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BLOG vom 02.08.2012


Bibersteiner Bundesfeier 2012: Bekenntnis zum Morgenrot
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Dramatisches tat sich am 01.08.2012 in der Schweiz, ausgerechnet am Bundesfeiertag: Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG), die als Verwalterin der nationalen Gedenkstätte Rütli amtet, startete eine Initiative zur sprachlichen Neufassung des Lieds „Trittst im Morgenrot daher", das seit 1981 als erste offizielle Schweizer Nationalhymne gilt.
 
In Biberstein AG (Bezirk Aarau) verstand man die Bundesfeier traditionell als ein Volksfest mit zurückgedämmtem, hymnenfreiem Patriotismus. Doch während der Bundesfeier 2009, also vor 3 Jahren, verlangte Adrienne, die innerhalb der Stiftung Schloss Biberstein betreut wird, basisdemokratisch das gesangliche „Abendrot“, wie sie sagte. Musikanten, Jodler und Bundesfeiervolk sahen sich einer kaum lösbaren Aufgabe gegenüber: Wie lautete der Text schon wieder? Und von der Melodie hatte man auch nicht jede Note fest genug im Griff. Krisenstimmung. Doch war es irgendwie doch noch möglich, den musikalisch unterbauten Gesang zusammenzustiefeln, und seither wird im Schlosshof die Hymne pflichtbewusst abgesungen – und zwar stehend –, sozusagen ein Standing Singing zu Ehren des Vaterlands.
 
Im Hinblick auf die Bibersteiner Bundesfeier 2012, von Gemeinderat René Bircher geleitet, war der Psalmentext auf der Rückseite der von der Kulturkommission an alle Haushaltungen verteilten Einladung abgedruckt – bis hin zur 4. Strophe mit den Ahnungen der frommen Seele. Bemerkenswerterweise gelang es der dreiköpfigen Steelband „Fantastic", die sich nicht in Trinidad, sondern hinter dem Jodlerklub Haselbrünneli positioniert hatte, in einem gemeinsamen Effort zusammen mit dem Publikum, das den Schlosshof genau auffüllte, das hehre Vaterland mit Tönen und Worten zu lobpreisen. Das leichte Wimmern der büchsenförmigen Blechinstrumente weichte die Herzen zusätzlich auf. Das Sternenheer, das den Bibersteiner Schlosskomplex überdachte, verwandelte sich nur ansatzweise in ein Wolkenmeer, das erst gegen Mitternacht als wilder Sturm daher fuhr und zu einer kurzen Gewitternacht ohne viel Grauen auswuchs. Der in der Hymne ebenfalls erwähnte Nebelflor blieb wenigstens im Schlossbereich aus, weil dort die Feuerwerkerei als Brandschutzmassnahme erfreulicherweise untersagt ist. Eine Freiheitsbegrenzung der sinnvollen Art.
 
Auf den kollektiven Gesang war man durch die vorangegangene Festansprache von Prof. Dr. iur. Martin Killias, Lenzburg, in idealer Weise vorbereitet worden. Der Lehrstuhlinhaber für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Zürich gab nämlich ein Bekenntnis zur bestehenden Fassung der Nationalhymne ab. Er sagte: „Sinn für Mass, Abneigung gegen Exzesse und das Bedürfnis nach Ausgleich allzu schroffer Gegensätze sind Konstanten der Schweiz, die ihr auch in Zukunft beistehen mögen. Die Hymne, die wir jeweils am ersten August anstimmen (und die hoffentlich auch an den Olympischen Spielen in London in den nächsten Tagen hin und wieder zu hören sein wird), ist in sich selbst ein belebter Ausdruck dieser Konsenskultur. Vom Zürcher Protestanten Leonhard Widmer stammt der Text, vom Wettinger Pater Alberich Zwyssig die Melodie – also ein protestantisch-katholisches Gemeinschaftswerk. Was uns heute banal wäre, war es damals – kurz vor dem Bürgerkrieg von 1847, als sich zum letzten Mal Katholiken und Protestanten (im Sonderbundskrieg) gegenüber standen – mitnichten. Auch menschlich bewiesen die beiden Grösse, hatten doch die Liberalen, zu denen auch Widmer gehörte, just damals Zwyssigs Kloster Wettingen aufgehoben. Schon wegen dieses Hintergrunds muss man diese Nationalhymne einfach lieben, die so ohne alle martialischen Nebentöne auskommt. Also, stimmen wir an!“
 
