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BLOG vom 20.12.2013


Twittersprache: Stranguliert die 140-Zeichen-Beschränkung?
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
„Wir kochen doch alle nur mit Buchstaben.“
*
In den Druckmedien haben Bilder und grafische Elemente die Oberhand gewonnen. Über allem printmedialen Tun thronen heutzutage die Layouter, welche die Text- und Bildgestaltung vorgeben. Sie bestimmen die Textlänge auf die Zeile genau. Weil das alles dem Bereich des Messbaren zugeordnet werden kann, erhalten Aspekte der Aufmachung eine dominante Bedeutung. Ganz besonders trifft dies auf die Titelseiten von Zeitschriften zu. Als ehemaliger Chefredaktor der Zeitschrift „Natürlich“ habe ich monatlich erlebt, wie verlagsintern eigentlich nur das Titelbild bewertet wurde; für den Inhalt schien sich niemand zu interessieren – abgesehen von den Lesern, die diese Bezeichnung verdienen.
 
Die Beschränkung auf wenige vorgegeben Zeilen kann für die publizistischen Entfaltungsmöglichkeiten einen geradezu strangulierenden Effekt haben. Der Zwang zur Verkürzung dehnt sich auch auf die Aussagen aus, die der Verfasser eines Schriftstücks eigentlich unters Volk bringen wollte. Mitteilungen kann man kurz halten, aber Erläuterungen, Ausleuchtungen von Hintergründen bis hinein in die verborgenen Winkel nicht. Sie bleiben auf der Strecke. Das Verstehen eines facettenreichen Sachverhalts wird so verunmöglicht, was sich, wenn es Standard wird, unter anderem auf die politische Bildung und Mitsprache der Gesellschaft verhängnisvoll auswirken kann.
 
Die Druckmedien wurden hinsichtlich der Anwendung von Buchstaben zur Abspeckbranche, ähnlich einer Diät, mit der sich Schwergewichtige das Leben versauern und ihre motorischen Defizite (mangelnde Bewegung) kompensieren. Den Rest besorgen kalorienleere „Worthülsenfrüchte“, wie der Titel des bemerkenswerten Buches von Peter Heisch, herausgegeben vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache SVDS, lautet. Er weiss, dass gelegentlich von einem Schmähbauch statt von einem Schmerbauch die Schreibe ist.
 
Schärfen und Unschärfen
Die textliche Frohwüchsigkeit, in Schweine- und Rindermastställen durchaus „angesagt“, ist bei den Produkten, wie sie Autoren aller Art auf den Kommunikationsmarkt werfen, verpönt. „Zu lange Texte liest heute kein Mensch mehr“, lautet der Weisheiten allerletzter und ständig wiederholter Schluss, und mögen die Beschreibungen noch so sehr darunter leiden. In der Fotografie schätzt man mehr Pixel, der besseren Tiefenschärfe wegen, beim Lesen aber sind offenbar verkürzte Unschärfen zunehmend beliebt. Aus diesem Grunde bilden die verhältnismässig neuen Sozial- beziehungsweise Austauschmedien für Texte, Bilder, Audio und Video wie Twitter und Facebook die Speerspitze an vorderster Front des Kommunikationswesens. Sie liefern ein Konglomerat aus Info- und Unterhaltungshäppchen zum freien Gebrauch, was eine Weiterleitung (Retweet) an Bekannte einschliesst.
 
