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BLOG vom 29.01.2008


Ernährungsstudien-Wahn: Verwirrung bei den Verbrauchern
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
„Wahrscheinlich müsste man die Ernährungswissenschaften abschaffen und die Menschen endlich in Ruhe essen lassen, worauf sie Lust haben. Denn die permanenten Empfehlungen sich gesünder zu ernähren, machen die Menschen womöglich nur noch kränker.“
(Paul Marantz, Elisabeth Bird und Michael Alderman, Epidemiologen und Gesundheitswissenschaftler am Einstein College of Medicine, New York, in einer Publikation)
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„Die Ernährungswissenschaften sind in einer bemitleidenswerten Lage. Studien in diesem Bereich sind von vielen unbekannten oder kaum messbaren Einflüssen abhängig. Deswegen gibt es immer wieder völlig widersprüchliche Ergebnisse in der Ernährungsforschung.“
(Gerd Antes, Deutsches Cochrane-Zentrum, Freiburg)
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Der Gesundheitsfanatiker
Es gibt Menschen, die alles, was Ernährungsexperten so von sich geben, gierig aufnehmen und die Empfehlungen auch umsetzen. Wer besessen ist vom gesunden Essen, der leidet womöglich unter der Krankheit Orthorexia nervosa. Dieses Krankheitsbild beschrieb der amerikanische Arzt Steven Bratman schon 1997 in seinem Buch „Health Food Junkies“. Nach seiner Ansicht handle es sich um eine handfeste Essstörung. Auch die Wiener Ernährungswissenschaftlerin Ingrid Kiefer schrieb zu diesem Thema ein Buch („Besessen vom Essen“). Sie betonte, gesundes Essen sei vernünftig, „aber bei Orthorektikern geht das immer weiter. Irgendwann können sie nur noch Obst und Gemüse essen. Und zuletzt muss das Gemüse frisch geerntet werden.“
 
Bei Max, dem „Gesundesser“, den ich hier als Beispiel erwähne, ist der Fanatismus nicht so ausgeprägt, dass dies krankhaft wäre. Aber Max nimmt die Berichte über Studien gierig auf und setzt sie um. So hörte er immer wieder, wie ungesund Kaffee sei. Dann wurde plötzlich durch neue Studien angeblich bewiesen, wie gesund dieses Getränk doch ist. Nun liess er seinen Kräuter- oder Früchtetee links liegen und stürzte sich wieder auf sein früheres Lieblingsgetränk Kaffee.
 
Dann erfuhr er vor etlichen Jahren, wie gesund doch Obst und Gemüse seien. Was blieb ihm anderes übrig, als grössere Mengen von diesen Lebensmitteln zu essen? Aber plötzlich bekam sein Gesundheitswahn einen Dämpfer. Schuld war der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, der hinausposaunte, Pommes seien gesünder als Salat. Was blieb dem verwirrten Max übrig, als seine Ernährung wiederum zu ändern. Nun waren Salate tabu und er genoss mit Wonne seine Pommes. Seine Verwirrung wurde noch grösser, als Gegenstudien publik wurden. In diesen Studien wurde vor einem Zuviel an Pommes gewarnt. Sie enthalten nämlich mehr gesättigte als einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Kartoffelchips, Pommes frites, Rösti, Pizzas und Gebäck weisen nicht nur Transfettsäuren, sondern auch Acrylamid auf. Acrylamid soll nerventoxische und Erbgut schädigende Wirkungen auslösen. Die Wirkungen wurden im Tierversuch ermittelt. Bald darauf wurde Entwarnung gegeben, da Ratten, mit denen die Fütterungsversuche unternommen wurden, nicht denselben Metabolismus wie Menschen haben. Kontrollstudien beim Menschen zeigten bisher keine Zunahme von Tumoren.
 
