu einer naturnahen Wirtschaftsweise. Es ist wichtig, sie dabei zu unterstützen und ihnen ihre lokal verwurzelten Produkte abzunehmen – und sie zu geniessen. Wir haben einen prall gefüllten Rucksack heimgebracht.
 
Hinweise auf weitere Ausflugsberichte von Walter Hess
 
Literatur zum Thema
Keller, Heiner: „Bözberg West. Landleben zwischen Basel und Zürich“, Verlag Textatelier.com GmbH, CH-5023 Biberstein.
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