Startseite 
Kontakt  °  Inhaltsübersicht  
Seite weiterempfehlen
     July 29, 2014 14:41 CET
 


Schlossportal
 Kundeneingang

 
 
BLOGs nach Datum sortiert Alle BLOGS zum Zurückblättern
BLOG vom 21.01.2007


Reaktionen auf Blogs (51): Von 1000 Blogs und von der Luft
Präsentation der Leserzuschriften: Walter Hess, Biberstein CH
 
Ein Wort vorneweg: Diese kommentierte Leserbrief-Zusammenfassung ist das 1001. Tagebuchblatt. Das gestrige Blog von Heinz Scholz "Schlampige US-Ärzte, fragwürdiges Vorsorge-Untersuchen" war das 1000. Ich schätze, dass in 1001 Tagen und Nächten etwa 3000 eng beschriebene A4-Seiten mit Texten zu allen Lebensbereichen entstanden sind, die auch jetzt noch aufgerufen, gelesen und ausgedruckt werden können. Ich danke all den unermüdlichen und höchst talentierten Bloggerinnen und Bloggern herzlich für ihren enormen Einsatz und ihren Ideen- und Gedankenreichtum! Das Gesamtverzeichnis von unserem gemeinsamen Schaffen erreichen Sie durch Anklicken von „Alle Blogs" auf der Einstiegsseite von www.textatelier.com . Unsere Nutzerinnen und Nutzer können auch in Zukunft täglich mindestens 1 neues Tagebuch (auch an Feiertagen) erwarten. Das Blogatelier ist auch jederzeit für Lesermeinungen und -ergänzungen sowie Impulse aller Art offen.
*
Solche Leserzuschriften liegen wiederum in Fülle vor, wobei diesmal die klimawirksame Luftverschmutzung den thematischen Reigen eröffnen soll. Man wird überall damit konfrontiert. Selbst Gletscher haben kein jungfräuliches Weiss mehr (Blog vom 13. Oktober 2006: „Gletscher-Exkursion 1: Tauwetter im vereisten Aletschgebiet“), und um Diskussionen über die Luftverschmutzung aus dem Verkehr, aus Heizungen oder dem zunehmenden Abbrennen von Feuerwerk kommt auch das Blogatelier nicht herum. Heinz Scholz hat sich im Blog „Bioindikatoren Flechten: Die Lebewesen aus Alge und Pilz“ am 23. November 2006 mit diesen Indikatoren, die den Zustand der Luft anzeigen, eingehend befasst.
 
Beatrice C. Macho, CH-8353 Elgg (E-Mail: bmacho@freesurf.ch) hat uns zum Thema „Luftverschmutzung durch Holzöfen“ ausführlich dokumentiert:
 
„Dreckschleuder Holzöfen!“ So einladend klang eine Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen zu einer diesbezüglichen Fachtagung im November 2006.
 
Zitat aus dieser Mitteilung: „Im Abgas von Holzöfen sind neben dem toxischen Gas Kohlenmonoxid bis zu sieben Gramm pro Kubikmeter gasförmige Kohlenwasserstoffe enthalten, die teilweise als Krebs erzeugend eingestuft werden und stark geruchsbelästigend sind. Die aus häuslichen Feuerungsanlagen ausgestossenen Stäube stammen zu etwa 90 Prozent aus mit Holz betriebenen Anlagen. Der Staubgehalt im Abgas von Kleinfeuerungsanlagen kann bis zu 0,5 Gramm pro Kubikmeter betragen. Aufgrund des hohen Anteils besonders kleiner und daher lungengängiger Partikel in fast 95 Prozent dieses Staubs ergibt sich ein grosser Handlungsbedarf.“
 
Viele Leser werden darüber erstaunt sein, wurden doch Holzfeuerungen jahrelang als umweltfreundlich und klimaneutral aufgepuscht. Dieser Öko-Schwindel wurde über lange Zeit (aus Gründen einer falschen Energiepolitik) aufrechterhalten, bis die Wahrheit diese Irreführung zu bodigen begann.
 
