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BLOG vom 23.02.2015


Das US-Protektorat Deutschland, eine geknebelte Nation
Autor: Walter Hess, Publizist (Textatelier.com), Biberstein AG/CH
 
 
Vor der US-Allmacht haben alle Angst; ich stelle das selbst in der Schweiz immer wieder fest, vor allem in Bezug auf den Wirtschaftskrieg gegen unsere Grossbanken, die milliardenschwere Erpressungen über sich ergehen lassen und Millionen für kommende Raubzüge in Reserve halten müssen. Geradezu exzessiv ist diese Unterwürfigkeit ganz im Allgemeinen in Deutschland, einem Land voller innovativer Kraft und Leistungswille, das seit dem Ende des 2. Weltkriegs als US-Protektorat gilt und diesen Status bis heute nicht vollständig beenden konnte – und allerdings auch nicht allzu viel in dieser Richtung unternahm. Die USA spielen sich als Siegermacht auf, obschon es im 2. Weltkrieg im Wesentlichen die Sowjetunion war, welche die deutsche Armee beim Russlandfeldzug (Ostfeldzug) in die Knie zwang und entscheidend schwächte, wie auch die derzeitige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zugab, die 2010 in Moskau sagte, Josef Stalin habe die Deutschen befreit, und dafür müssten sie ihm Zeit ihres Lebens dankbar sein. Vom Institut für Zeitgeschichte in München wurde 2011 die Gesamtopferzahl dieses Krieges in der Sowjetunion mit 26.6 Millionen Menschen angegeben: darunter 11.4 Millionen sowjetische Soldaten, von denen 8.4 Millionen durch Kampfhandlungen und 3 Millionen in deutscher Kriegsgefangenschaft starben.
 
Bei Kriegsende begingen die Alliierten ungeheure Grausamkeiten, wie zum Beispiel im Buch des kanadischen Geschichtsprofessors James Bacque „Der geplante Tod“ nachgelesen werden kann. Die 3 Siegermächte des 2. Weltkriegs (Sowjetunion, Grossbritannien und USA; Frankreich erhielt diesen Titel anschliessend auch noch) arbeiteten das berühmte Potsdamer Abkommen aus, worin es vor allem um die politische und geografische Neuordnung Deutschlands ging. Es ist vom 02.08.1945 datiert. Im Hauruck-Verfahren wurde die Aufteilung Deutschland in Besatzungszonen vorgenommen und ein alliiertes Kontrollverfahren konkretisiert.
 
Der damalige Gründer und Herausgeber des „SPIEGEL“, Rudolf Augstein, schrieb dazu: „Das Gespenstische an der Potsdamer Konferenz lag darin, dass hier ein Kriegsverbrechergericht von Siegern beschlossen wurde, die nach den Massstäben des späteren Nürnberger Prozesses allesamt hätten hängen müssen. Stalin zumindest für Katyn, wenn nicht überhaupt. Truman für die völlig überflüssige Bombardierung von Nagasaki, wenn nicht schon für Hiroshima, und Churchill zumindest als Oberbomber von Dresden zu einem Zeitpunkt, als Deutschland schon erledigt war. Alle drei hatten sogenannte Bevölkerungsumsiedlungen verrückten Ausmasses beschlossen, alle drei wussten, wie verbrecherisch diese vor sich gingen.“
 
Aufgrund eines geheimen Zusatzabkommens wurden die BRD und die DDR zusätzlich unterjocht. Die Dienststellen der Sieger auf deutschem Boden (Flugplätze, Kasernen, Liegenschaften usf.) verblieben bei den Siegern, und diese erhielten das Recht, jederzeit auf deutschem Gebiet tätig zu werden, wenn immer sie ein eigenes Schutzbedürfnis empfinden sollten. Sie erhielten zudem Vorbehaltsrechte in Bezug auf alle deutschen Medien, Filme, Kultur, Bildungswesen und Erziehung (Aufsicht, Kontrolle, Zensur und Lenkung). Ein Kontrollrat der Alliierten verfasste am 12.10.1946 die Direktive Nr. 40 („Richtlinien für die deutschen Politiker und die deutsche Presse“). Parteien und Presse wird darin u. a. verboten, „Gerüchte zu verbreiten, die zum Ziele haben, die Einheit der Alliierten zu untergraben oder welche Misstrauen oder Feindschaft des deutschen Volkes gegen eine der Besatzungsmächte hervorrufen.“
 
Die Sieger benahmen sich als Eroberer, die bis tief in die Zukunft hinein das Sagen haben. Und dem deutschen Volk wird noch heute von den eigenen Politikern ein immerwährendes Kriegsschuldbewusstsein eingeimpft, auch den jüngeren Generationen, die mit dem besten Willen nicht für die Geschehnisse in der Zeit zwischen 1939 und 1945 zur Verantwortung gezogen werden können. Aus meiner Sichtweise sind das unglaubliche Vorgänge, die jeder Vernunft spotten. Bezeichnenderweise wird das europäische Machtgerangel, das dem 2. Weltkrieg voran ging, weitgehend ausgeblendet, so etwa die Aussage von Winston Churchill im November 1936 zu US-General Robert E. Wood: „Deutschland wird zu stark, wir müssen es zerschlagen.“ Und derselbe Churchill, der in seinen Kriegslüsten nicht zu bremsen war, doppelte im November 1930 im englischen Rundfunk nach: „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“ Dementsprechend stand Churchill in höchstem Ansehen.
 
