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BLOG vom 10.07.2008


Vortrag über die Heilpflanzen: Vital, potent und nicht dement
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
„Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheke.“
(Paracelsus)
*
„Jede Pflanze stellt etwas Fertiges, in sich Abgeschlossenes dar, denn es handelt sich um ein Rezept, dem Intelligenz, Voraussicht und weise Planung zugrunde liegt. Heilpflanzen sind Komplexe von bekannten und unbekannten Stoffen, die oftmals nur als Ganzes ihre Heilwirkung entfalten. Es ist daher nur bedingt richtig, sich nur auf die Hauptwirkstoffe einer Pflanze zu verlegen, denn oft sind die Begleitstoffe von ausgleichender Wirkung.“
(Alfred Vogel)
*
„Die Kräuterkunde ist viel älter als die heutige chemische Medizin; sie geht bis hinunter zur Wiege der Menschheit.“
(Johann Künzle)
*
 
In den letzten Jahren berichtete ich bereits über meine Vorträge über Heilpflanzen anlässlich von Bärlauchkochkursen beim Olympiakoch Jochen Stückler, Hotel Arnica in Todtnauberg (www.hotel-arnica.de). Diesmal fand in der Zeit vom 03.–06.07.2008 ein Kräuterkochkurs statt. Am 04.07.2008 führte Jochen Stückler am Vormittag eine Kräutersammlung um Todtnauberg herum durch. Die von ihm und den Teilnehmern gesammelten Kräuter wurden später für seine Gerichte verwendet. Und um 14.30 Uhr war ich an der Reihe. Ich führte Folien mit einem Tageslichtprojektor vor, anschliessend wurden Dias von den wichtigsten Heilpflanzen gezeigt.
 
Unter den Gästen befanden sich ein Ehepaar und eine Frau aus St. Moritz. Auf meine Frage, warum sie aus so einer schönen Gegend ausgerechnet in den Schwarzwald reisen, antwortete die ältere Dame, sie kämen öfters hierher und fänden den Schwarzwald ausgesprochen schön. Sie werden auf jeden Fall wieder nach Todtnauberg reisen.
 
Aus meinem Vortrag einige Höhepunkte, soweit sie noch nicht in früheren Arbeiten beschrieben wurden.
 
600 000 Pflanzen weltweit
Man kennt heute etwa 600 000 Pflanzen, von denen etwa 10 % erforscht sind. Es schlummern in diesem Reichtum wahrscheinlich noch viele Arzneistoffe. Aus diesem Grunde forschen jetzt immer mehr Pharmafirmen nach neuen Arzneien aus Urwaldpflanzen und Meerestieren, da die Synthese von neuen Stoffen immer aufwändiger wird.
 
Während man es viele Jahrzehnte vorzog, den oder die Hauptwirkstoff(e) zu isolieren, wie das Chinin aus der Chinarinde, das Morphin aus dem Schlafmohn, das Atropin aus der Tollkirsche oder die Digitalisglykoside aus den Fingerhutblättern, verwendet man heute lieber wieder die ursprüngliche, ganze Pflanze oder Teile von ihr und stellt daraus Tees, Auszüge (Tinkturen, Extrakte) her. Man berücksichtigt nämlich, dass neben den Hauptwirkstoffen noch begleitende Nebenwirkstoffe in der Pflanze enthalten sind, die für bessere Wirkungen und Verträglichkeit sorgen.
 
Zu Beginn meines Vortrages erwähnte ich neueste Fakten aus dem Internet und der Heilpflanzenforschung. So werden jährlich in Deutschland 45 000 Tonnen Heilpflanzen-Rohmaterial verarbeitet. Das Erstaunliche: 70 % stammen aus der freien Natur. Deutschland ist punkto Heilpflanzenverbrauch europäische Spitze. 2/3 aller Deutschen (das ist sicherlich auch in der Schweiz und Österreich der Fall), schätzen die Heilpflanzen-Therapie. Der Hauptgrund ist, dass solche Zubereitungen geringe oder gar keine schädlichen Nebenwirkungen entfalten.
 
Naturarzneimittel helfen wirklich!
Früher wurde von der Pharmaindustrie, die chemisch-synthetische Arzneien auf den Markt bringt, immer wieder behauptet, die eine oder andere Wirkung von Naturarzneien sei nicht bewiesen, da gar keine oder zu wenig Studien vorliegen. Oft war es so, dass sich kleine Firmen die teuren Studien nicht leisten konnten. Inzwischen sieht es etwas anders aus.
 