In einer deutschen Fachzeitschrift ist im Weiteren Folgendes zu lesen: „Bereits heute sind in Deutschland die Emissionen an gesundheitsschädlichem Feinstaub aus Holzfeuerungsanlagen in Haushalten und im Kleingewerbe insgesamt höher als die aus allen Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern zusammen. Das rechnete das Umweltbundesamt schon im März anhand der reichlich überholten Werte von 2003 besorgt vor und führte damit verkehrspolitische Massnahmen zur Feinstaubreduzierung ad absurdum. Das Baden-Württembergische Umwelt-Ministerium legte inzwischen nach: Kleinfeuerungsanlagen geben beim Verbrennen von Holz etwa 3500-mal mehr Feinstaub ab als moderne Gasheizungen.“
 
Und so tönte es aus Kassel an Tagen mit hohen Feinstaubbelastungen: „Zudem sollte auf Kaminfeuer und das Heizen mit Holz verzichtet werden. Beim Verbrennen von Holz entsteht besonders viel Feinstaub. Zum Vergleich: Schon bei einigen Stunden Kaminfeuer am Tag entsteht eine Feinstaubmenge, die eine moderne Gas-Brennwertheizung für ein Vier-Familien-Haus im ganzen Jahr in die Luft bläst.“
 
Tatsache ist schon lange, dass Holzfeuerungen die grössten, insbesondere winterlichen Schadstoff- und Feinstpartikel-Emittenten sind. Unzählige Holzfeuerungen haben, im Vergleich zu Ölfeuerungen, einen um den Faktor 300 bis 1000-mal grösseren Staubauswurf.
 
Holz ist ein komplex aufgebauter, inhomogener und dadurch sehr schwieriger Brennstoff. Da die Holzverbrennung ein chemisch radikaler Prozess ist, entstehen bei unvollständigen Verbrennungen (wie sie sehr häufig vorkommen), je nach Verbrennung, Anlage, Luftregulierung, Holzart, Holzfeuchtigkeit, Betriebsweise, Temperatur etc., nebst Feinstäuben zusätzlich noch unterschiedlich wirre Mixturen gesundheitsschädlicher Chemikalien sowie hohe Partikelemissionen in winzigen Nanometerbereichen, welche tief lungengängig sind und sich dolchartig (asbestähnlich) in der Lunge festsetzen können.
 
Die Holzrauchpartikel sind folglich mit gefährlichen Substanzen belastet. Geschätzt werden an die 10 000 Substanzen (u. a. Analyse Toth 1982), darunter beispielsweise: Giftiges Kohlenmonoxid (in teils hohen Mengen), Russ, Teer, Kohlenwasserstoffe, relevante Mengen krebserregender PAK (engl. PAH) sowie auch Dioxine und Furane.
 
 
Es ist bei Fachleuten längst bekannt, dass Abertausende Holzöfen/offene Cheminées, je nach Anlage und Betreiben der Feuerung, allerhöchste Schadstoff- und Feinpartikelemissionen verursachen, da in zig-tausenden verschiedenartigster Holzöfen nur unvollständige Verbrennungen mit entsprechend hohen gesundheitsschädlichen Emissionen stattfinden. Solche Öfen führen lokal zu hohen Luftverschmutzungen, welche besonders die unmittelbaren Nachbarn gesundheitlich schädigen. In der Schweiz darf jeder x-beliebige kleine Holzofen und jedes x-beliebige offene Cheminée betrieben werden, egal wie viele Schadstoffe diese verursachen; es finden ja keine Kontrollen statt. Dies im Gegensatz zu Ölfeuerungen, die seit Jahrzehnten akribisch auf allerletzte Spuren von Schadstoffen kontrolliert werden. Offene Cheminées sind durch schlechte Verbrennungen und allerschlechteste (bis negative) Wirkungsgrade ökologisch höchst problematisch. Dazu kommt noch die Abfallverbrennung die in rund 60 % der Kleinanlagen stattfindet.
 
Der Betreibereinfluss auf das Emissionsverhalten ist sehr gross. Unsachgemässes Betreiben (leider sehr häufig der Fall) auch von neuen handbeschickten Holzöfen mit Qualitätssiegel können die gesundheitsschädigenden Emissionen enorm in die Höhe schnellen lassen.
 
Neben schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen können Feinstäube auch in komplexer Weise auf das Klima einwirken. Die so genannte Klimaneutralität von Holzfeuerungen ist absolut nicht gegeben, da die Feinpartikelfraktionen der Holzverbrennung ebenfalls sehr klimawirksam sind. Holzrauch ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch sehr klimarelevant.
 
In Bezug auf die klimaschädliche (erwärmende) Wirkung des CO2-Ausstosses werden Holzfeuerungen stark propagiert und teilweise finanziell gefördert. Dabei wird tunlichst verschwiegen, dass Holzfeuerungen pro Wärmeeinheit einen zirka 37 Prozent höheren CO2-Ausstoss verursachen als Ölfeuerungen.
 