Konsequent hat Twitter die Textbotschaften auf 140 Zeichen begrenzt, was einer etwas opulenten Schlagzeile entspricht. Kommt man der Aufforderung „Verfasse einen neuen Tweet“ nach, öffnet sich ein leeres Schreibfenster, das mit einer Maschine zum Retourzählen der Buchstaben (inkl. Leerzeichen) kombiniert ist. Schreibt man mehr als 140 Zeichen, ist es unmöglich, das Tweet dem virtuellen Universum zu übergeben. Die Funktion „Twittern“ wird ab dem 141. Zeichen blockiert. Dann heisst es kürzen, abkürzen, und am Ende wird man noch den Schlusspunkt opfern ... die Nutzer wissen ja ohnehin, dass das Textende angekommen ist. Peter Heisch, der den abschliessenden Punkt ehrt, weil dieser mehr als ein „Fliegendreck“ ist und dem vorstehenden Wortlaut das Gewicht eines Hauptsatzes gibt, muss klein beigeben. Diese buchstabenmässige Beschränkung kann allerdings umgangen werden, wenn man mehrere Tweets zum gleichen Thema schreibt oder einen Text fotografiert und diesen als Bild anheftet.
 
Manchmal hören die Texte einfach auf, wenn die 140-Zeichen-Guillotine zugeschlagen hat, so etwa dieses Tweet von jotWeigelt:
 
Heute will mir Twitters 140-Zeichen-Konzept fragwürdiger denn je erscheinen: was, wenn sich das Universum einfach nicht in 140 Zeichen enträ
 
Der Text bricht hier, nach genau 140 Anschlägen, mitten in einem Wort und in einem Satz ab. Der Leser weiss gleichwohl, wie es weitergegangen wäre: die 140 Zeichen genügen nicht, um das Universum zu enträtseln (abgesehen von Albert Einsteins noch wesentlich kürzerer Relativitätstheorie E=m·c2). Für Ausschmückungen und Metaphern besteht schon gar kein Raum mehr.
 
Selbst die NZZ, die ihre Artikel im Twitter verlinkend anzeigt, bedient sich dieses abrupten Schnitts gelegentlich, bei dem der Zufall die Schere führt:
 
Das Geschäft mit Naturgummi harzt: „Tränen des Baumes“ oder Latex wird die Flüssigkeit genannt, die der Kautsc... http://bit.ly/1dyVFcf
 
Das sind aufgezwungene Brachialmethoden, die nichts mehr mit Sprachgestaltung zu tun haben. Grobe Hinweise. Die begleitenden Verlinkungen sind es, welche den Zwang zur Kürze aufheben in beliebige Dimensionen öffnen können. Genau hier liegt auch die Stärke von Twitter als Echtzeitmedium: Was man irgendwo gelesen hat, kann man als Link (als Verweis zu einem anderen Webdokument mit Adressangabe) weitergeben, so dass der Empfänger den Link nur noch anklicken muss, um das beliebig lange Dokument auf den Bildschirm zu holen. So können auch Videobotschaften, Fotoalben, Radio- und Fernsehsendungen usw. verteilt oder beschafft werden. Das Twitter-Netzwerk hat in solchen Fällen einfach die Funktion eines Inhaltsverzeichnisses, eines Wegweisers, welcher das Produkt gleich selber abholt und präsentiert. Das sind schon neue Informationsqualitäten, besonders wenn man seine Twitterer-Auswahl  mit der gebührenden Sorgfalt getroffen hat – informierte Leute, die etwas zu bieten haben, sich selber einbringen.
 
Einleitungen
Der typische Fall einer Weiterleitung mit Vorschau darauf, was geboten wird, findet sich bei Michael Ferber von der NZZ:
 
Droht Europa eine Deflation wie in Japan? Der Ökonom Klaus Wellershoff glaubt das nicht. Das Video-Interview: http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/die-gefahr-einer-deflation-in-europa-ist-klein-1.18201863 …
 
Der bekannte Börsenpessimist Marc Faber („Dr. Doom“) kündigt seine Blogs stichwortmässig an; die Wahl der Ausdrücke lässt bereits auf Fabers skeptische Haltung schliessen, die vor einer Heimsuchung durch das Schicksal warnt:
 
Dollar Meltdown, Massive Financial Bubble, Economic Collapse – Marc Faber http://bit.ly/ITu7En
 