Einige neuere Untersuchungen über die Wirkung von Heilpflanzen:
Ginkgo: Wer regelmässig Ginkgo biloba Extrakte einnimmt, stärkt das Gedächtnis, kann Demenz vorbeugen und das Leben verlängern. Eine Studie mit über 3500 Patienten, die von französischen Forschern erstellt wurde, konnte diesen Effekt nachweisen (Zeitschrift für Phytotherapie 2008; 29:129‒130).
 
Efeu: Durch zellbiologische Untersuchungen wurde ermittelt, dass das Saponin Alpha-Hederin für die Wirkung verantwortlich ist. Dieser Wirkstoff reguliert die Atemwegsfunktion, hilft den Schleim zu verflüssigen, und es kommt zu einer Entkrampfung der Bronchien. Efeupräparate, die man nie selber herstellen sollte, werden insbesondere bei Kindern zur Linderung des Hustenreizes und zur Verflüssigung des Bronchialschleims verordnet.
 
Arnika: Die Arnika ist heute eine unserer wichtigsten Heilpflanzen. Sie erwies sich in neueren Untersuchungen als ein hervorragendes Mittel mit entzündungshemmender, schmerzlindernder, antiarthritischer, durchblutungsfördernder und keimtötender Wirkung. Entsprechende Zubereitungen, wie z. B. das Arnika-Frischpflanzen-Gel von Bioforce, helfen nicht nur bei rheumatischen Erkrankungen, sondern auch bei Quetschungen, Prellungen, Blutergüssen, Verstauchungen, Entzündungen nach Insektenstichen.
 
Die Sesquiterpenlactone der Arnika sind potente Hemmstoffe von 2 bei Entzündungen verantwortlichen Faktoren (NF-kB, NF-AT).
 
Inzwischen gibt es etliche Studien, bei denen die Wirksamkeit des Arnika-Frischpflanzen-Gels nachgewiesen wurde. Bei Kniegelenksarthrose zum Beispiel wurden nach einer 3-wöchigen Therapie eine Verminderung der Schmerzen und eine Besserung der Beweglichkeit der Gelenke ermittelt.
 
Im Vortrag wies ich besonders auf die Verdienste von Alfred Vogel, der einer der bekanntesten Verfechter der Natur- und Pflanzenheilkunde war, hin. Auch erwähnte ich eine Begegnung mit ihm in seinem Heilpflanzengarten in Aesch BL, der mit Sonnenhutpflanzen reich bestückt war. Zu jener Zeit blühten die Pflanzen in voller Pracht. Es war ein herrlicher Anblick, den ich dort nicht erwartet hätte. Alfred Vogel war glücklich und zufrieden, weil seine Pflanzen so prächtig gediehen. Das war nicht selbstverständlich, da immer wieder Wühlmäuse im Feld ihre Arbeit verrichteten. Aber er wusste sich zu helfen. Er pflanzte zwischen den Sonnenhutgewächsen Knoblauch an, der nach seiner Beobachtung die Mäuse vertrieb. Ausserdem zog er einen Schneckenzaun herum, um die heranwachsenden Pflänzchen vor den gierigen Fressattacken dieser Weichtiere zu schützen. Damit die Schnecken die Hindernisse nicht überwinden konnten, seifte er den vielleicht 15 cm hohen Blechzaun, der oben nach aussen eingerollt war, kräftig damit ein. Nun rutschten die vorwitzigen Schnecken aus, und es wurde nichts mit dem grossen Fressen.
 
Der Schweizer unter den Gästen erzählte mir eine interessante Geschichte. Er kannte Alfred Vogel ebenfalls. Persönlich ist ihm ein Fall einer Heilung bekannt. Ein Mann litt nachweislich unter einem Gehirntumor, und die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben. Ihm wurde geraten, sich an Alfred Vogel zu wenden. „Mit seinen Naturarzneien hat er ihn geheilt“, berichtete der Mann.
 
Heilkräuter-Hausapotheke
In meinem Vortrag erwähnte ich auch, was man beim Sammeln von Kräutern beachten muss. Auch wurde die Frage beantwortet „Was gehört in eine Heilkräuter-Hausapotheke?“
Hier eine kleine Aufstellung:
 
Kamille: für Magen- und Darmbeschwerden, Spülungen im Mundbereich, Hautentzündungen, Inhalation bei Erkältungen.
Pfefferminze: bei Blähungen, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden.
Melisse: bei Unruhe, Nervosität (auch als Badezusatz).
Brennnessel: zur Anregung der Harnausscheidung, bei rheumatischen Beschwerden.
Lindenblüten: bei Erkältungskrankheiten.
Spitzwegerich: bei Husten.
Ringelblume: Aufgüsse, Tinkturen oder Salben bei Entzündungen des Nagels, der Haut, Dekubitus, Muskelverletzungen, Risswunden, Furunkel, Blutergüsse, Insektenstiche, Akne, zur Fusspflege.
 