Da stimmte wirklich alles; man war der Zeit entrückt, dankbar für die Gelegenheit zu einer Geburtstagsfeier, denn laut Killias sind „Geburtstage die Momente, in denen für uns die Zeit als etwas Abstraktes überhaupt fassbar wird. Dann halten wir Rückschau und überlegen, was die Zukunft bringen könnte. Das gilt für Menschen und Kollektive seit der Römerzeit. Auch Länder feiern Geburtstage.“ Der Festreferent erinnerte daran, dass die Schweiz eines der ältesten Staatswesen Europas ist – erheblich älter als unsere Nachbarländer, mit Ausnahme Frankreichs.
 
Ein Kapitel Schweizergeschichte
Martin Killias sprach anschliessend über schweizerische Besonderheiten auf ihrem geschichtlichen Hintergrund: „Was also macht unser Land aus? Besonders daran ist einmal die lange Konstanz der territorialen Verhältnisse. Ich erinnere mich gut wie Deutschlands Kanzler Konrad Adenauer und Ludwig Erhard – mitten im kalten Krieg – unablässig die ,Wiederherstellung Deutschlands in den Grenzen von 1937’ forderten. Bei uns haben viele Kantone seit Jahrhunderten unveränderte Grenzen, etwa der Kanton Luzern seit 1400, der Kanton Zürich seit 1450, der Kanton Solothurn seit 1519 – und sogar der Kanton Aargau als eine Neuschöpfung der napoleonischen Zeit seit 1803. Das Land nicht nur als Ganzes, sondern auch in seinen Teilen blickt somit auf eine lange Zeit konstanter Verhältnisse zurück.
 
Was hat dieses lange Überleben möglich gemacht? Gewiss einmal die günstige Position auf der Weltkarte – die Schweiz war nie eine Priorität: im Zweiten Weltkrieg nicht und heute für Brüssel nicht. Aber umgekehrt gab es wohl auch innere Kräfte – nicht nur den viel beschworenen Widerstandsgeist der beiden Weltkriege, sondern vor allem eine Fähigkeit, innere Spannungen immer wieder zu entschärfen, bevor sie wirklich gefährlich wurden. Ein Soziologe, den ich als Student noch hören durfte (Shmuel N. Eisenstadt), sagte einmal, kleine Länder müssten innere Konflikte fortwährend entschärfen – andernfalls würden sie Opfer der Nachbarn. Als positive Beispiele nannte er neben der Schweiz die Niederlande und Österreich seit 1945. Die Negativbeispiele waren die Republik Österreich der Zwischenkriegszeit, Zypern und Libanon. Dieses stete Bemühen, Konflikte nicht ausarten zu lassen, hat schon sehr früh eingesetzt. Im Bauernkrieg von 1653 – wahrlich ein trauriges Kapitel unserer Geschichte – wurden zwar die Anführer der schliesslich unterlegenen Bauern hingerichtet, aber es gab keine Massaker wie in der Landgrafschaft Klettgau, also dem Landstriche entlang des Rheins, wo 1525 der Landgraf in der Kirche von Griessen – quasi vor den Augen unserer Vorfahren – 300 Bauern samt Frauen und Kindern lebendig verbrennen liess.
 
