Startseite 
Kontakt  °  Inhaltsübersicht  
Seite weiterempfehlen
     20. Januar 2018, 21:50 Uhr
 


Schlossportal
 Kundeneingang

 
 
BLOGs nach Datum sortiert Alle BLOGS zum Zurückblättern
BLOG vom 09.02.2013


Europa, die Finanzkrise und die Peking-Ente – ein Dialog
Autor: Richard Gerd Bernardy, Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Viersen/Niederrhein D
 
Sie: Das stimmt nicht, wenn du behauptest, ich interessierte mich nicht für Politik!
 
Er: Seit wann gilt das denn? Was interessiert dich denn daran?
 
Sie: Was die Tagesschau oder die Tagesthemen so bringen!
 
Er: Du meinst, das handle um Politik?
 
Sie: Um was denn sonst?
 
Er: In erster Linie von dem, was sie sagen dürfen!
 
Sie: Was sagen die uns denn nicht?
 
Er: Dass die Merkel und der Schröder uns da reingeritten haben und dass die Merkel die ganze Krise auch nicht versteht!
 
Sie: Du meinst, die wollen, dass wir glauben, die Regierung habe alles im Griff – und das ist nicht so?
 
Er: Jedenfalls klären die uns nicht offen über die politischen und finanziellen Prozesse auf, die uns alle angehen!
 
Sie: Über die Finanzkrise haben sie doch ausführlich berichtet!
 
Er: Ausführlich? Sie haben viele grosse Zahlen genannt und Länder, die zahlungsunfähig sind. Und dass die Deutschen dafür einstehen sollen!
 
Sie: Das ist doch Politik!
 
Er: Das ist Drumherumgerede, Beruhigung, Verheimlichung!
 
Sie: Wieso?
 
Er: Hast du verstanden, worum es eigentlich geht?
 
Sie: Dass wir den anderen EU-Ländern und den Banken helfen müssen!
 
Er: Haben die im Fernsehen schon einmal gesagt, warum das gut sein soll?
 
Sie: Sie haben gesagt, wenn wir das nicht tun, geht es uns allen bald ganz schlecht!
 
Er: Und warum?
 
Sie: Weil wir den Euro brauchen und die Länder, die jetzt zahlungsunfähig sind, auch!
 
Er: Wieso brauchen wir denn den Euro?
 
Sie: Weil wir keine DM mehr haben!
 
Er: Sollten wir nicht diese wieder zurückfordern?
 
Sie: Meinst du, das gehe so einfach?
 
Er: Das ist das Problem! Unsere Politiker haben den Euro eingeführt und nicht darüber nachgedacht, dass das bei den ungleichen Ländern nicht gut gehen kann, und das Ergebnis sehen wir jetzt.
 
Sie: Du meinst, jetzt haben wir den Salat?
 
Er: Genau!
 
Sie: Mitgegangen, mitgehangen! Sehe ich das richtig?
 
Er: Das siehst du richtig, und um wen geht es dabei?
 
Sie: Um uns, weil Deutschland wirtschaftlich so stark ist!
 
Er: Was meinst du, was das für uns privat bedeutet?
 
Sie: Es kann uns nur schlechter gehen!
 
Er: Glaube ich auch, wir werden sehen!
 
Sie: Wo dran denn?
 
Er: Zum Beispiel an der Inflationsrate! Die wird steigen!
 
Sie: Du meinst, alles wird teurer, und wir werden uns weniger leisten können?
 
Er: Ja! War doch blöd, den Euro einzuführen!
 
Sie: Meine ich auch!
 
Er: Und hat das schon einer in der Tagesschau oder in den Tagesthemen gesagt?
 
Sie: Ich glaube nicht! Wer mag das schon hören!
 
Er: Ich schon! Aber das darf man von denen nicht erwarten!
 
Sie: Wieso?
 
Er: Die Bevölkerung könnte ja wach werden, die Politiker verjagen und die DM zurückfordern!
 
Sie: Meinst du, das könnte helfen?
 
Er: Das weiss kein Mensch!
 
Sie: Und wenn Deutschland den anderen Ländern nicht mehr helfen kann?
 
Er: Dann geht ganz Europa den Bach runter!
 
Sie: So wie das Römische Reich, damals im 4.Jahrhundert?
 
Er: Kann schon sein, bei denen waren es auch Finanzierungsprobleme!
 
Sie: Dann werden die europäischen Länder Entwicklungsländer!
 
Er: Du meinst, so wie Indien und China heute?
 
Sie: Genau! Und die werden wirtschaftlich immer stärker!
 
Kleine Pause.
 
Er: Sag' mal, was gibt es eigentlich heute zu essen?
 
Sie: Reis, Sosse und Chapati! Wenn es soweit ist, haben wir uns an deren Essen schon gewöhnt, meinst du nicht auch?
 
Er: Kannst du nicht noch Peking-Ende dazu tun, schön knusprig?
 
Hinweis auf weitere Blogs über die politische Situation in Deutschland
08.01.2011: Kapitulation vor dem Komplexen: total überforderte Medien
Ihre Meinung dazu?

 
Nach oben  
Alle Blogs
Liste der bisher erschienenen Tagebuchblätter
Blogs nach Autoren
Blogs nach Autoren
Artikel nach Autoren
Wer was geschrieben hat
  Twitter
Wir sind auch auf Twitter, ebenso unsere Gedankensplitter
 
   
  © 2002-2017 Textatelier