Da war unser Max wieder beruhigt und verzehrte Pommes weiterhin. Die Transfettsäuren waren ihm wurst, da er auch über diese Fettsäuren sehr unterschiedliche Dinge gehört hatte. Dann berichtete Christian Gertz, Hagen, dies: „Durch den Verzehr verdorbener Frittierfette und -öle und der darin zubereiteten Lebensmittel kann die menschliche Gesundheit in nicht unerheblichem Masse beeinträchtigt werden (Reizungen der Magenschleimhaut etc.). Beim häufigen Verzehr von stark thermisch-oxidierten Frittierfetten ist nach neueren Erkenntnissen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch das Auftreten von sehr reaktiven Verbindungen im Blut nicht auszuschliessen.“ (Näheres dazu im Blog Fakten zur Salatlüge: Sind Pommes gesünder als Salate? vom 27.01.2007).
 
Nun strich Max die Pommes wieder aus seinem Ernährungsplan und wandte sich vermeintlich gesünderen Lebensmitteln zu. Dann hörte er, dass Robert C. Atkins fettreiche Kost empfahl und ein Extrakt von Rotwein das Gesundheitsrisiko durch fettes Essen senkt. Dies war für ihn ein gefundenes Fressen. Da Max fette Wurst, Käse und Schmalz liebt, ass er wieder mehr von diesen Kalorienbomben. Dann wurde nachgewiesen, dass ein nicht so fettes Essen Vorteile bringe. Er stürzte sich nicht auf die neue Kost, sondern genoss das fette Essen weiterhin, da auch eine kohlenhydratreiche Nahrung doch nicht das Gelbe vom Ei ist. Die Schlagzeilen „Raffinierter Zucker fördert Diabetes“ und „Krebs durch hohen Zuckerverzehr“ konnte er nicht übersehen. Was sollte er tun? Nun, er trinkt jetzt immer einen Rotwein zu seinen fettreichen Mahlzeiten. Israelische Forscher haben nämlich nachgewiesen, dass die Polyphenole des Rotweins ein schädliches Fett-Stoffwechselprodukt (MDA) neutralisieren. Aber Vorsicht! Zu viel Alkohol schadet wiederum, dann ist der gesundheitliche Wert wieder futsch. Sollte Max dies hören, dann wäre er noch mehr verwirrt.
 
Noch eine Ergänzung zur fettarmen Ernährung: In den USA wurde der Ratschlag, fettarme Ernährung sei gesund, jahrelang verbreitet. Im Jahr 2000 korrigierten die Ernährungspäpste der USA, die Low-Fat-Diäten seien doch nicht so gut, weil die Menschen glaubten, sie würden sich gesund ernähren und drauflosfuttern. Der Kohlenhydratanteil in der Nahrung und auch die Fettmassen der Esser steigen gewaltig an. Die Folgen sind bei so einer einseitigen Ernährung katastrophal: Immer mehr Menschen leiden unter Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfällen.
 
Stephen Woolf, Ernährungsexperte von der Universität Richmond sagte etwas ganz Wichtiges: „Statt die Ernährungsforschung zum Sündenbock für Übergewicht zu machen, sollten besser die wahren Ursachen angegangen werden.“
 
Zurück zu unserem Gesundheitsapostel Max. Schon lange nimmt er im Herbst und Winter ein Vitamin-C-Präparat vorbeugend ein. Dieses Vitamin verhindert nicht nur Skorbut, sondern auch Erkältungskrankheiten, so war die gängige Meinung der Ernährungsexperten. Nun wurde die Wirkung von Vitamin C auf das Immunsystem von Wissenschaftlern der Australien National University und der Universität Helsinki in Frage gestellt. Die Wissenschaftler nahmen 30 Studien mit mehr als 11 000 Teilnehmern unter die Lupe (www.focus.de: „Vitamin C: Kein Kick fürs Immunsystem“). Für Normalbürger war der Effekt vernachlässigbar. Stressgeplagte, Marathonläufer, Skifahrer oder Soldaten auf Übungen bei extremer Witterung profitierten jedoch vom Vitamin C. Bei den Vitaminprobanden wurden nur halb so viele Erkältungen registriert wie in einer Kontrollgruppe, die Placebo erhielt.
 