Solche Massaker zu veranstalten, wäre den Eliten der alten Schweiz nicht in den Sinn gekommen. Wohl weniger aus humanitären Gefühlen als aus der Einsicht heraus, dass man sich wieder brauchen wird. So lebten etwa die Patrizier und ihre Landvögte – sicher auch derjenige in Biberstein – beständig in der Angst, die Bauern könnten bewaffnet ihre Schlösser stürmen oder gar vor die Stadt ziehen. Das war keine leere Befürchtung in einer Zeit, als 90 Prozent der Soldaten auf der Landschaft lebten. Ausgleich und Kompromisse zu finden, war daher schon damals angesagt. Auch in den Religionskriegen, auch beim letzten, von dem wir am 25. Juli des 300. Jahrestags der Entscheidungsschlacht (bei Villmergen AG) gedachten, ging es nie darum, die anderen zu bekehren oder zu vernichten – was für ein Gegensatz zum Dreissigjährigen Krieg oder der Verfolgung der Hugenotten in Frankreich! Es ging um Stimmrechte in der Tagsatzung und die gemeinsamen Landvogteien, also eigentlich Nebensächliches. Deshalb ist die Schweiz bis heute ein konfessionell heterogenes Land geblieben.
 
Dieser Wille zum Ausgleich war auch in der Politik immer präsent. Rücksichtslose Gewinnmaximierung auf Kosten der anderen war in der schweizerischen Wirtschaftsgeschichte nie ein Thema. Kein Manager der 60er- oder 70er-Jahre hätte sich Saläre zugeschanzt, wie sie heute üblich geworden sind – nicht weil es am Geld oder Entscheidungsbefugnissen gefehlt hätte, sondern weil man intuitiv wusste, dass Exzesse den sozialen Zusammenhalt und die Akzeptanz der Wirtschaftseliten untergraben. Dass sie Recht hatten, werden ihre Nachfolger bei den anstehenden Volksabstimmungen noch erfahren.“
 
Die Vielsprachigkeit
Der sprachbegabte Professor richtete in der Folge sein Augenmerk auf die mehrsprachige Schweiz, woraus Schwierigkeiten und Chancen gleichermassen entstehen können: „Ausgleich ist und war zentral für ein sprachlich gespaltenes Land. Das war nicht immer so. Die Berner etwa begegneten den Dialekten der Romandie (als ,Welsch’ bezeichnet) mit tiefer Verachtung – das änderte sich erst, als die Westschweiz im 18. Jahrhundert unter französischem Einfluss dazu überging, auch im Alltag die französische Hochsprache zu verwenden und die Berner Patrizier wegen ihrer vielfältigen Bindungen an Frankreich erkannten, was für Vorteile diese Zweisprachigkeit ihres Staatswesens brachte. Zum Gleichgewicht innerhalb der Schweiz trägt auch heute bei, dass die deutsche Schweiz an ihren Dialekten festhält. Denn würden 2 grosse europäische Hochsprachen entlang der Saane aufeinander treffen, wären belgische Zustände nicht undenkbar. Diese Kehrseite unserer Liebe zu den Dialekten sollten auch die Romands anerkennen.
 
Dieselbe Emanzipation wie sie das Französische erlebt hat, steht bei den anderen Minderheitensprachen noch aus. Das Italienische hat grosse Mühe, sich auf nationaler Ebene zu behaupten – für viele Schweizer war es ohnehin nur von Nutzen, um sich mit italienischen Arbeitskräften besser verständigen zu können. Die Sprache der Bediensteten aber war schon zur Römerzeit nicht mit Prestige ausgestattet. Besonders krass trifft dies die älteste Sprache der Schweiz, nämlich das Rätoromanische, das für unsere Ohren ähnlich wie italienisch klingt, in der Struktur aber dem Französischen und vor allem Portugiesischen sehr viel näher steht. Leider ist der Umgang der kantonalen Verwaltung in Graubünden (in Chur) mit den beiden Minderheitensprachen noch immer etwa so, wie man ihn in Asien und Afrika von der britischen Kolonialverwaltung her in Erinnerung hat.
 