Das Verbreiten von bemerkenswerten Links schliesst einen eigenen Kommentar gewissermassen als Beigabe nicht aus. Hier das passende Beispiel von SENTENZA NP:
 
Rektorin bestraft kleines Kind wegen Handkuss
 
Pseudonyme dienen eher den Schreibern als den Lesern; denn sie ermöglichen ein von allen Zwängen befreites Schreiben. Dadurch kann sich nicht einstellen, worauf der Libanese Nassim Nicholas Taleb im Buch „Antifragilität“ (Knaus) vor allem mit Bezug auf wissenschaftliches Texte hingewiesen hat: „Jede Zeile, die man unter Vorgabe fremder Standards zu schreiben gezwungen ist, tötet im eigenen Inneren ein korrespondierendes Element ab.“
 
Vorbild Aphorismen
Doch wer kann sich allen äusseren Einflüssen entziehen? Beim unverlinkten Verfassen eines in sich abgeschlossenen Tweets hat die 140-Zeichen-Regel zweifellos einengende Auswirkungen auf die sprachliche Ausdrucksweise. Sie nähert sich im Idealfall der Kunst des Aphorismus-Schreibens. Es sind also Gedankensplitter mit vielleicht philosophischem Gehalt (Sentenzen, Aperçus als Bonmots), einem flüchtigen Hinschauen entsprungen. Geflügelte Worte gehören ebenfalls in diese Kategorie, die als pointierte Zitate weiterleben können.
 
Selbstverständlich darf man auch einmal einen Spass mit einer Prise Anachronismus mit ihnen treiben, wie es Maic Wolter tat:
 
„Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiss, ob sie wahr sind.“ (Leonardo da Vinci)
 
Auf dem eigenen Mist gewachsen dürfte auf jeden Fall Claudio Zanettis Tweet sein:
 
„Nur weil viele Journalisten in die Verwaltung wechseln, sollten die übrigen nicht schreiben, als wären sie bereits dort.“
 
Samuel Balsiger kommentierte nach dem Handschütteln Barack Obama ‒ Raúl Castro bei der Abdankungsfeier für Nelson Mandela:
 
Obama reicht die Hand Ist es die gleiche mit dem er Bomben-Drohnen sendet? http://www.20min.ch/ausland/news/story/15443771 … pic.twitter.com/faDeiCA7eV
 
Solches ersetzt schon fast einen politischen Kommentar, wie auch dieser Splitter, von Nicole Britz hingeworfen:
 
Mandela ist tot! Regierungschefs loben seinen ermüdlichen Kampf für die Freiheit. Zu Hause schaffen sie Freiheiten ab. #heuchler.
 
Das Hashtag genannte Doppelkreuz # dient übrigens der Verschlagwortung im Rahmen der Suchfunktion.
 
Das Twitter wird zur Schule für alle Sprachpuritaner, oder, sagen wir einmal, für Sprachreiniger, die komplex verschlungene Sätze mit Nebensätzen als Gräuel empfinden, auch wenn damit manchmal komplizierte Sachverhalte und Gleichzeitigkeiten in angemessener Sprache umschrieben werden können. Das geschieht etwa in Franz Kafkas Erzählung „Ein Hungerkünstler“, in der sich der Nahrungsabstinent, gutmeinende Wächter, der Impresario, Hilfspersonal und Publikum in einer Jahrmarkatmosphäre verknäueln. Die Sprache eignet sich dazu, die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen darzustellen, wenn sie genügend beherrscht wird.
 