Max wurde auch geraten, keine Eier zu essen, da diese zu viel Cholesterin enthalten. Er war der Meinung, seine Blutfettwerte würden ins Unermessliche steigen. Dazu einige Fakten: Ein Ei enthält tatsächlich zwischen 200 und 300 mg Cholesterin. Da die körpereigene Produktion von Cholesterin wesentlich höher ist, war mir das Eierverbot schon lange suspekt. Nun erfuhr Max, dass im Ei ein natürlicher Cholesterinsenker, nämlich das Lezithin, enthalten ist. Das Cholesterin wird durch das Lezithin im Darm fest an sich gebunden, so dass nur wenig von diesem Stoff die Darmwand passiert. Nun isst er wieder seine früher so geliebten Eier zum Frühstück oder verzehrt manchmal auch ein kräftiges Omelett. Ich bin jedoch überzeugt, dass in neuen Studien das Gegenteil herauskommen wird. Vielleicht will ein Forscher den Eierproduzenten eins auswischen und ein anderes, vom Sponsor empfohlenes Produkt propagieren.
 
„Trinke nicht so viel Milch, da bekommst Du Intoleranzen und eine Arteriosklerose“, sagte seine Frau Elfriede zu Max. Aber nach diesem Gefühlsausbruch sammelte er Material über die Milch im Internet. Und er wurde fündig. Da las er schwarz auf weiss, dass Milchprodukte (Milch, Joghurt, Käse) sogar das Herz schützen und das Diabetes-Risiko mindern. Dies haben britische Forscher in einer Langzeitstudie herausgebracht (www.sueddeutsche.de/ „Milchprodukte schützen das Herz“ vom 12.07.2007). Auch las er seiner Frau vor, dass nur 15 % der Erwachsenen unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden. Die Betroffenen haben dann Blähungen, Durchfall und Bauchkrämpfe. Max verträgt die Milch sehr gut. Als er noch Berichte entdeckte, dass Käse die Zähne hart macht und die Milch vom Bauernhof sogar vor Allergien schützt, wurde seiner Frau der Wind aus den Segeln genommen, und er darf wieder Milchprodukte mit ruhigem Gewissen verzehren.
 
Amerikanische Forscher um D. Jorge Chavarro von der Harvard Medical School entdeckten jetzt noch etwas ganz anderes: Der Verzehr von Vollmilchprodukten soll für Familienzuwachs sorgen, während fettreduzierte Milchprodukte die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. In der Langzeitstudie nahmen über 100 000 Krankenschwestern teil. Assen beispielsweise die Frauen am Tag einen leckeren Vollmilchjoghurt, reduzierte sich die Unfruchtbarkeit um 30 %. Bei den Frauen, die fettarme Milchprodukte verzehrten, wurde die Unfruchtbarkeit um fasst 90 % erhöht. Die Forscher vermuten, dass in den fettreichen Milchprodukten mehr Östrogen, das die Fruchtbarkeit erhöht, steckt als in fettarmen. Von dieser Studie erzählte Max nichts seiner Frau, da er sein Plansoll mit Kinderwünschen erfüllt hat.
 
Als Max genussvoll einen fetten Fisch zum wiederholten Mal verzehrte, meinte seine Frau, noch völlig unwissend: „Esse nicht so viel Fett, das ist ungesund.“ Nun, auch diesmal konnte er seine besorgte Frau überzeugen und auf Studien verweisen, bei denen herausgekommen war, dass fetter Fisch der Prostata gut tut. Die im fetten Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren konnten das genetisch bedingte Risiko für Prostatakrebs reduzieren.
 
Bald darauf hatte Max die Schnauze gestrichen voll von den modernen Ernährungstipps. Er verlässt sich jetzt wieder mehr auf seinen Bauch bzw. was ihm sein Körper sagt. Er isst das, was ihm gut tut und auch schmeckt. Eines hat er wieder geschafft: Er geniesst sein Essen wieder.
 