Die einzige Option, diese gesundheitsschädigenden und Luft verschmutzenden Missstände in den Griff zu bekommen wäre, dass raschmöglichst nur noch 2-stufig verbrennende, vollautomatisierte Holzofen-Feuerungen, ausgestattet mit Feinpartikelabscheidern, wie sie im Handel erhältlich sind (siehe z. B. http://www.ruegg-cheminee.com/ww/de/pub/produkte/partikelabscheider.htm), in den Verkauf gelangen dürfen, sowie der zwingende Ersatz veralteter Holzöfen/Cheminées innert kürzester Frist.
 
Quellenangaben (einige von sehr vielen):
 
Klimawirksame Feinstäube:
 
Sites in Englisch:
 
Hinweis auf weitere Blogs zum Thema Feinstaub
 
Meist unnütze Vorsorgeuntersuchungen
An sich wäre das Vorbeugen alles, in Umwelt- wie auch in Gesundheitsfragen. Doch unter dem Begriff Präventivmedizin wird allzu häufig die wunderbare Verwandlung gesunder Menschen in Patienten verstanden, die dann nach allen Regeln der Geschäftstüchtigkeit verarztet beziehungsweise vermarktet werden. Auch die unglaublich vielen falschen Ergebnisse von Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, wie Heinz Scholz am 20. Januar 2007 („Schlampige US-Ärzte, fragwürdiges Vorsorge-Untersuchen“) ausgeführt hat. Altbewährte Konkurrenzinstitutionen wie die Naturheilkunde werden von der Schulmedizin und den mit dieser verbandelten Behörden bekämpft. Im Blog „Schulmedizin-Exzesse: Abgewandelte Hexenverfolgungen“ vom 21. Dezember 2006 habe ich solche Abläufe, die an der Tagesordnung sind, beschrieben. Der Fachpublizist Heinz Scholz aus Schopfheim D (E-Mail: heinz-scholz@online.de) reagierte darauf wie folgt:
 
Die Fakten in diesem Blog (über die Niederhaltung der Naturheilkunde) sind leider Wirklichkeit. Dazu kommt noch, dass die Ärzte Geld verdienen müssen, um sich über Wasser zu halten. Und was machen die dann? Sie propagieren Vorsorgeuntersuchungen, die meistens unnütz sind. Anschliessend bieten gerissene Pharmavertreter ihre Waren an, die prompt verschrieben werden. Auch hier fliessen die Gelder reichlich. Zudem müssen sich die teuren Apparaturen in den Praxen amortisieren.
 
Vernunft ...
Wäre die Vernunft im Gesundheitsgewerbe so breit präsent wie die Geschäftstüchtigkeit, wäre manches besser. Dazu las Bruno Prowaznik in Wien (E-Mail: bruno.prowaznik@infothek.at das Blog „Johann Georg Schnitzer und die Rückkehr zur Vernunft“ vom 13. März 2005. Sein Kommentar:
 
„Ich kann dem nur vollinhaltlich beipflichten! Johann Georg Schnitzer ist jemand, dessen Bücher zur literarischen Hausapotheke einfach dazugehören!“
 
Und zum gleichen Blog schrieb Rosemarie Jazeschen (E-Mail: jazerose@tiscali.de):
 
„Ihr Bericht ist zutreffend. Seit 10 Monaten ernähre ich mich nach der Ernährungsempfehlung von Dr. Schnitzer und habe keine Probleme mit meinem Blutdruck. Allerdings hat meine Umgebung keinerlei Verständnis für meine Ernährungsform und meint ich solle doch damit aufhören.“
 
... und Sexualität
Bei den vorangegangenen „Reaktionen auf Blogs“ (50) stand das Thema „Die Jugend und die Moraljustiz“ (2. Januar 2007) im Vordergrund. Dazu lieferte uns Dr. Konrad Ewald, CH-4410 Liestal, einige zusätzliche Gedanken; Ewald ist Autor des Buchs „Von Sodom und Gomorrha zu George W. Bush. Eine Collage gegen die sexuelle Diktatur der christlich-kapitalistischen Welt“, Verlag Books on Demand, Norderstedt D 2006, ISBN 3-8334-3464-3.
 
Hier nun die Zuschrift aus dem Kanton Baselland:
 
In den Zusammenhang der Empörung über Sexuelles, welches dem Mainstream nicht passt, müsste man einmal die oft geradezu nachsichtige Beurteilung von Schusswaffen(-besitz) und Raser-Exzessen stellen. Dass hier eine (fast) offensichtliche Korrelation besteht, müssten uns die Psychologen und Psychiater sagen (und beweisen) können; sie tun es aber nicht.
 