Am 12.09.1990 wurde in Moskau zwischen den 4 Siegermächten einerseits und der BRD/DDR anderseits der Zwei-plus-Vier-Vertrag (Vertrag über die abschliessende Regelung in Bezug auf Deutschland; kurz: Regelungsvertrag) besiegelt, damit die Wiedervereinigung vonstattengehen konnte. Aber die vollständige Souveränität erhielt Deutschland dadurch bei Weitem nicht, auch wenn das im Vertrag, der sich in Widersprüchen verliert, so steht: „Der Vertrag stellt die volle innere und äussere Souveränität des vereinigten Deutschland her.“ In den übrigen 9 Punkten wird diese Bestimmung gleich wieder ausgehebelt, nachzulesen unter
 
Eine weitere Schmälerung der deutschen Souveränität (Unabhängigkeit gegenüber anderen Staaten) findet sich in einem Gesetz vom 03.01.1994 (Bundesgesetzblatt 1994, Teil II, S. 26‒43) zu den Notenwechseln vom 25.09.1990 und 23.09.1991 über die Rechtsstellung der in Deutschland stationierten Streitkräfte und zu Fragen in Bezug auf Berlin. Das Besatzungsrecht inklusive das Stationierungsrecht der Nato-Partner gelten also weiterhin. Dass sich Deutschland das bieten lässt und noch heute in Selbstbeschuldigung macht!
 
Die Auswirkungen der Einbindung von Deutschland in den Herrschaftsbereich der seinerzeitigen Alliierten und insbesondere der gewalttätig nach Weltherrschaft strebenden USA manifestiert sich nach wie vor insbesondere bei den deutschen TV-Staatssendern, den Mainstreammedien und so weiter, was an einer ausgesprochen einseitigen Berichterstattung zu erkennen ist. Den Preis dafür bezahlen die Medien selber, indem sie ihre Glaubwürdigkeit beim breiten, aufgeklärten Publikum verloren haben. Als Ausgleich blüht eine ausgezeichnete Kabarettistenszene, die mit ihrer gewissen Narrenfreiheit einige Wahrheiten getarnt verkünden darf. Und zudem erleben die Sozialmedien einen starken Aufschwung, die schwieriger zu kontrollieren sind – aber das wird schon noch gelöst werden ... Facebook leistet Zensur-Schrittmacherdienste, wie ich aus eigener Erfahrung anmerken darf.
 
Auch das Abhören und Kontrollieren aller Deutschen (und auch anderer Nationen) gehören zur Unterjochung; die scheuen Proteste vonseiten der Betroffenen an die USA, darunter jene der Bundeskanzlerin Merkel, haben einen Proforma-Charakter, bleiben folgenlos. Die Kontrolltätigkeit des CIA geht weiter.
 
Laut der inter.info aus Linz (Österreich) vom November 2010 gelten die Knebelvorschriften, mit denen Deutschland niedergehalten wird, bis 2099 (ich wiederhole: bis 2099), so gelesen im Buch „Neues von der Euro-Mafia“ von Holger Strohm (Kai Homilius Verlag, Berlin 2012). Für die noch immer in Deutschland stationierten 42 450 US-Soldaten haben die Deutschen finanziell aufzukommen; es ist, als ob die Ochsen ihre eigenen Joche bereitstellen müssten.
 
Über die heute noch bestehenden ausländischen Militärbasen in Deutschland findet sich hier eine gute Zusammenstellung:
In diesem Dokument sind auch die Rechtsgrundlagen erwähnt.
 
Am aufsässigsten unter den Siegernationen sind natürlich – wie könnte es auch anders sein – die Amerikaner mit ihrem unerträglichen Weltherrengehabe. Via Deutschland strecken sie in Europa ihre Tentakel aus; denn Deutschland mit seiner wiedererwachten, bewunderungswürdigen Wirtschaftskraft wurde zur dominanten Finanzgrösse innerhalb des 28 Länder umfassenden EU-Staatenbunds und wird entsprechend ausgenommen. Seine praktischen Auswirkungen findet das darin, dass die USA über Angela Merkel, die im Twitter einmal als US-„Schosshündchen“ bezeichnet wurde, die EU im Griff hat. Und allfällige Restaufgaben werden von Brüssel aus direkt im Sinn und Geist der Weltregierung von jenseits des Atlantiks erledigt.
 