„Unkluge“ Empfehlungen
Die „unklugen“ Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern häuften sich in letzter Zeit. Da wurde jahrzehntelang von einem Idealgewicht gepredigt, das besonders erstrebenswert sei und der Gesundheit Vorteile bringe. Und nun konnten die erstaunten Gewichtsreduzierten lesen, das Idealgewicht sei aus medizinischer Sicht Unsinn. Menschen mit einem geringen bis mittleren Übergewicht sollen nach neuesten Studien gesünder und länger leben.
 
So wurde in der Vergangenheit vorschnell behauptet „Rotwein schützt vor Herzinfarkt“, dann folgte dies: „Viel Rotwein schützt wahrscheinlich nicht vor Herzinfarkt“, „Nur ältere Frauen profitieren vom Rotweingenuss“ oder „Mässige Trinker sind intelligenter“, „Alkohol lässt Tumore wachsen“, und so weiter.
Man hat den Eindruck, dass die Ergebnisse von Sponsoren abhängen (dies wurde ja schon in diversen Medikamentenstudien ermittelt). So könnten beispielsweise die Bierproduzenten eine Studie in Auftrag geben, die dann beweist, dass Bier besser schützt als Wein. Oder umgekehrt. Manchmal stimmt Geld eben positiv, eben dann, wenn die Industrie diese Studien finanziert. Und die Financiers wünschen dann auch gute Ergebnisse. Keiner möchte umsonst Geld aus dem Fenster werfen.
 
Auch die Empfehlung 5 Mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, steht auf wackligen Füssen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) glaubt auch nicht so recht an diese Propagierung. Sie schreibt dies: „Für konkrete Zufuhrempfehlungen oder Bedarfsangaben fehlen derzeit noch die wissenschaftlichen Grundlagen.“
 
Dr. Werner Bartens griff in der „Süddeutschen Zeitung“ am 22.01.2008 dieses Thema auf und äusserte Folgendes: „2005 hatten Ernährungsforscher eingestehen müssen, dass der behauptete Schutz vor manchen Krebserkrankungen durch Obst und Gemüse nicht so ausgeprägt sei, wie zuvor behauptet wurde. Es zeigte sich, dass Menschen, die mehr Obst und Gemüse assen, sich auch gesundheitsbewusster verhielten, so dass der Einfluss der Ernährung kaum abgeschätzt werden konnte.“
 
Stellvertretend zu vielen unmöglichen Studien, greife ich die Neueste über das Olivenöl heraus.
 
Ist Olivenöl nicht mehr gesund?
Das wird manchen Olivenölproduzenten und Konsumenten vom Stuhl hauen: Da hörten wir in den letzten Jahren immer wieder, wie gesund die mediterrane Kost und im Besonderen das Olivenöl seien. So wurden dem Öl und der Mittelmeerkost eine gesundheitsfördernde Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen nachgesagt. Völlig überzeugt von der Wirkung zitierte ich begeistert in meinem Buch „Richtig gut einkaufen – Die moderne Lebensmittelkunde für den Alltag“ (Verlag Textatelier.com, Biberstein, 2005) die Studie von Dr. Robert W. Owen und seiner Kollegen von der Abteilung Toxokologie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Die Forscher hatten untersucht, welche Komponenten im Olivenöl besonders wirksam sind. Hier das Ergebnis: Die grösste schützende Wirkung entfalten phenolische Verbindungen (Hydroxytyrosol, Lignane) in kaltgepressten Olivenölen (minderwertige Öle hatten bei weitem nicht die Wirkung). Die Phenole sind befähigt, „freie Radikale“, die unter anderem Schäden an der Erbsubstanz verursachen, abzufangen. Die Lignane hemmen das Zellwachstum in Tumoren der Haut und der Brust sowie bei Darm- und Lungenkrebs. US-amerikanische Forscher entdeckten, dass die Ölsäure im Olivenöl die Aktivität eines Gens vermindert, das mit der Entstehung des Brustkrebses in Zusammenhang gebracht wird.
 