Unterdrückte Sexualität führt zu Gewalttätigkeit. Das wussten schon die ältesten Kriegsvölker. Vor dem Einsatz musste man enthaltsam leben. Dann konnte man so richtig dreinschlagen, die feindlichen Frauen vergewaltigen und die feindlichen Männer kastrieren.
 
„Sexualität hat keine Lobby“, sagte Walter Vogt resigniert (siehe in meinem Buch Seite 234 ff.). Erstaunlich ist oft die Berichterstattung über die Gewalttätigkeiten, die beinahe eine Bewunderung durchblicken lässt für die Kühnheit des „Kavaliersdelikts“, besonders dann, wenn es nicht zu einem Unfall (heute: „Crash“) gekommen ist: Einer hat bloss mit „220 Sachen“ einen anderen rechts überholt. Toll! Und die Minderjährigen haben „Papas Autos stibitzt“. Schnuusig!
 
Die Todesspiele werden gesellschaftlich toleriert, ja verharmlost.
 
Soweit die Zuschrift von Konrad Ewald.
 
Todesspiele
Todesspiele sind nicht nur auf Strassen, sondern besonders auch auf weltpolitischem Parkett üblich, auch wenn gewünscht ist, dass dies nicht an die grosse Glocke gehängt wird. So habe ich im Blog „Verletzte Gefühle: Was man sagen und nicht sagen darf“ (13. Dezember 2006) geschrieben, Wörter wie „Israel“ und „Atombombe“ habe man bisher nie zusammenbringen dürfen. Konrad Ewald vermittelte mir dazu ein Zitat des Publizisten Uri Avnery, der sich für den Frieden zwischen Palästina und Israel einsetzt und die Hintergründe erhellt:
 
„Die USA benutzen Israel, um den Nahen Osten zu beherrschen, und Israel benutzt die USA, um Palästina zu beherrschen (zitiert nach dem Buch „Die Entrechtung der Palästinenser. 40 Jahre israelische Besatzung“, Lamuv (TB 342), 2006, von Felicia Langer).
 
Deutschland, die EU und die Kriege
In die Textatelier.com-Rubrik „Kontrapunkte“ haben wir Anfang Januar 2007 einen Artikel zum Thema „Deutschland unterstützte Bushs Feldzug“ von Martin Eitel, Heilbronn D, aufgenommen, der auf einer bemerkenswert juristischen Analyse durch das oberste deutsche Verwaltungsgericht (Bundesverwaltungsgericht) beruht.
 
Erweiternde und mit Blick auf die neuen Regierungsverhältnisse in Berlin aktualisierte Gedankengänge dazu finden sich in einer Analyse der Neujahrsansprache 2007 der deutschen Kanzlerin Angela Merkel; als Verfasser zeichnet Gert Flegelskamp (www.flegel-g.de). Katrin Lorenz (E-Mail: katrin.lorenz@ewetel.net) hat mich freundlicherweise auf diese Arbeit hingewiesen, aus der ich nur einige Abschnitte zitiere. Für uns EU-kritische Schweizer ist das Denken EU-erfahrener Deutscher schliesslich von grossem Interesse:
 
Als respektlos gegenüber den Bevölkerungen der Staaten, welche die EU-Verfassung ablehnten, bezeichne ich Ihre (Angela Merkels) Aussagen über die Wiederbelebung der Gespräche über die EU-Verfassung. Der Umstand, dass man einige Textpassagen dieser Verfassung umformuliert und damit undurchschaubarer und interpretierbarer gemacht hat, wird die Akzeptanz bei den Gegnern kaum erhöhen. In Deutschland steht ohnehin noch die Verfassungsbeschwerde gegen die Annahme der EU-Verfassung durch das Parlament ohne die Einbeziehung der Volksmeinung an. Die Idee der EU wurde seinerzeit von einer Mehrheit der Bevölkerung befürwortet. Allerdings haben die Befürworter dabei an eine Annäherung der Bevölkerungen des europäischen Raums gedacht. Politisch wurden dann allerdings nur die Wirtschaftsinteressen umgesetzt und dabei erst gar nicht der Versuch gemacht, diese EU demokratisch zu gestalten. Sie ist zu einem Hörrohr der Lobbyisten und einer Geldvernichtungsmaschinerie verkommen. Dieses Europa und diese EU-Verfassung lehne ich ab und mit mir viele andere.
 