Ein bewährter Haustee besteht aus folgender Mischung: Hibiscusblüten, Hagebutten, Brombeerblätter, Pfefferminzblätter.
 
Als ich den Löwenzahn in Form von Tee, Tinktur oder Pflanzensaft bei Blähungen, Völlegefühl und auch den Enzian bei Magenschwäche, Appetitmangel und Blähungen empfahl, meinte ein Gast spitzbübisch grinsend: „Wenn ich diese Pflanzen nicht vorrätig habe, dann greife ich zu einem Ramazotti.“ Der hilft auch bei Verdauungsbeschwerden.
 
Dieser italienische Kräuterlikör enthält übrigens Auszüge von 33 meist aromatischen Kräutern. Wer diesen nicht möchte, der kann einen Versuch mit Bärwurz- oder Blutwurzschnaps machen. Schnaps sollte man nicht vor, sondern erst nach dem Essen konsumieren.
 
Potenzsteigernder Wirkstoff in der Brennnessel?
„Die Brennnessel ist so eine wunderbare Pflanze, dass sie sich der Mensch ums Herz pflanzen müsste“, schrieb einst Rudolf Steiner. Alle Teile der Pflanze haben eine Wirkung. Schon die alten Römer schätzen die Brennnessel, nicht das profane Kraut, sondern die Samen. Sie gebrauchten den Samen als „Liebesmittel“. Vor Jahren verkaufte ein Produzent einen Brennnesselsamenextrakt sehr erfolgreich als potenzsteigerndes Mittel. Bald darauf durfte er diese Anwendung nicht mehr auf die Verpackung aufdrucken. Heute wirkt das Produkt nur noch „vitalitätssteigernd“ (es wird Menschen empfohlen, die abgespannt, überarbeitet und Belastungen ausgesetzt sind). Das klingt unverfänglich. Bei der Aussage „potenzsteigernd“ hätte der Hersteller aufwändige Studien in Auftrag geben müssen.
 
In Ungarn gaben früher gewiefte Pferdehändler den Tieren, bevor sie veräussert wurden, Nesselsamen ins Futter. Die Wirkung soll enorm gewesen sein. Die Tiere wurden lebhafter, bekamen ein glänzendes Fell und einen feurigen Blick. Stellen Sie sich vor, dieselbe Wirkung würde bei Menschen eintreten (möglich wäre dies ja!). Jochen Stückler empfahl die Einnahme erst nach dem Kochkurs. Die Gäste müssen sich ja in aller Ruhe auf die Zubereitung von Speisen konzentrieren.
 
Aber nicht nur der Samen hat es in sich, sondern auch die Wurzel und die Blätter. Extrakte aus der Wurzel helfen bei Prostataerkrankungen. Untersuchungen ergaben bei Anwendung eines Extrakts eine Verkleinerung des Prostatavolumens und eine Verminderung des Restharnvolumens. Auch wurde der Drang zu häufigem Wasserlassen besonders während der Nacht gebessert.
 
Brennnesseltee, zerquetschte Spitzwegerichblätter oder Gänsefingerkraut sind gute Mittel gegen Juckreiz.
 
Frisches Kraut: Eine heroische Massnahme war das Schlagen mit Brennnesseln bei Ischias, Hexenschuss, Rheuma, Gicht. Auch heute noch schwören so manche Rheumatiker auf diese Methode. Sie sind überzeugt, dass ihre Schmerzen durch diese Reiztherapie nachlassen.
 
Spitzwegerich bei Bienenstichen
Die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs (Plantago lanceolata) wirken entzündungshemmend, reizlindernd und bakterienabtötend. Innerlich wird die Heilpflanze bei Husten, Heiserkeit, Keuchhusten, Verschleimung und Asthma gebraucht. Äusserlich als Gurgel- und Spülmittel bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.
 