Das Problem des sprachlichen Ausgleichs ist insofern schwieriger, als es ohne eigene persönliche Anstrengung nicht geht. Sprachen zu lernen, ist mühsam. Umso wichtiger wären daher Austauschprogramme etwa für Lehrlinge und Studierende. Wir haben seitens der juristischen Fakultäten vor 20 Jahren ein solches Programm ins Leben gerufen, das vor allem in der Romandie grossen Anklang gefunden hat. In den besten Zeiten verbrachte etwa jeder 2. Lausanner Uni-Absolvent ein Jahr an einer Universität der deutschen Schweiz. Dies beweist, dass es geht, aber auch, dass die Romands durchaus nicht sprachfaul sind, wie man ihnen oft unterstellt.
 
Heute aber interessieren sich vor allem die Studierenden in der deutschen Schweiz fast nur noch für englischsprachige Universitäten, unterstützt von einer Mentalität auch im Lehrkörper, der nicht begreifen will, dass der Ausgleich mit anderen Landesteilen auf Englisch einfach nicht funktionieren kann – wenigstens solange nicht, als wir nicht wie die Inder auf diese Sprache umstellen (und vielleicht in 20 Jahren auch Augustansprachen auf Englisch halten).“
 
Das nachbarliche Umfeld
Die Bundesfeierrede zum 721. Geburtstag der Schweiz wurde schon fast zu einer universitären Vorlesung über das Innen- und Aussenleben eines erfolgreichen Landes, dem auch das Glück hold war und in dem man immer wieder einmal froh und selig träumen konnte. Wir folgen dazu den weiteren Ausführungen des Referenten, d. h. seiner persönlichen Sicht. Meinungsvielfalt ist hierzulande alleweil willkommen: „Zentral war für ein kleines Land schon immer das Verhältnis zu den Nachbarn. Ein Amerikaner hat einmal geschrieben, die Schweiz sei jahrhundertlang von Grossmächten umgeben gewesen – dabei war Frankreich bis Ende des 17. Jahrhunderts gar kein Nachbar. Deutschland und Italien waren in unzählige Kleinstaaten zersplittert, und Österreich als einzige nachbarliche Grossmacht war über 2 Jahrhunderte lang mit den osmanischen Türken beschäftigt. Ab 1871 hat der Konflikt zwischen Frankreich und Deutschland die Schweiz indirekt beschützt. Die Nischenposition, die aus diesen Konstellationen für die Schweiz ergab, gehört wohl der Vergangenheit an. Die Frage stellt sich, wie unser Land seinen Platz im neuen Umfeld finden kann.
 
Die Antwort sucht man heute in verschiedensten Vereinbarungen wirtschaftlicher Art. Hier sind die Widersprüche zahlreich und die inneren Interessengegensätze intensiv. Eigenartigerweise wird jedoch kaum je diskutiert, welchen Beitrag eigentlich die Schweiz an die Sicherheit Europas leisten könnte, also nach dem Motto, ,Ihr verzichtet auf den automatischen Informationsaustausch, und wir helfen Euch bei der nächsten Krise’. Zwar ist der Kalte Krieg vorbei, doch wieso soll unser Land nur zuschauen, wenn in Libyen, vor der somalischen Küste und vielleicht bald einmal in Syrien europäische Truppen für Sicherheit und Ordnung sorgen? Es sind schliesslich auch unsere Schiffe und für uns bestimmte Seetransporte, die dank der Initiative der ‚anderen’ sicher am Horn von Afrika vorbeikommen. Solidarität mit Europa und insbesondere unseren Nachbarn braucht sich ja nicht in Steuer- und Wirtschaftsabkommen zu erschöpfen, sondern könnte auch bedeuten, dass wir aktiv unseren Teil zur militärischen Sicherheit beitragen. Es ist konsternierend zu sehen, wie wenig bei der Beschaffung eines neuen Kampflugzeugs davon die Rede ist, mit welchem Flugzeug die Schweiz am wirksamsten ihre Nachbarn unterstützen könnte. Oder wie wenig Wertschätzung die offizielle Schweiz für unsere Soldaten in Kosovo aufbringt, die gerade wegen ihrer Sprach- und interkulturellen Kompetenz von den Betroffenen überdurchschnittlich geachtet werden.
 