Im Zusammenhang mit der Übernahme der Ratspräsidentschaft der EU durch Deutschland sprechen Sie davon, Verantwortung zu übernehmen, in Europa, in der Welt. Ich bezeichne das als Rückkehr zu verantwortungslosem Militarismus und der Verheizung junger Deutscher in den Krisenregionen dieser Welt. Ein Teil dieser Krisenregionen ist nur Krisenregion wegen der grundsätzlichen Taktik der Ausbeutung durch die Länder der westlichen Welt, angeführt von den USA. Auch wenn Sie es anders interpretieren, sind die Einsätze im Libanon und in Afghanistan verfassungswidrig. Das Grundgesetz erlaubt den Einsatz der Bundeswehr nur zur Verteidigung der eigenen Bevölkerung. Ein robustes Mandat (Libanon) ist keine Verteidigungsstrategie, sondern verlangt eine angriffsbereite Truppe. Der Einsatz in Afghanistan ist grundsätzlich nicht verfassungskonform, da er 1. nicht auf einem UN-Mandat beruht und 2. auch Elite-Einheiten in die Angriffstruppen der EFM integriert wurden. Welchen Weg die Regierung im militärischen Bereich gehen will, hat Ihr Minister Jung im Weissbuch klar herausgestellt. Sie wollen eine Aufrüstung, wollen in NATO und EU militärisch Führungspositionen übernehmen, wollen, dem Beispiel der USA folgend, auch andere Länder überfallen, um „Ressourcen und Transportwege“ zu sichern. Sie wollen den Export von Waffen und Waffensystemen ausweiten und damit Tod und Verderben exportieren.
 
Dass Sie (Frau Merkel) sich besonders von George W. Bush angezogen fühlen, haben Sie schon unter Beweis gestellt, als Sie trotz mehrheitlichem Veto der Deutschen den Krieg im Irak befürworteten, obwohl der Überfall auf den Irak auf Lug und Trug aufgebaut war. Auch die Argumentation von den schlimmen Taten Husseins war nichts als Propaganda, denn viele dieser Taten wurden erst durch die Unterstützung durch die USA möglich. Die beiden Kriege der USA gegen den Irak haben inzwischen weitaus mehr Menschen das Leben gekostet als alle Taten Husseins in den 25 Jahren seines Regimes zusammen. Nicht nur die USA, sondern auch Deutschland hat Hussein die Basis für seine Taten geliefert, u. a. Lieferungen zum Aufbau der Giftgasproduktion. Hussein wurde nun gehängt, aber gerecht wäre das nur gewesen, wenn seine Unterstützer aus der Vergangenheit aus den Bereichen westlicher Politik und Wirtschaft neben ihm gebaumelt hätten.
 
Ihre Politik eines neuen Militarismus ist ein Rückschritt in die Zeit der Kolonisation, allerdings mit modernster Technik. Was Sie als Terrorismus bezeichnen, ist real der Freiheitskampf unterdrückter Völker, die wegen ihrer Bodenschätze erneut von den ehemaligen Kolonialherren ausgebeutet werden sollen. Mit Ihrer Politik holen Sie den Terror nach Deutschland, weil Sie ignorieren, dass viele Länder in Afrika und im vorderen Orient kein Interesse an der auf Ausbeutung beruhenden westlichen Demokratie haben. Unsere Soldatinnen und Soldaten helfen nicht, den Frieden zu sichern, sondern helfen den Hunger der westlichen Welt nach Öl und Bodenschätzen mit Gewalt zu befriedigen.
 
Zitat-Ende. Ich stimme dem zu. Die Kolonialgeschichte wird heute mit perfiden Geheimdienstmethoden und Kriegseinsätzen weitergeführt. Die Besetzung von palästinensischem Boden und die Niederhaltung der Palästinenser, die sich kaum noch bewegen dürfen, durch Israel gehört dazu. Und jetzt sind die erdölreichen und anderweitig rohstoffreichen Länder an der Reihe. Der blühende Terrorismus ist eine logische Folge davon. Dieser wiederum wird von den Kolonisatoren zum Anlass genommen, ihre Gewaltherrschaft zu intensivieren. Ein unermesslicher Schaden an materiellen und immateriellen Werten wird in Kauf genommen.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs"
02.01.2007: Reaktionen auf Blogs (50): Die Jugend und die Moraljustiz
Ihre Meinung dazu?

 
Nach oben  
Alle Blogs
Liste der bisher erschienenen Tagebuchblätter
Blogs nach Autoren
Blogs nach Autoren
Artikel nach Autoren
Wer was geschrieben hat
  Twitter
Wir sind auch auf Twitter, ebenso unsere Gedankensplitter
 
   
  © 2002-2012 Textatelier