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BLOG vom 20.11.2011


Es gibt sie auch: kleine Freudenspender im Alltagsleben
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Viel wird über das positive Denken gesagt und geschrieben. Warum nicht einmal die kleinen Freudenspender aufzählen? Ich bin mir bewusst, dass jedermann seine eigenen hat, die ihren Frohsinn stützen, anregen und auffrischen.
 
Sostenuto (= gehalten): Der italienische Ausdruck für getragene Melodien, etwa auf einem Cello legato, also bedächtig bis schmelzend gespielt, bezieht sich auf viele meiner eigenen Freudenspender, doch nicht ausschliesslich, ganz einfach, weil ich Jubelgefühle einbeziehe, die das Allegro con brio erfordern. „Les extrêmes se rencontrent“.
*
Hier beginnt die kunterbunte Aufzählung meiner kleinen Freuden von der Warte eines Betrachters, Zuhörers oder Geniessers:
 
Die wohltemperierten Klavier- oder Cembalostücke von Johann Sebastian Bach im Zusammenspiel mit dem wohlausgewogenen Gemüt.
 
Eine Schar von Singvögeln, die abwechselnd in der Wasserschüssel im Garten flattern und plätschern. Manchmal bevorzugen die Vögel, besonders an heissen Tagen, ein Sandbad. Das pflegt ihr Gefieder, und ihr Anblick sichert meine gute Laune.
 
Nach einer traumlosen Nacht aus dem Tiefschlaf erwachen.
 
Ordnung in Papierstössen schaffen. Die Freude folgt nachher, wenn man leichter findet, was man sucht.
 
Wenn Lily, meine Frau, plaudert und lacht und Kindheitserinnerungen heraufbeschwört. Sie ist eine geborene Frohnatur, im Gegensatz zu mir.
 
Ein Buch aufgreifen, in das man sich vertieft und seinem Selbst entkommt.
 
Die Beerenauslese von Aphorismen, die mir Mike, tagtäglich eines, übers E-Mail zuschickt. Dazu gehören auch die lustigen und gelungenen Schnappschüsse aus meinem Bekanntenkreis, worunter Naturaufnahmen und Fotos von zauberhaften Landschaften und tumultuöse Städtebilder aus aller Welt.
 
Die letzten Blüten im Garten von den schräg einfallenden Sonnenstrahlen im diesjährigen milden November beschickt.
 
Sich aufraffen und eine Ausstellung besuchen. Das sorgt für Gesprächsstoff.
 
Eine gute Flasche Wein zum Abendessen anzapfen, gerade zur wohligen Bettschwere ausreichend und von einem herzhaften Gähnen begleitet … Das deutet an, dass man einen Tag ohne Ärger beschliesst.
 
Die miserablen Tagesnachrichten ausschalten.
 
In aller Herrgottsfrühe Gedanken für den Tag sammeln, die heute nicht mehr an den Broterwerb gekettet sind.
 
Mit Katzen und Vögeln plaudern. Sie verstehen mehr als man glaubt, im Gegensatz zu vielen Menschen.
 
Willkommene Zufälligkeiten erkennen und erhaschen.
 
Wieder öfters ein Liedlein pfeifen – einfach aus purer Lebensfreude.
 
Eine exotische Mahlzeit am Sonntag geniessen, die ins Haus geliefert wird – gegenwärtig vorzugsweise aus der thailändischen Küche.
*
Vielleicht hat der Leser und die Leserin einige Freudenquellen, die ich in meinen Speisezettel der Freuden eingliedern kann?
 
 
Hinweis auf weitere Blogs zur Freude von Emil Baschnonga
18.03.2009: Sichtbarer Frühling: Grosse Freude über die Wiederkehr
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