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BLOG vom 23.07.2010


Schmetterlingszeit: Menschliche Einfalt zerstört Vielfalt
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Im Sommer gaukeln Schmetterlinge von Blume zu Blume. Schmetterlinge sind eine Augenweide – fliegende Blüten. In der Schweiz werden sie auch Sommervögel genannt.
 
Leute in England beklagen sich, weil sie selten geworden sind. Dem Schmetterling fehlen die Sommerwiesen und die Moore in der absurd vereinheitlichten Welt. Der Mensch in seiner Einfalt zerstört die Vielfalt der Natur. Viele Schmetterlingsarten – es gibt ihrer rund 4000 in Europa – sind auf gewisse Pflanzen angewiesen. Dem Fachmann dienen sie als „Bioindikatoren“.
 
Früher gab es in den Vorstadtgärten viele Arten von Pflanzen, die Schmetterlinge anlockten. Heute liefern die Gartenzentren ein dezimiertes Pflanzenangebot. Dieses wechselt von Jahr zu Jahr, und es ist der Mode unterworfen. Die Farben der Blumen und Sträucher werden aufeinander abgestimmt. Dem Schmetterling ist das egal, solange er Nektar kriegt.
 
Wer mit dem Fangnetz auf die Schmetterlingsjagd geht und seine Beute fürs Album dann mit Stecknadeln ersticht, gehört in den Pranger, desgleichen die Sammler von Vogeleiern – Hühnereier ausgenommen.
 
Was ist das für ein Gärtner, der die Raupen wie eine Pest behandelt? Mir fehlt das Wort dafür.
 
Die armen Seidenraupen, werden – kaum verpuppt – mit heissem Wasser oder Dampf getötet. 3000 Kokons braucht es, um 1 kg Seide zu gewinnen.
 
Was wäre die Frau ohne Seidenschal und der Mann ohne Seidenkrawatte? Viele Seidentücher werden mit Schmetterlingen geschmückt …
 
Hinweis auf ein weiteres Blog über Schmetterlinge von Emil Baschnonga
19.07.2008: Wenn alte Esel Schmetterlingen Pflanzen vorenthalten
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