Bei einer Wanderung vor etlichen Jahren wurde ein Teilnehmer von einer Biene gestochen. Es wurde ihm empfohlen, den Stich sofort mit einem zerriebenen Spitzwegerichblatt zu behandeln. Das tat er auch und konnte eine Schmerzreduzierung beobachten. Vor einigen Tagen war ich mit meiner Enkelin unterwegs. Es war ein heisser Tag, und ich hatte Sandalen an meinen Füssen. Da verirrte sich eine Ameise zwischen Fuss und Lederriemen und wurde wohl etwas malträtiert, so dass sie Ameisensäure ausspritzte. Es brannte nicht schlecht. Nachdem ich ein zerdrücktes Spitzwegerichblatt auf der schon geröteten Stelle platziert hatte (ich rieb dann den Saft in die Wunde hinein), hörte der brennende Schmerz sofort auf.
 
Vor Jahren meinte einmal eine Zuhörerin, dass auch bei Insektenstichen eine Auflage von Zwiebeln, Quark, Heilerde und zerquetschte Kohlblätter helfen würden. Aber woher in der freien Natur diese Mittel nehmen? Spitzwegerich wächst ja fast überall.
 
Im Kanton Aargau legte man früher beim Brennen zwischen den Zehen Spitzwegerichblätter auf die betreffenden Stellen und zog eine Socke darüber.
 
Und noch ein Beispiel: Eine Frau aus der Gemeinde des Hotzenwalds behandelte früher ihre „offenen Beine“ (Ursache: Krampfadern) wie folgt: Sie sammelte 10‒12 Spitzwegerichblätter von einer ungedüngten Wiese oder am Waldrand, legte die etwas zerkleinerten Blätter auf die Wunde, deckte mit einem Tuch ab, wickelte eine Binde herum und beliess den Verband über Nacht am Bein. Am nächsten Tag wurde der Verband abgenommen und die Wunde sofort danach oder wieder am Abend mit frischen Blättern behandelt. Die Frau beschrieb die Wirkung dieser Behandlung so: „Die Blätter ziehen die Hitze heraus, die Wunde wird sauber.“
 
Ich vermittelte ausführliche Informationen über diese Heilpflanzen und Küchenkräuter: Arnika, Brennnessel, Bärwurz, Enzian, Huflattich, Johanniskraut, Kresse, Löwenzahn, Sauerampfer, Spitzwegerich, Schachtelhalm (Zinnkraut), Schafgarbe, Vogelbeere (Eberesche) und Weissdorn. Sie alle verdienen Aufmerksamkeit.
 
Schmackhafte Wildkräuter
Für seine Gerichte verwendet Jochen Stückler gern folgende Wild- und Gartenkräuter: Sauerampfer, Huflattich, Thymian, Bärwurz, Salbei, Frauenmantel, Brennnessel, Pfefferminze, Löwenzahn, Rosmarin, Brunnenkresse.
 
Als ich während meines Vortrags auch den Bärlauch erwähnte und im Besonderen auf die Verwechslungsgefahr mit den Blättern des Maiglöckchens und der Herbstzeitlose hinwies, erzählte Jochen Stückler diese Geschichte: Während eines Bärlauch-Kochkurses wollte partout eine Dame das Bärlauchgericht nicht essen. Sie verfolgte damals sehr aufmerksam den Hinweis des Gastgebers auf eine mögliche Verwechslungsgefahr. Stückler redete mit Engelszungen auf die Frau ein, so dass sie schliesslich doch vom köstlichen Gericht ass. Ich kann mir vorstellen, dass sie nur ganz vorsichtig und wenig vom Bärlauchgericht herunterwürgte. Vielleicht beobachtete sie mit Argusaugen die anderen Teilnehmer, ob die schon kurz darauf blass um die Nase wurden. Aber nichts passierte. „Alle haben überlebt“, meinte der Olympiakoch und lächelte dabei.
 
Und hier einige Köstlichkeiten, die im Kräuterkochkurs zubereitet wurden:
 
Kräuterpesto
Zutaten: 100 g gemischte Kräuter, 50 g Sonnenblumenöl, 20 g Nüsse (ersatzweise Schafskäse).
Zubereitung: Kräuter grob zerkleinern, Öl zugeben und mit dem Mixer zerkleinern, danach Salz und Nüsse hinzufügen, nochmals gut mixen, bis eine cremige Masse entsteht. In Gläsern abfüllen und etwas Öl darauf geben und gut verschliessen.
 
Kräuterbutter
Zutaten: 500 g Butter, 100 g gemischte Kräuter, Zitronensaft, Salz, Paprika.
Zubereitung: Kräuter sehr fein schneiden, in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln, Salz zugeben. Klein geschnittene Butterstückchen zugeben und schnell verkneten.
 