Die Abbuchung dieser Tatbestände unter „Verschwörungstheorien“ wird nicht gelingen; denn Barack Obama sagte in einem Anflug von Ehrlichkeit: „Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird auch so bleiben.“ Der Publizist Holger Strohm schrieb dazu: „Das Ziel dieser Politik ist, den USA, Israel und einigen europäischen Ländern ewigwährenden Reichtum zu gewähren. Während in Deutschland die Medien nicht wagen, hierüber zu berichten, macht man in den USA hieraus kein Geheimnis. So sagte General William E. Odom (Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat unter Carter und Generalstabschef für Spionage unter Reagan) am 25.04.1999 in der Fernsehsendung ,One on One’: ,Wir sind in Deutschland, für immer, und es zahlt sich aus...’ (...) Odem fügte hinzu, dass die NATO nicht als Verteidigungsbündnis geschaffen wurde, sondern als Instrument gegen Deutschland gerichtet ist.“ Strohm im Weiteren: „Alle deutschen Politiker haben ihr Volk systematisch belogen (...). Deutschland ist nicht souverän, auch nicht innerhalb der EU!“
 
Die Unterwerfung unters US-Joch wirkt sich für Europa verheerend aus, wie in den letzten Monaten am Beispiel Ukraine trotz der verzerrten, praktisch ausschliesslich amerikanische Interessen berücksichtigenden Berichterstattung der eingebetteten Medien offensichtlich wurde; sie war und ist für denkende Menschen kaum noch erträglich. Über die Ukraine versuchen die US-Mächtigen mit der Marionette Barack Obama, Russland zu destabilisieren und Wladimir Putin, der für die Autonomie seines Reichs einsteht, aus dem Amt zu vertreiben und um ein der westlichen Wertegemeinschaft genehmes Regime zu etablieren. Die Herrscher im Westen haben allerdings nicht mit dem Selbstbewusstsein und Zähigkeit des russischen Volks gerechnet. Die EU trägt in vollendeter Einfalt  in den USA ausgeheckte Sanktionen gegen Russland mit, die ihr selber einen nachhaltigen Schaden zufügen; die Drahtzieher im weit entfernten Amerika aber sind davon kaum betroffen. Der Schaden für den Westen bezieht sich neben viel anderem auch auf die zunehmende Ausrichtung von Russland in Richtung Osten (China), die in absehbarer Zeit wohl kaum mehr rückgängig gemacht werden wird.
 
Die Kultur der Unterwerfung arbeitet sich zurzeit gerade am TTIP-Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen den USA und der EU ab, mit dem die USA in ihrer globalen Arroganz Europa ihren Gentech- und Hormonfleischschrott bis zu den legendären Chlorhühnern, einer US-Spezialität (die Amerikaner tauchen die Hühner nach der Schlachtung in ein Chlorbad, angereichert mit Natriumchlorit, Trinatriumphosphat und einer Mischung von Peroxysäuren) aufdrängen wollen. Das Einfallstor Merkel steht auch hier wieder weit offen. Den Cocakolonialismus und die Big-Macs haben wir bereits geschluckt.
 
Auf ähnliche Weltkriegs-geschichtliche Grundlagen gehen die Fluten an US-amerikanischem Film- und Musik-Sondermüll zurück, die kulturellen Leistungen aus anderen Ländern wie etwa den russischen Chorgesang, französische Chansons, chinesische und anderweitige asiatische, tönende Zartheiten usf. verdrängt haben. Radio DRS widmet heute noch halbe Abende der Vermarktung von Frank Sinatra („Frankyboy“), dessen Mafia-Zugehörigkeit, als Kuba noch als Bordell Amerikas diente, allgemein bekannt ist. Man sollte diese dubiose Gestalt wenigstens in Frieden ruhen lassen und unsere Ohren von der New-York-Verherrlichung verschonen.
 
Die amerikanischen Einflüsse verfolgen uns auf Schritt und Tritt, bis hin zur Sprache Englisch, die nationale und regionale Eigenheiten überlagert. Der CEO der Grossbank Credit Suisse, der Amerikaner Brady Dougan, der seit bald einem Vierteljahrhundert in der Schweiz tätig ist, weigert sich konstant, ein deutschsprachiges Wort von sich zu geben. Ein stolzer Kontinent wird von den kulturlosen USA mit ihren Plünderern und Kriegern wie der letzte Dreck behandelt.
 
Wir lassen uns nicht nur alles bieten, sondern sind voller Bewunderung für jene, die uns ausnehmen und für ihre Zwecke missbrauchen.
 
 
Quellen
Strohm, Holger: „Neues von der Euro-Mafia. Eine Medien-Dokumentation“, Kai Homilius Verlag, Berlin 2012.
Verschiedene Bände Kosiek, Rolf, und Rose Olaf (Herausgeber) „Der grosse Wendig. Richtigstellungen zur Zeitgeschichte“, Grabert Verlag, Tübingen.
 
 
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