Neben der äusseren Sicherheit, deren Wahrung wir an die anderen Staaten Europas ,delegieren’, haben wir lange auch die Probleme der inneren Sicherheit nicht wahrnehmen wollen. ,Die Schweiz als sicherstes Land Europas’ war lange der übliche Selbstbetrug, den die meisten inzwischen durchschaut haben. Wenn wir unseren Nachfahren ein lebenswertes Land hinterlassen wollen, gehört dazu neben der Natur auch eine funktionierende soziale Umwelt. Mit Strafrecht und Strafen allein ist es nicht getan, aber ohne noch weniger.
 
Ein Freund von mir, der seit er 19 ist in den USA lebt, aber regelmässig hierher zu Besuch kommt, sagte mir kürzlich, was ihn an der heutigen Schweiz frappiert: Die Stellung der Frauen und ,le métissage’, also die kulturelle Vielfältigkeit – beides bereichernde Entwicklungen.
 
An 3. Stelle nannte er die Überbauungen. Wo man früher nichts als Wiesen gesehen habe, stünden heute Blöcke, relativ neue und schöne, aber bald wohl baufällige und hässliche. Das stört auch immer mehr Leute hier. Doch die offizielle Losung lautet, die starke Zuwanderung der letzten Jahre habe uns allen viel Wohlstand gebracht. Das stimmt. Aber nur kollektiv, individuell – also pro Kopf gerechnet – geht es uns nicht besser, aber die Lebensqualität hat gelitten. Dabei sind nicht die ,Ausländer’ schuld, sondern unsere eigene Politik der Standort-Optimierung (mit Steuervorteilen u. a.), die seit der Personenfreizügigkeit ausländische Firmen in grosser Zahl zu uns ziehen lässt. Das schmeichelt unserem Selbstwertgefühl, schadet aber unseren Nachbarn und letztlich auch uns selber.
 
Die offizielle Politik sieht keinen Ausweg. Verdichtetes Bauen ist angesagt. Tatsächlich gibt es in den Städten und Dörfern noch grüne Flächen. Man könnte auch auf dem hinteren Teil des Lenzburger Schlosshügels höchst attraktive Türme mit Luxuswohnungen erstellen, das würde gute Steuerzahler bringen und uns als Standort nochmals attraktiver machen ... Man würde natürlich einen Architekturwettbewerb veranstalten und von historischer Kontinuität sprechen, standen dort doch schon zur Zeit der Habsburger turmähnliche Nebenbauten. Die Politik der ,Verdichtung’ des Bauens wird in den chinesischen Grossstädten auf Kosten von Grünflächen und Baudenkmälern rücksichtslos umgesetzt. Die Menschen seien dort nicht unglücklich, sagt uns Avenir Suisse. Das mag sein, weil sie nichts anderes kennen. Ich jedenfalls war froh, nach 2 Monaten die grösste Stadt der Welt verlassen zu können.“
 
Die tiefschürfende Ansprache des Rechtswissenschaftlers Killias, welcher der Sozialdemokratischen Partei (SP) nahesteht, kam auch bei bürgerlich ausgerichteten Zuhörern sehr gut an. So viel Bekenntnis zum Erfolgsmodell Schweiz hätte man nicht zu erwarten gewagt. Die Alphorngruppe Biberstein und der Jodlerklub Haselbrünneli im blauen T-Shirt, geleitet von Trudy Hunziker und präsidiert von Werner Knörr, mögen sich in ihrem Tun, der Verbreitung von Heimatliebe nämlich, bestätigt gesehen haben. Aber selbst die Jodlerinnen und Jodler stimmten gewisse Töne an, die zum Nachdenken animierten: „S’isch nüm gliich im Schwiizerhus“ (es ist nicht mehr gleich im Schweizerhaus), doch lasse man deswegen nicht „di Fecke hange“ – man lässt also nicht die Flügel hängen.
 
Ansonsten ja auch keine Höhenflüge mehr möglich wären – wie sie vom Morgenrot bis zum Abendglüh’n zur Schweiz und mindestens ebenso sehr zu Biberstein gehören.
 
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