Sauerampfersuppe
Zutaten: 1 Zwiebel, 100 g Kartoffeln, 700 g Brühe, 300 g Sahne, 100 g Sauerampfer, 30 g Petersilie oder Spinat, Salz, Pfeffer, Muskat, Weisswein, Zitrone.
Zubereitung: Zwiebeln im Topf glasig dünsten, kleingeschnittene Kartoffelwürfel zugeben. Mit der Brühe ablöschen und gut 20 Minuten kochen lassen. Klein geschnittene Sauerampferblätter und die Petersilie dazugeben, abschmecken und danach gut mit dem Zauberstab mixen, eventuell mit etwas Stärke abbinden.
 
Huflattichflammkuchen
Zutaten: 300 g Mehl, 150 g lauwarmes Wasser, 70 g Huflattich, Hefe, Salz, Öl, Backpulver, Nelke, Koriander, Anis, gemahlener Fenchel.
Zubereitung: Alles (ausser Huflattich) in eine Schüssel geben, gut verkneten und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Teig dünn auswallen, Huflattich klein schneiden und drauflegen, mit Quark, Schmand oder Sauercreme überstreichen. Bei 240 °C kurz und knusprig backen.
 
Kräuterdip
Zutaten: 200 g Quark oder Creme fraiche, etwas Sahne, Salz, Pfeffer, Zitrone, Öl, Kräuter nach Belieben.
Zubereitung: Kräuter fein schneiden, in eine Schüssel geben, restliche Zutaten hinzufügen, gut verrühren und 1 Stunde stehen lassen (der Kräutergeschmack entfaltet sich besser).
 
Thymiangnocchi
Zutaten: 750 g Kartoffeln, 125 g Hartweizengriess, Wiesenthymian, 50 g geriebener Hartkäse, 3 Eier, etwas Mondamin, Salz, Pfeffer, Muskat.
Zubereitung: Kartoffeln kochen, pellen und in eine Schüssel verdrücken. Restliche Zutaten zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Zu kleinen Gnocchi formen und in Salzwasser kochen, danach in Butter leicht anbraten.
 
Römertopf mit Salbei
Zutaten: Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Gewürze, Salbei.
Zubereitung: Den Römertopf 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Kartoffeln schneiden, Boden belegen, würzen, das Gemüse und den Salbei darauf geben und würzen. Ganz oben wird dann das Fleisch platziert. Garzeit: 1 Stunde bei 220 °C.
 
Brennnesselmaultaschen
Zutaten für den Nudelteig: 300 g Mehl, 100 g Griess, 40 g Öl, 1 Ei, etwas Wasser, Salz.
Zutaten für die Füllung: Schafskäse, Brennnessel, Ei, gekochte Kartoffeln, Gewürze.
Zubereitung: Für die Maultaschen wird der Nudelteig geteilt. Die eine Hälfte wird dünn ausgerollt, auf ein bemehltes Brett gelegt, dann mit Ei oder Wasser bestrichen. Die Füllung wird darauf gelegt, je nach Belieben kleine oder grössere Häufchen, mit Zwischenraum ohne Füllung (damit man später die Maultaschen besser ausstechen kann. Die 2. Hälfte Nudelteig wird ausgerollt und darübergelegt, leicht angedrückt, so dass keine Luftblasen mehr vorhanden sind. Mit einem Ausstecher oder mit dem Teigrädchen ausstechen oder abschneiden. Die Maultaschen werden in kochendes Wasser gelegt oder direkt eingefroren.
 
Pfefferminzcreme
Zutaten: 250 g Quark, 4 cl Obstler oder Pfefferminzlikör, etwas Zitronensaft, 150 g Sahne, 1 Blatt Gelatine, 40 g Zucker, Pfefferminzblätter.
Zubereitung: Pfefferminze klein hacken, und mit Quark und Schnaps, Zucker, Zitronensaft verrühren. Sahne dazugeben und weiter schlagen, die aufgelöste Gelatine hinzufügen, gut verrühren und danach in den Kühlschrank stellen.
 
Wir wünschen gutes Gelingen und einen guten Appetit!
 
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Diese Arbeiten sind unter www.textatelier.com auch in der Rubrik „Artikel nach Autoren" zu finden:
 
Literatur
Scholz, Heinz, und Hiepe, Frank: „Arnika und Frauenwohl“, Ipa-Verlag, Vaihingen 2002.
Scholz, Heinz: „A. Vogel – Aktiv gegen Rheuma“ (Strategien für eine ganzheitliche Behandlung, Tipps zur Vorsorge und Selbsthilfe), Verlag A. Vogel, Teufen, 2. Auflage 2006.
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