Das Neueste: Ein internationales Forscherteam hat mit einer Studie nachgewiesen, dass der regelmässige Verzehr von Olivenöl den Körper vor oxidativem Stress bewahrt und vor Krebs schützt. Auch soll Olivenöl den Magenkeim „Helicobacter pylori“ bekämpfen. „Nach derlei Erkenntnissen kann man also nur noch einmal mehr zu Olivenöl raten“, betonten Experten von www.wissen-gesundheit.de
 
Nun las ich in der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Die Welt“ am 23.01.2008 mit Bestürzung, dass alles plötzlich anders sei. Das Öl könnte sogar die Verkalkung der Arterien fördern. Die Meldung stammte vom Marburger Forscher Josef Krieglstein, der zusammen mit der Professorin Susanne Klumpp vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Universität Münster Laborversuche mit Meerschweinchen durchführte. Die Fütterungsversuche führten bei den armen Tieren zu einer Häufung von Schädigungen der Herzmuskelzellen. „Sicher muss vor einer endgültigen Aussage die Wirkung von Olivenöl beim Menschen geprüft werden. Aber schon jetzt darf man berechtigte Zweifel an den so einseitig gepriesenen Vorteilen von Olivenöl haben“, meinte Krieglstein.
 
Interessant waren die zahlreichen Leserzuschriften zu dem Artikel.
Dairy Queen dachte kritisch: „Na, ob diese Wissenschaftler von der Milchindustrie bezahlt wurden? Mal sehen.“
 
Herbert Schulz teilte etwas Treffendes mit: „Die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft wird durch die Wissenschaft schlimmer erschüttert, als durch Fakten, die die Wissenschaft glaubt immer wieder aufs Neue feststellen zu müssen.“
 
Ein anderer betonte, dass der Mensch eigentlich kein Meerschweinchen und Olivenöl keine Nahrung für dieses Tier sei.
 
Nikolaus meinte: „Da fallen wir nicht darauf herein. Das Gutachten haben sich bestimmt die Schweineschmalzfabrikanten bestellt.“
 
M.S. dazu: „Eine Studie, die Meerschweinchen mit Olivenöl abfüllt, um das Ergebnis auf den Menschen zu übertragen, scheint mir doch lächerlich. Oder hätte ich wissen müssen, dass das liebste Grundnahrungsmittel der Meersauen das Olivenöl ist? Dann gibt doch den Waldameisen morgens eine Coke mit auf den Weg, mal sehen, was passiert.“
 
Schlussbetrachtung
Man kann also ganz wirr im Kopf werden, wenn man die Ergebnisse der Ernährungsstudien liest. Am besten beachtet man solche unmöglichen Studien nicht mehr. Aber als Blogger muss man starke Nerven besitzen und auch solche Meldungen filtern und entsprechend kommentieren. Aber es gibt zum Glück auch Studien, die die gesundheitliche Wirkung von altbewährten Ernährungsweisen und Lebensmitteln bestätigen oder sogar neue Wirkungen ans Licht bringen. So wurde früher die Vollkornkost belächelt. Nun liegen Studien vor, welche die gesundheitliche Wirkung bestätigten. Hier einige Schlagzeilen: „Nur Vollkorn schützt vor Diabetes“, „Volles Korn gegen Schlaganfall“, „Schutz durch volles Korn“ und „Ballaststoffe gegen Darmparasiten“. Die gesundheitliche Bedeutung dieser Kost propagierten die weisen Ernährungsexperten wie Maximilian Oskar Bircher-Benner, Max Otto Bruker, Werner Kollath, Ǻre Waerland und Johann Georg Schnitzer schon lange aufgrund eines enormen Erfahrungswissens. Da hätte man sich die teuren Studien sparen können.
 
Wir werden auch in Zukunft hochwertiges Olivenöl verwenden, Kaffee und moderat Wein oder Bier trinken und eine vollwertige Kost aufnehmen. Man sollte sich durch die erwähnten Studien nicht verrückt machen lassen, sondern sein eigenes kritisches Denkvermögen einbringen und zu spüren suchen, ob einem eine Nahrung bekömmlich ist oder nicht. Und zudem ist gut zu wissen, dass die gesicherten Erkenntnisse von heute die grossen Irrtümer von morgen sein werden.
 
Hinweis auf einige weitere Blogs zu Ernährungsfragen
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