Hauptsache Hauptsatz
Der Philosoph Ernst Bloch erkannte die gleichzeitige Anwesenheit von Phänomenen mit ungleichen historischen Wertigkeiten: Nicht alle leben dasselbe Jetzt. Denn alle tragen Früheres mit sich, das sich einmischt. Zudem finden – wie dem beizufügen ist – alle Ereignisse in einem weiteren Zusammenhang statt: Wenn ich Kartoffeln grabe, begegne ich Bodenlebewesen, werde vielleicht von der Sonne beschienen, hörte den Gesang von Vögeln und Flugzeugmotoren und rieche die modrige Feuchtigkeit der Erde. Man verbinde diese Aufzählung zu einem sprachlichen Gesamterlebnis:
 
Als die Hacke, begleitet von Vogelgesang, teilweise von Flugzeugmotorenlärm überdeckt, die Erde geöffnet hatte, floh ein Wurm die Nachbarschaft einer reifen Kartoffel in der von der Sonne ausgeleuchteten Grube, aus der mir ein Geruch nach feuchter, gesunder Erde zuströmte, eine Erinnerung an die Anbauschlacht während des 2. Weltkriegs.
 
Dieser kompakte Satz, zu Erläuterungszwecken frei zusammengeschustert, vermittelt mehr Atmosphäre als eine blosse Aufzählung von Bruchstücken. Kafka beherrschte diese Kunst des Verknotens; der hausgemachte Beispielsatz wäre unter seiner Feder selbstverständlich runder geworden.
 
Kafka, der sich in der sprachlichen Einfachheit wie auch in ausschweifenden Formulierungen auskannte, hinterliess bemerkenswerterweise auch umfangreiche Aphorismen-Sammlungen, insbesondere zu religiösen und lebensphilosophischen Themen: „Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.“ Eine einfache Ausdrucksweise findet sich in seinen unvollendeten Romanen „Das Schloss“ und „Der Prozess“. Anderweitig begegnet man dem Absurden, Unheimlichen, Angst Einflössenden, das man als kafkaesk (auf unergründliche Weise bedrohlich) bezeichnet. Dem würde eine aufs Gerippe reduzierte Sprache niemals gerecht.
 
Die Sprache sollte dem Thema angemessen sein, wobei es ein Kunststück ist, verworrene Sachverhalte auf einfache, verständliche Weise zu erklären. Doch wenn sich eine Entwicklung in Richtung Spracharmut, Sprachverarmung, Sprachverfall und weiter zu einem wortarmen Kanzleistil entwickelt, ist das ein Verlust. Kafka beurteilte das schweizerische Deutsch als Sprache, die „mit Blei ausgegossen“ ist. Falls das zutreffen sollte, könnten wir etwas Leichtfüssigkeit gebrauchen; Mundartausdrücke können hier weiterhelfen. Vielleicht liegt es an unserer Liebe zu Hauptsätzen, die auch Kurt Tucholsky teilte. Seine 3 Ratschläge für einen guten Redner (und wohl auch Schreiber) „Hauptsätze. Hauptsätze. Hauptsätze.“
 
Die verkürzte Twitter-Sphäre zwingt zum Meiden von Nebensätzen, die auch Bestandteile von Verschachtelungen sein können. Die erlaubte Anzahl Anschläge liefe aus dem Ruder. Am einprägsamsten sind ein oder zwei Hauptsätze, die mit Vorteil ohne Anglizismen auskommen, abgesehen von jenen Begriffen, die ins Deutsche Einlass gefunden haben: twittern (zwitschern) gehört dazu. Denn wie Wolf Schneider im Buch „Speak German!“ (Rowohlt) auflistet, gibt es nicht nur im Englischen, sondern auch im Deutschen genügend kurze, kraftvolle Wörter: Der Berg ist kürzer als der Mountain, der Trost liest sich schneller als the consolation. Und das Wort absurd hat weniger Buchstaben als preposterous, bei dem zu allem Elend (misery) noch die Schwierigkeiten mit der Aussprache kommen.
 
Fragmente
Immer und überall geht es darum, zu verstehen, was gemeint ist, auch damit eine Kommunikation der inneren mit der äusseren Welt stattfinden kann. Gerade bei Twitter wird diese von einsamen Schreibern oft gesucht, so etwa wenn AlbrechtD seine Fangemeinde fast jeden Morgen zweisprachig zum Kaffee einlädt:
 
Guten Morgen liebe Leut! #Kaffee? Good morning dear folks! #Coffee?
 
Solche Tweets sind an sich sinnlos, aber dennoch Bestandteile einer persönlichen Zeremonie, genau wie der Morgengruss in einer Partnerschaft. Oder aber in der folgenden Variante von blauäugigeblondine‏@welpenblut, die aus dem Kontrollwesen stammen könnte:
 
Samstag morgen und meine Mama ruft der Reihe nach ihre Töchter an und fragt: „Und? Wieder nüchtern?“
 
Solcherart fragmentarische Fassungen, die Randbedingungen weitgehend ausser Acht lassen, entsprechen dem modernen Kunstempfinden möglicherweise besser als ein detailliertes, geglättetes Werk.
 
Die auf der Strecke gebliebene Logik gibt der folgenden Sentenz mit der Absenderangabe BZ Berlin B.Z. den nötigen Pfiff:
 
Nach sieben Tagen #Nebel schaffte es die Sonne in Berlin endlich wieder ans Licht. Aber die Aussichten sind trübe.
 
Ein Meister der Reduktion in diesem Sinne ist der twitternde Jürg Mösli:
 
Nieder mit dem Individualismus!
 
Das dürfte ironisch gemeint sein und wird zur Anklage.
 
Ähnlich kritisch lässt sich „Frau Von und Zu“ (Susi von Sinnen) vernehmen:
 
„Ihr wisst ja, ich liebe Röcke, weil ich die auch ohne Beisszange anziehen kann...“
 
Wortspiele müssen exakt kombiniert sein, wollen sie ihren Unterhaltungswert voll zur Entfaltung bringen. So hat der twitternde FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher zu den Hintergrundaktionen in den politischen Dunkelkammern festgehalten:
 
„Geheimtreffen so geheim, dass es fotografiert und von Agentur verbreitet wird, weil sonst niemand wüsste, dass es stattgefunden hat.“
 
Nicht alle Wortspielereien haben so viel Tiefgang. Harry Schlumpf:
 
„Sagen Sie mal ein Wort mit vier ‘sch’ ! ,Reschtschreibschwäsche.’ Wir melden uns...“
 
Auch mit Nuancen aus der Sprachlehre lässt sich spielen, wie es TeddyBaer tat:
 
„Liebe Schwiegermutter, ich habe dich Ungeheuer lieb!" Rechtschreibung ist wichtig.
 
Und mit Zynismus garnierte ein „Ahoi Polloi“ moderne Ausdrucksweisen:
 
„Texte ohne die folgenden Wörter sind ab heute ungültig: – Diskurs – Narrativ – Privilegien – Mem – unterkomplex“
 
Der Schlusspunkt fehlt hier. Dennoch schliesse ich diese Betrachtung ab. Aus Platzgründen. Punkt. Wahrscheinlich ist sie für die heutigen Bedürfnisse ohnehin zu lang geraten. Dazu habe ich im Internet den folgenden Text von Martin Giesler („Die Journalismus-Trends 2013 im Überblick“) gefunden:
 
„Wer liest schon Artikel bis zum Ende? Genau. Und vor allem liest keiner Artikel bis zum Ende, wenn er gerade in der U-Bahn sitzt oder in der Schlange bei Starbucks steht. Deshalb muss sich auch der Journalismus anpassen und sinnvolle Häppchen anbieten, die schnell verdaut werden können (...) In Deutschland gibt es keine Publikation mehr, die bei der Ausspielung ihrer Inhalte nicht auch an mobile denkt. Bald wird es nicht mehr heissen: online first, sondern mobile first.“
 
Jetzt wissen wir also, wohin die Reise geht. Wegen der grossen Verbreitung der Handys (Mobiles) hat sie schon begonnen. Die Miniaturisierung der Telefonie ist das Pendent zur Verkürzung des Schreibens.
 
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